Jetzt also doch: Die Studenten-Community studiVZ (www.studivz.net) öffnet sich für externe Entwickler und mischt künftig bei der OpenSocial-Initiative von Google mit. Somit gehören in wenigen Monaten auch bei dem Ableger der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (auch an deutsche-startups.de beteiligt) Applikationen und Widgets zum guten Ton. Die dafür notwendige technische Infrastruktur befindet sich nach Unternehmensangaben bereits in der internen Testphase. Der Start dieser Entwicklerplattform ist für Sommer dieses Jahres geplant. “Das hohe Innovationspotenzial in der OpenSocial Entwicklerszene wird uns schon bald wichtige Impulse liefern, unser Netzwerk fortlaufend weiterzuentwickeln”, sagt Jan Wergin, Chief Product Officer bei studiVZ. Auch die studiVZ Community zeige sich offen für neue Applikationen und Widgets, die von dritter Seite kommen. “Letztlich werden sich aber vor allem jene Anwendungen durchsetzen, die wirklich zu studiVZ passen und unseren Mitgliedern einen echten Mehrwert bieten.” Erst im Februar dieses Jahres öffnete sich das amerikanische Social-Network MySpace auf Basis von OpenSocial für externe Programmierer.
Die OpenSocial-Initiative von Google ging im vergangenen Jahr offiziell an den Start. Mit OpenSocial will der Suchmaschinengigant einen offenen Programmierstandard etablieren, mit dem Applikationen auf allen Online-Plattformen laufen, die diesen Standard unterstützen. Besonders kleinere Dienste dürften von OpenSocial profitieren, denn die Entwickler müssen ihre Applikationen künftig nicht mehr an viele unterschiedliche Plattformen anpassen. Zudem stehen durch diesen Programmierstandard dann jedem Anbieter unzählige Applikationen zur Verfügung. Daneben ist OpenSocial aber auch ein Angriff auf Facebook. Beim amerikanischen Erfolgsnetzwerk sind Applikationen von externen Entwicklern von den Profilseiten gar nicht mehr wegzudenken. “Wir sind sehr froh, dass sich studiVZ als führendes deutsches Social Network an dieser Initiative beteiligt”, sagt Eric Tholomé, Product Manager bei Google. “Das ist prima für die deutschen Entwickler und Anwender. Bei OpenSocial geht es darum, das Internet besser, nützlicher und offener zu machen. Wir freuen uns darauf, das Ergebnis der Implementierung von OpenSocial bei studiVZ zu sehen.” In Deutschland unterstützen Xing und amiando die Initiative von Anfang an.
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Kommentare
Interessante Nachrichten. Wobei ich auch gespannt bin, wann dies auch wirklich umgesetzt wird. Dennoch aus strategischer Sicht eine sehr spannende und sinnvolle Entscheidung seitens StudiVZ.
Irgendwie passt diese Neuigkeit zeitlich auch gut, da ja morgen die Facebook Developer Garage in Hamburg ist und wahrscheinlich auch gut besucht sein wird.
Kommentar von Oliver 13. Mai 2008 @ 11:29Besser spät als nie.
Kommentar von biernot 13. Mai 2008 @ 12:10Habe ich ehrlich gesagt nicht erwartet, aber vielleicht macht sich bei StudiVZ ja langsam ein Umdenken breit…
Abwarten… gibt doch 0 Support dafür. Lokalisten hat auch schon die Pressemeldung rausgebracht, sie würden Opensocial unterstützten. Ist bis heute nicht implementiert.
Kommentar von Abwarten 13. Mai 2008 @ 13:38Der Schritt ist ohne Frage richtig und notwendig. Es kommt aber ganz klar auf die Umsetzung an im Endeffekt kann man sich aber auf das konzentrieren was womit man bereits hinlägnlich Erfahrung hat. Sich am großen Vorbild orientieren… aber ob diese Strategie reichen wird um langfristig zu bestehen bleibt abzuwarten.
Kommentar von Philipp Strube 13. Mai 2008 @ 13:39@Phillipp
Ja selbstverständlich, Community User sind äußerst unflexibel.
Eigentlich darf StudiVZ nur nicht mehr, wie bisher, zwanghaft in alle Fettnäpfchen treten welche sich anbieten. In der Zwischenzeit habe ich in dem Zusammenhang ersthaft in Erwägung gezogen die 3 Typen in der Führungsetage werden unter der Hand von Herrn Zuckerberg bezahlt ;)
Das Führungstrio hat eigentlich schon unter Beweis gestellt keine gute Arbeit zu leisten/leisten zu können, aber ich vermute aus irgendeiner Richtung kam inzwischen Druck… Anders kann ich mir den Sinneswandel nicht erklären, wenn ich mir die Interviews von den Dreien in der Vergangenheit so anschaue.
Aber das Misstrauen bei der StudiVZ Community gegen die Betreiber bleibt. Dem könnte man durch gewisse Maßnahmen natürlich entgegenwirken um das Vertrauen der User zurück zu gewinnen, aber gleichzeitig müsste man Fehler in der Vergangenheit eingestehen. Und das bezweifel ich.
Die MeinVZ Strategie ist übrigens auch “interessant”. Vielleicht schiebt lokalisten.de ja ein paar Euro rüber um sich Konkurrenz vom Hals zu halten ;)
Mit Community Grüßen,
Kommentar von biernot 13. Mai 2008 @ 14:11Euer biernot
Ich dachte eigentlich, die wären schon längst beigetreten. Zumindest waren studivz-Vertreter beim OpenSocial Hackathon in London dabei und haben sich dort auch vorgestellt. Ich war leider nicht bis zum Ende dort um zu hören, was deren Resultat des Hackathons war aber zumindest scheinen sie ja involviert.
Von daher scheint das also nicht nur ein PR-Ding zu sein.
Aber wir werden sehen :-)
Kommentar von Christian Scholz 13. Mai 2008 @ 15:31“Abwarten… gibt doch 0 Support dafür. Lokalisten hat auch schon die Pressemeldung rausgebracht, sie würden Opensocial unterstützten. Ist bis heute nicht implementiert.” So ist das immer !!
Kommentar von Mark 13. Mai 2008 @ 16:36Warum ist das so immer?
Kommentar von biernot 13. Mai 2008 @ 18:00Sind die Programmierer nicht gut genug?
Wie macht sich openSocial bei Xing eigentlich bemerkbar?
Kommentar von Tobias 14. Mai 2008 @ 11:18Bei XING ist es meines Wissens noch nicht implementiert. So wie bei (fast) allen…
Kommentar von Sebastian 14. Mai 2008 @ 12:23Hallo Leute,
Mich wundert das es hier noch keine Firma gibt die Fahrräder in einem Online-Shop verkauft bei den riesen Margen.
Deshalb planen wir einen zu eröffnen und würden gerne wissen, ob wir hier einen hint hinterlassen dürfen.
LG
Amalia
Kommentar von Amalia Herberger 02. Dezember 2008 @ 23:01Open Social is ne coole Sache. Würde das auch gerne in meine Community integrieren bzw. damit verknüpfen. Leider fehlen mir vernünftige Tutorials dafür – am besten auf Deutsch mit Beispielen. Weiß jemand was?
Kommentar von Björn Willnat 23. Juli 2009 @ 12:21