Bei Guxa sind bewegte Bilder Trumpf
Bewegte Bilder gehören zu den Trendthemen im Netz. Das Angebot an TV-Inhalten, Nachrichtenmagazinen und Service-Sendungen wird jeden Tag größer. Mit ihrem neuen Dienst Guxa (www.guxa.de) wollen Michael Fuchs und Kester Grondey nun für Durchblick sorgen. Das Duo beschreibt ihr Projekt als “ein innovatives TV- und Videoportal der neuen Generation”. Neben dem normalen TV-Programm für die kommenden Wochen finden Nutzer bei Guxa, dass von der WhatMore GmbH betrieben wird, Hinweise auf unzählige Web-TV-Angebote und Clips der Video-Plattform YouTube. Verweise auf ähnliche Filmchen, eine Merkliste, die Möglichkeit eigene Senderlisten anzulegen und RSS-Feeds sollen die User bei der Suche nach interessanten bewegten Inhalten aller Art helfen.

“Der Markt ist absolut reif für ein neues Programmzeitschriftenportal. Zu umfangreich gestaltet sich das momentane und zukünftige TV- und WebTV Angebot in Deutschland, als dass es mit den klassischen Formaten nach Datum und Zeit abgebildet werden kann”, sagt Fuchs. Das Konzept erinnert an myTV (www.mytv.de). Beim im Mai des vergangenen Jahres gestarteten Dienst ging es darum, das “Fernsehprogramm, Links zu Live-Streams und On-Demand-Sendern sowie eine qualitativ hochwertige Auswahl an Internetvideos zu bündeln”. Nach der geplatzten Übernahme durch Gruner + Jahr ging Betreiber myTV.de Internet Fernsehen AG die Puste aus. Es folgte ein Insolvenzverfahren. Der Dienst selbst wird seitdem mit angezogener Handbremse weitergeführt. Die Agentur seto schickte zudem kürzlich die TV-Suchmaschine stream-tv.de (www.stream-tv.de) ins Rennen – allerdings beschränkt sich der Dienst auf Videos von TV-Sendern.
Mehr Katalog als Programmführer
Die eierlegende Wollmilchsau, um den Dschungel der vielen Videoinhalte zu lichten, war myTV nicht. Guxa ist es aber auch (noch) nicht. Mit wenigen Klicks findet jeder Onliner bei der neuen TV- und Videoplattform zwar schnell interessante Web-Sender. Bei der Merkliste folgt aber der große Nachteil: Man kann lediglich komplette Websender abonnieren, einzelne Sendungen finden nicht statt. Wer sich also für Fußball interessiert, stößt sicherlich schnell auf kicker.tv. Der Sender wandert auf die Merkliste und steht dann dort wie in Zement gemeißelt. Ist ungefähr genauso wie eine Programmzeitschrift, in der außer dem Namen RTL keine weiteren Infos über die einzelnen Sendungen auftauchen. In der jetzigen Form ist Guxa nur ein Katalog, in dem wichtige Web-Sender aufgelistet sind. Schnell muss aus dem jetzigen Angebot ein echter Programmführer werden. Dann hat das Konzept auch auf Set-Top-Boxen und digitalen Videorekordern eine Zukunft.
Artikel zum Thema
* myTV AG geht in die Insolvenz
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4 Kommentare »
2 Trackbacks »
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[...] deutsche-startups berichtet, wurde das Web um ein neue TV- und Videoportal erweitert, das auf den Namen Guxa lautet. [...]
Pingback von guxa: neuer TV-Guide aus dem Web | TechBanger.de — 19. Juni 2008 @ 12:03
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[...] man Beschreibungen, Videos und kann sich ähnliche Sendungen anzeigen lassen. http://www.guxa.de via: Deutsche Startups Technorati: Guxa Kategorie: [...]
Pingback von Web 2.0 Sammelalbum - Web2Null - Guxa — 19. Juni 2008 @ 18:31
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Hallo Herr Hüsing,
vielen Dank für das Lob und die berechtigte Kritik. Wir werden in den kommenden Wochen versuchen GUXA primär in den von ihnen beschriebenen Punkten und auch weiteren Feldern zu optimieren. Und würden uns freuen wenn sie die Entwicklung weiter verfolgen.
Herzliche Grüße, Kester Grondey
Kommentar von Kester — 19. Juni 2008 @ 12:38
Ich verfolge die Entwicklung von Guxa natürlich weiter und freue mich schon auf die verbesserte Version.
Kommentar von Alexander Hüsing — 19. Juni 2008 @ 12:52
Das heisst dann also, dass wir – mytv 1.0 – bereits vor über einem Jahr mit unseren Ideen und Konzepten ganz richtig lagen? Danke!
(Aber dafür haben wir ja auch den eco-Internet Award bekommen)
Ich möchte an dieser Stelle auch noch einmal richtig stellen, dass nicht der Einstieg, sondern die Übernahme der Mehrheit (incl. einer Verkaufsoption für die Gründer) von myTV.de durch G+J geplatzt ist! Und dies m.E. auch nur, weil mittendrin ein -für mich- unfähiger G+J Manager die Verhandlungen mit myTV übernommen hat (siehe Erfolge der aktuellen Online-Strategie und Web-Angebote von G+J). G+J war als der größte Seed-Finanzierer von myTV seit November 2006 mit dabei.
Wenn man sieht, was T-Venture für ein paar Anteile von Sevenload hingeblättert hat, wäre myTV für G+J ein echter “Schnapp” gewesen. Und G+J hätte immerhin wenigstens ein einziges erfolgreiches Online-Angebot gehabt.
Da kann man im Nachhinein nur sagen: “zum Glück ist die Übernahme geplatzt”, denn mit G+J wäre myTV bestimmt nie das geworden, was es in Kürze sein wird: myTV 2.0!
Lasst Euch überraschen!
Kommentar von Frank Didszuleit — 19. Juni 2008 @ 14:23
Unglaublich! Kaum online und schon schlappe 5 Werbeplätze auf der Home, da braucht wohl jemand dringend Kohle
Kommentar von egal — 21. Juni 2008 @ 12:06