Der High-Tech Gründerfonds investiert in make.tv (www.make.tv), einen Dienstleister für die Produktion und Übertragung von Livesendungen im Internet. Andrin Bachmann (Mitgründer der Glocalnet AB), Greg Lockwood (ehemals Vorstand von betfair.com) sowie weitere nicht genannte Privat-Investoren statteten das junge Unternehmen bereits kurz nach Gründung im November des vergangenen Jahres mit Kapital aus. Neben dem High-Tech Gründerfond beteiligen sich auch die Altgesellschafter an der zweiten Finanzierungsrunde. Die Gründer von make.tv sind Andreas Meyer und Georg Lenzen. Meyer hob 2001 bereits den Bilderdienst fotocommunity (www.fotocommunity.de) aus der Taufe. Derzeit sind in der fotocommunity nach eigenen Angaben 750.000 Mitglieder registriert. Diese sorgen monatlich für über 200 Millionen Page Impressions.
Mit make.tv will Meyer nun neue Horizonte im Web-TV Sektor eröffnen und es jedem ermöglichen, eine eigene Live-Show zu produzieren. “Wir freuen uns auf die großartigen Möglichkeiten, die make.tv für den Fernseh- und IP-TV-Sektor bereit hält”, sagt Simon Schneider, Investment Director beim High-Tech Gründerfonds. “Mit der Möglichkeit zur Produktion eigener Live-Sendungen ist make.tv ein Vorreiter seiner Art.” Meyer ergänzt: “Der High-Tech Gründerfonds bereichert unseren Gesellschafterkreis. Dadurch steht uns ein neues spannendes Netzwerk zur Verfügung.” Die browserbasierte Lösung zur Produktion von Live-Formaten soll sich über eine jährliche Gebühr der Inhalteersteller, Werbung und einer Provision bei Transaktionen finanzieren. Die jeweiligen Produzenten können beispielsweise kostenpflichtige Downloads, Eintrittsgebühren oder Zusatzdienste in ihre Show einbauen.
Artikel zum Thema
* Die Beteiligungen des High-Tech Gründerfonds im Überblick

Fragen










Kommentare
Können wir hier bitte mal eine Diskussion haben, warum der HTGF oder die KfW Steuergeld in (Web-)Startups investieren kann / sollte / darf?
Was sind die Aufgaben einer Regierung? Doch wohl die Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wirtschaften zu schaffen und nicht wettbewerbsverzerrend als Einzelninvestor aufzutreten (mal von großflächigen Konjunkturmaßnahmen abgesehen)
Sehr bedenklich diese ganzen HTGF Investments – aber immer her mit der Diskussion.
Kommentar von Ronald 06. November 2008 @ 12:48Ist der HTGF denn zu 100% steuerfinanziert?
Kommentar von Tobias Worzyk 06. November 2008 @ 13:16Nee, auch Unternehmen geben Geld
sieh
http://www.high-tech-gruenderfonds.de/htgf/index.php?id=129
Kommentar von Frank Müller 06. November 2008 @ 13:42Der HTGF ist nicht rein steuerfinanziert und nicht regierungsabhänig. Nur ein kleine Anteil kommt vom Staat, unter anderem sind ja auch Daimler Benz, BASF, Carl Zeiss, etc. investiert. Das Verständnis scheint doch zu sein, dass eine reine Förderpolitik nicht gut funktioniert und deshalb ein näher am Markt orientiertes Modell probiert wird. Da die Gelder ausserdem nicht verschenkt werden, sondern ja zurück gezahlt werden sollen (Sinn eines VC Fonds). Somit eigentlich finanziell gesehen für den Staat besser als reine Fördergelder.
Ich finde, dass es ein gutes Modell ist und die Szene in Deutschland sehr bereichert wird. Man beachte nicht nur die Investments, sondern auch die daraus resultierenden Rahmenbedingungen (Aufmerksamkeit in der Politik), unterstützten Veranstaltungen, Initiativen, etc.
Kommentar von Phil Mohring 06. November 2008 @ 13:50Wie hoch die Finanzspritze denn nun ist, hätte mich interessiert. Aber lassen Sie mich raten: Der High-Tech Gründerfonds hat nichts dazu veröffentlicht. :) Das ist wohl der Unterschied zu den USA. Dort läuft bei Finanzierungen selten etwas unter 1 Million Dollar und dann kann man die Summe auch praktisch an jeder Klowand nachlesen. In Deutschland wird fast immer Stillschweigen vereinbart.
