Beim Bettendienst Hotelsnapper schnappen Hotels sich ihre Gäste

Manche Menschen stehen auf Adventure-Urlaub. Beim Hotel-Verhandlungsportal Hotelsnapper (www.hotelsnapper.de) besteht der Nervenkitzel eher im Buchungsvorgang. Kunden legen in der Suchmaske Preis, Hotelkategorie, Ort und Datum für ihren Hotelaufenthalt fest. Ist die verbindliche Anfrage […]
Beim Bettendienst Hotelsnapper schnappen Hotels sich ihre Gäste

Manche Menschen stehen auf Adventure-Urlaub. Beim Hotel-Verhandlungsportal Hotelsnapper (www.hotelsnapper.de) besteht der Nervenkitzel eher im Buchungsvorgang. Kunden legen in der Suchmaske Preis, Hotelkategorie, Ort und Datum für ihren Hotelaufenthalt fest. Ist die verbindliche Anfrage abgeschickt, werden sie von einem Hotel “geschnappt”.

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Bei Hotelsnapper steht der Preisvorteil im Vordergrund. Nutzer legen selbst fest, was sie für ein Vier-Sterne-Doppelzimmer in München bezahlen möchten. Damit man nicht völlig daneben liegt wird die Wahrscheinlichkeit angezeigt, mit der ein Hotel zum gewünschten Preis verfügbar ist. Die verbindliche Anfrage erreicht dann sämtliche Partner-Hotels, die mit den Kriterien übereinstimmen. Das erste Hotel, das die Bedingungen akzeptiert, erhält den Zuschlag. Ist der Wunschpreis allzu niedrig angesetzt, können Hotels auch Gegenangebote machen: Vielleicht zahlt der Kunde auch 80 Euro statt 70 Euro pro Nacht? Während Nutzer sich am Preisvorteil freuen werden Hoteliers leerstehende Zimmer los, ohne sie auf Billigportalen verscherbeln zu müssen und ins Dumping-Segment abzurutschen.

Damit aus dem Nervenkitzel kein böses Erwachen wird, arbeitet die von Manuel Apitzsch geführte Plattform nur mit Hotels zusammen, die Top-Bewertungen aufweisen. Für Geschäfts- und Privatleute, die einfach eine schnelle Übernachtungsmöglichkeit mit gutem Preis-Leistungsverhältnis suchen, ist das Hotel-Verhandlungsportal eine tolle Sache. Die Suche nach einem Urlaubs- oder Wellnesshotel gestaltet sich hingegen schwieriger: Es fehlt die Möglichkeit, weiterführende Kriterien wie Hotelausstattung, Kinderfreundlichkeit, Hotelgröße etc. anzugeben. Auch die Möglichkeit, das letzte Wörtchen selbst mitzureden, besteht nicht – die Anfrage ist verbindlich. Wer diesbezüglich unambitioniert ist oder auf den gewissen Kick steht: Ausprobieren!

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

  1. Cool! Ich drück dem Gründerteam die Daumen!

  2. Mal wieder ein Beispiel dafür, dass US-Firmen die Expansion ins Ausland verpeilen, oder auf deutsch: noch eine Copycat. Das Original http://www.priceline.com hat mir bei der Urlaubsbuchung schon einige Dollars gespart.

  3. Spannende Sache hier den Spieß umzudrehen. Der Kunde ist einfach König und sollte auch so behandelt werden. Das nenne ich Marktwirtschaft.!!!

  4. Pingback: News-Recycling am Wochenende | TechBanger.de



  5. Maik

    Hätte mir im Artikel den Hinweis gewünscht, dass es sich um ein Copycat handelt (priceline.com).



  6. Heins

    @ Florian

    Ich glaube nicht, dass Priceline.com die Internationalisierung verpass hat. Priceline interessiert sich einfach nicht für Europa.

  7. @Heins: Aber was ich daran schon merkwürdig finde: Man kann bei Priceline problemlos Hotels in Europa buchen. Die Zimmer sind dann natürlich meist in Hotels von US-Ketten. Von daher finde ich es inkonsequent, nicht auch auf der anderen Seite europäische Kunden ansprechen zu wollen. Wenn man bei Priceline bucht, kann man nicht “Germany” als Land im User-Profil hinterlegen. Die meisten Leute, die ich kenne, tragen stattdessen Delaware ein, weil die Abkürzung gleich DE ist. Und bei der Stadt schreiben Sie dann z.B. München, Germany.

  8. PCLN interessiert sich schon für europa, bloss halt über die beteiligungen booking.com, agoda.de und emietwagen.de (traveljigsaw) – die multi-brand schiene scheint jedenfalls profitabler zu sein als eine neue kultur in priceline direkt zu integrieren.

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