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18 Kommentare

Autor: Alexander Hüsing

Kategorie: Aktuell

Tags:

WhatsYourPlace zieht Bilanz

Mittwoch, 03. Dezember 2008 14:00

Seit einem Jahr kann jeder Onliner bei WhatsYourPlace (www.whatsyourplace.de) zum Großgrundbesitzer aufsteigen. Der Hektar virtuelles Land kostet beim Münchner Start-up, welches von Tobias Lampe und Christian Weese gegründet wurde, 9,95 Euro. Filetstücke wie der Berliner Hauptbahnhof, die Münchener Theresienwiese oder der Jungfernstieg in Hamburg haben bereits einen neuen Cyberbesitzer. Insgesamt haben die WhatsYourPlace-Macher nach eigenen Angaben im ersten Jahr über 8.000 Hektar virtuelles Land verkauft. Macht somit grob geschätzt 80.000 Euro Umsatz. In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres soll WhatsYourPlace profitabel sein. “Unser Geschäftsmodell führt auch häufig zu Fantasie-Berechnungen. Dabei wird übersehen, dass unser Average Revenue per Unique User nicht unbedingt höher sein muss, als bei rein werbefinanzierten Plattformen”, sagt Lampe. Häufig werde übersehen, dass jeder, der ein Grundstück käuflich erwerbe, dieses unbefristet nutzen könne. Folgekosten gibt es bei WhatsYourPlace nicht. Die Zahl der monatlichen Unique User gibt Lampe mit 70.000 an. Google Trends liefert keine Kurve für die Landbesitz-Community.

Für ihr Konzept, den Verkauf von virtuellen Grundstücken, mussten die WhatsYourPlace-Gründer viel Kritik einstecken. Die Palette der Vorwürfe reichte von Nepp bis Betrug. “Eine spezielle Herausforderung ergibt sich daraus, dass wir mit dem Produkt ‘reale Orte virtuell besitzen’ Neuland betreten. Das bringt enormen Erklärungsbedarf mit sich und für uns die große Herausforderung, Überzeugungsarbeit für ein völlig neuartiges Produkt zu leisten”, sagt Lampe. Ob ein Gut Unterhaltungswert habe oder nicht, hänge aber nicht davon ab, ob man es anfassen könne oder nicht. “Bei rein virtuellen Gütern wie dem Grundstück auf WhatsYourPlace muss aber noch ein Gewöhnungsprozess stattfinden, bis diese ebenso selbstverständlich werden.” Letztendlich funktioniert dieses Konzept bei Mondgrundstücken, Luftländereien und Sternen in der realen Welt aber auch. Um potenziellen Großgrundbesitzern die virtuellen Ländereien bei WhatsYourPlace schmackhaft zu machen, setzen die Bajuwaren inzwischen auf kostenlose Probegrundstücke. 30 Tage kann jeder Nutzer nun Großgrundbesitzer auf Probe sein. “Viele Nutzungsmöglichkeiten, die mit dem virtuellen Landbesitz verknüpft sind, erschließen sich erst aus der Praxis. Jetzt bietet sich erstmals allen Usern die Möglichkeit, diese Funktionen komplett kostenlos und unverbindlich kennenzulernen”, sagt Lampe.

“Nutzungsmöglichkeiten ausbauen und Communityelemente stärken”

Damit die Besitzer den Spaß an ihren Grundstücken auf Dauer nicht verlieren will Lampe die “Nutzungsmöglichkeiten rund um die Grundstücke immer weiter auszubauen und auch die Communityelemente stärken”. Seit einigen Wochen können den Grundstücken beispielsweise Mitbewohner hinzugefügt werden. Alle Mitbewohner steht ein “privater Bereich zum Austausch von Kontaktdaten, Bildern, Nachrichten oder auch zum Organisieren von Real-Live-Treffen zur Verfügung”. Vielleicht eine Möglichkeit für Fanclubs, Mitarbeiter einer Firma oder Anhänger eines Ortes, sich über die Plattform zu organisieren. Ebenfalls neu sind so genannte Themenringe, in denen sich beispielsweise alle Brauereibesitzer zu einem Linkbündnis zusammenschließen können. Vermutlich ist der Ausbau der Nutzungsmöglichkeiten und der Community der beste Weg, die Grundstücksbesitzer bei der Stange zu halten und gleichzeitig neue anzulocken. Denn Grundstücksbesitzer, die aus oder mit ihren Ländereien etwas machen, sind die beste Werbung für WhatsYourPlace. Mondgrundstücke, Luftländereien oder Sterne sind in der realen Welt zwar ein spaßiges Geschenk, nach kurzer Zeit verstauben die Urkunden dann aber in irgendeiner Schublade.

Artikel zum Thema
* Fragestunde mit Tobias Lampe von WhatsYourPlace – die Antworten
* Bei WhatsYourPlace wird Deutschland verkauft

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18 Kommentare »

1.

“macht somit knapp 80.000 Euro Umsatz” – nicht ganz: gehn noch 19 Prozent MwSt. ab…

Kommentar von Dennis — 03. Dezember 2008 @ 14:04

2.

Hallo, eine Korrektur zu dem Artikel: wir veröffentlichen – wie die meisten anderen Startups – keine Umsatzzahlen. Es sind jedoch weniger als 80k. Zwar kostet ein 1Ha-Grundstück 9,95 Euro, jeder weitere Hektar für das gleiche Grundstück kostet aber nur 2,50. Weiterhin haben sehr aktive Mitglieder die Möglichkeit, sich über das Statussystem Freigrundstücke zu erspielen. Zukünftig wird durch das neue Angebot der Gratisgrundstücke (die über das Statussystem auch dauerhaftes Eigentum werden können) der Zusammenhang zwischen Grundstücksanzahl und Umsatz noch weiter abnehmen.