Warum eigentlich? Hat man Angst vor Neidern, Angst sich zu blamieren, falls das Projekt scheitert? Schämt man sich, weil es lächerliche Sümmchen sind? Ich würde mich über etwas mehr Offenheit bei dem Thema freuen.
Kommentar von Jürgen Vielmeier (turi2.de) 06. November 2008 @ 14:21Wenn es de HTGF nicht gäbe, dann müsste man ihn erfinden. In der Tat haben wir Marktversagen in der Frühphasenfinanzierung von Technologie-Unternehmen. von den rund 100 HTGF-Finanzierten Unternehmen konnten rd. 3 Viertel eine Anschlussfinanzierung von privater Seite einwerben. Damit sind diese Unternehmen – abgesehen davon, das der HTGF auch pivate institutionelle Investoren hat – keine öffentliche Veranstaltung mehr. Und sehr viele dieser Unternehmen wären ohne HTGF gar nicht entstanden. Der HTGF finanziert, wenn sonst noch keiner bereit ist, dieses Risiko (allein) zu tragen und betreut die Unternehmen sehr aktiv (vor allem auch mit seinen Coaches).
Kommentar von Mark Miller 06. November 2008 @ 14:33Ja, es ist u.a. Steuergeld, das da reinfließt, aber die Rendite stimmt – mit einer Vielzahl von Arbeitsplätzen, prosperierenden Unternehmen und Trade Sales an die Großen, die das Geschäft der vom HTGF finanzierten Gründungen bei sich integrieren.
@ Jürgen Vielmeier
Ich würde mir auch mehr Offenheit bei dem Thema wünschen. Leider ist Geld in Deutschland immer ein Staatsgeheimnis. Kann es ebenfalls nicht nachvollziehen.
Kommentar von Alexander Hüsing 06. November 2008 @ 14:43Die Investitions-Konditionen sind in der Szene allgemein bekannt. Daher wundert mich euer nicht-Wissen über diesen Fond.
Aber es ist wie immer: Meckern geht einfach – Ahnung haben und besser machen kann (fast) keiner.
Kommentar von Webber 06. November 2008 @ 19:48Die Idee ist zwar bombastisch und zeitgemäß, jedoch nicht neu.
Siehe : http://www.mogulus.com
Das gibt es schon seit einiger Zeit.
Kann jemand recherchieren, seit wann ?
Oder gab es make.tv vor mogulus.com
Und noch eine Frage an die make.tv macher.
Warum alles in englisch ?
Kommentar von morok 06. November 2008 @ 23:31glückwunsch @make.tv – euer Studio Interface kann sich ja schon sehen lassen, ich bin gespannt was ihr mit dem Geld noch auf die Beine stellt.
Kommentar von Ole Wiemeler 07. November 2008 @ 21:22@morok: es ist vollkommen irrelevant, ob eine identische oder ähnlich gelagerte idee bereits existiert. das sagt kaum etwas über die erfolgsaussichten von make.tv aus. wenn interessiert heute, wer das erste auto produzierte? wichtig ist doch, dass eine idee gut umgesetzt wird und marktfähig ist. es muss doch nicht jede firma ein neues google werden, was da auch nicht die erste suchmaschine war.
Kommentar von Klaus-Martin Meyer 08. November 2008 @ 08:50Danke für die Glückwünsche :)
@morok: Mogulus richtet sich vor allem an Privatpersonen, make.tv ist mehr ein b2b-Produkt. Wir unterstützen erstmals Splitscreen, variable Auflösungen, echtes Teamwork für aufwändigere Produktionen, integriertes Keying (Blue-Box) und anpassbare White-Label-Embedd-Player.
Wo genau hat sich denn die Diskussion um den Rundfunksstaatsvertrag entwickelt, wie in dem jüngsten Post erwähnt? Hätte da einiges zu erzählen, haben ein Gutachten speziell zum Thema Sendelizenzen anfertigen lassen …
Gruß aus Köln,
Andreas
Kommentar von Andreas Meyer 08. November 2008 @ 13:29wird 100% kein Erfolg. Live-Tv über internet sitzt noch in den Kinderschuhen. Dauert mind. 3-4 Jahre.
Kommentar von Michael 08. November 2008 @ 18:02