Ein anderes Thema ist die Kritik. Ernsthafte Vorwürfe, die von Nepp oder Betrug sprechen, gibt es nicht – schon gar nicht von Kritikern, die sich unser Konzept wirklich angesehen haben. Was wir allerdins häufig hören ist Kritik in der Form von “Ich würde nie für etwas Virtuelles Geld ausgeben.” Gerade an diese Kritiker richtet sich unser Angebot des Gratis-Grundstücks, welches die Nutzung aller Funktionen komplett kostenlos erlaubt.

Kommentar von Tobias Lampe — 03. Dezember 2008 @ 14:22

3.

‘n bisslerl wenich… für ein Unternehmen. Wieviele MAs?

Kommentar von Matthias Dietrich — 03. Dezember 2008 @ 14:23

4.

Ich finde, dass WYP ein sehr spannendes, da eben nicht zentral bzw. pauschal “werbefinanziertes” Konzept besitzt.
Und: Kritik – egal in welcher Form – ist zunächst einmal Beleg dafür, dass ein Konzept wahrgenommen wird.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Kommentar von Jan Manz — 03. Dezember 2008 @ 14:46

5.

Jippie, wir haben die Theresienwiese :-)
( Oktoberfest )

Kommentar von Thomas Schulze — 03. Dezember 2008 @ 14:47

6.

Thomas arbeitst Du eigentlich auch mal? Lese überall wo ich hinkomme Deine Kommentare. Oder versteckt sich dahinter ein Hungerlohn-Praktikant der dazu gezwungen wird 247 Kommentare zu posten? Sag dem Praktikant mal er soll mal was mit Substanz schreiben.

Kommentar von Laemmer — 03. Dezember 2008 @ 15:05

7.

Lass Ihn doch :) Schließ passt es zum Artikel :)

Kommentar von Martin — 03. Dezember 2008 @ 18:06

8.

es wurde vergessen zu erwähnen, dass das Iburger Schloss auch schon weg ist! Da herrscht Sophie Charlotte sondern Prinzessin Heriette!

Kommentar von Klaus-Martin Meyer — 03. Dezember 2008 @ 19:15

9.

nutzt ds kommentare als werbung

nervt ubelst überall sein senf zu lesen

@topic die idee ist genial und simpel
weiter viel erfolg

Kommentar von frank buhmann — 04. Dezember 2008 @ 02:04

10.

Ich find auch, wenn jemand was beizutragen hat, soll er’s posten, davon lebt ein Blog doch schließlich!

Kommentar von Der eine Typ, der sich öfters als selten als 'der Typ' bezeichnet — 04. Dezember 2008 @ 04:13

11.

Hmm schöne Idee, aber ob das tauglich ist um damit wirklich zu wachsen wage ich zu bezweifeln.

Kommentar von webstyle — 04. Dezember 2008 @ 06:50

12.

Wie wärs mal mit realen Grundstücken für virtuelles Geld? ;-)

Kommentar von Andreas Kleinschmidt — 04. Dezember 2008 @ 07:11

13.

wieder so eine Idee aus dem Hause Prof. non habil. Kollmann. Sorry aber das wird nix. Eine paar Spassvögel kaufen sich die Sahneplätze und freuen sich 1 Tag. Dann ist das Ding tot. Zuwenig Mehrwert, was auch kein Community Gedöns retten kann. Schade.

Kommentar von onkeldr — 04. Dezember 2008 @ 09:15

14.

wieder so eine typische Idee aus dem Haus Prof. non habil. Kollmann. Nachdem wenige Sahnegrundstücke für 9.95 € an ein paar Spassvögel verkauft werden können, schläft das Teil ein. Da hilft auch Community Gedöns nicht. Schade.

Kommentar von onkeldr — 04. Dezember 2008 @ 09:40

15.

Hallo onkeldr, ich glaube Sie verwechseln da was – Herr Kollmann ist Kunde bei uns, nicht Ideengeber oder sonstwie involviert ;-)

Kommentar von Tobias Lampe — 04. Dezember 2008 @ 10:37

16.

@WYP: Also ein Kompliment muss man Euch ja schon machen – ihr scheint wirklich gut in der Umsetzung zu sein. Man stelle sich nur mal vor ihr hätte eine wirklich gute GIdee und nicht so was “Schlichtes”. Ihr – und ich kenne Euch nicht – scheint echt gut zu sein. Mein Tipp: Macht was vernünftiges.

Kommentar von Laemmer — 04. Dezember 2008 @ 10:45

17.

Habe ich schon damals bei zweinull.cc gesagt. Ideen die die Welt nicht braucht.

Kommentar von Daniel — 04. Dezember 2008 @ 15:01

18.

Also die Umsetzung finde ich auch sehr stark, allerdings wird das Konzept sehr schnell an seine Grenzen stoßen. Wenn der Medienhype mal vorüber ist und die interessantesten Grundstücke vergriffen sind, wird auch die Kundschaft ausbleiben. Kann mir nicht vorstellen, dass man hier langfristig über 100k Umsatz machen kann.

Kommentar von Stefan — 07. Dezember 2008 @ 15:20

3 Trackbacks »

  1. [...] der Woche Die erste Jahresbilanz der Landbesitz-Community WhatsYourPlace (www.whatsyourplace.de) ist unser Artikel der Woche. Kein [...]

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