Yieeha-Gründer ziehen sich zurück
Die Social-Commerce- und Gewinnspiel-Plattform Yieeha (www.yieeha.de) wird seit Jahresbeginn von der Web-Agenur Mutantbrains fortgeführt. Das Hamburger Unternehmen von Arne Hollwedel und Felix Willmann war von Anfang an maßgeblich an der Umsetzung des Dienstes beteiligt und zudem Mitgesellschafter der Yieeha Ltd. & Co. KG. Die Yieeha-Gründer Stephan Seyboth, Henning Sievert und Philipp Schilling ziehen sich gleichzeitig aus ihrem Unternehmen zurück.
Im Unternehmensblog erläutert das Trio die Beweggründe für diesen drastischen Schritt: “Im Oktober 2007 sind wir in eine schwierige Situation geraten, da wir unsere eigenen finanziellen Mittel ausgeschöpft hatten und daher auf externe Geldgeber angewiesen waren”. Nach eigener Darstellung gab es zwar Verzögerungen bei der Suche nach Kapitalgebern – dann könnten die Gründer aber doch Investoren von ihrer Idee überzeugen. Doch es kam wie zuletzt bei Townster (www.townster.de) alles anders. Die Yieeha-Gründer waren offenbar nicht mehr auf einer Wellenlänge: “Meinungsverschiedenheiten im Team führten dann allerdings dazu, dass die erste Finanzierungsrunde, welche im Oktober durchgeführt werden sollte, letztendlich leider nicht mehr stattfinden konnte”.
“Auch von uns steckt sehr viel Arbeit und Herzblut in dieser Plattform”
Die Mitgesellschafter wollten nicht tatenlos zusehen und entschieden sich für die Übernahme der Social-Commerce- und Gewinnspiel-Plattform. “Wir sind froh, dass wir uns mit Philipp, Stephan und Henning einigen konnten und einen – wie alle Beteiligten finden – vielversprechenden Weg für die Zukunft yieehas finden konnten. Auch von uns steckt sehr viel Arbeit und Herzblut in dieser Plattform, in den kommenden Monaten werden wir versuchen daran anzuknüpfen”. Ende Dezember 2006 ging Yieeha erstmals online. Die registrierten Nutzer dürfen sich seitdem alle möglichen Dinge wünschen, Gewinnspiele veranstalten und an anderen Gewinnspielen teilnehmen. Als Einsatz dienen sogenannte Yodds. Zum Start bekommt jeder fünf Yoods. Weitere gibt’s, wenn man Freunde einlädt oder eigene Gewinnspiele startet.
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[...] Philipp Schilling, der sich Anfang des Jahres bei seiner Gründung Yieeha (www.yieeha.de) zurückgezogen hat, arbeitet nun bei A better tomorrow (www.a-better-tomorrow.com). Beim Düsseldorfer Startup [...]
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Tja, es geht los. Dieses Mal konnte man den Downturn wirklich fast genau prognostizieren.
@Alex
Ich hoffe, Du beglückst uns auch während der Konsolidierungsphase mit engem Tracking der Szene und stellst Dich nicht mit Jubelberichten gegen den Trend. Denn aus Fehler kann man bekanntlich am Besten lernen. Da bedeutet natürlich mehr Arbeit, da die Startups solche Meldungen bekanntermaßen kaum selbst rausblasen
Viele Grüße vom Wannsee,
Sebastian
Kommentar von Sebastian Fiebiger — 09. Januar 2008 @ 16:17
wie war das doch bei den wazap-comments:
willkommen im jahr 2008
Kommentar von Felix — 09. Januar 2008 @ 16:22
Sowas ist immer traurig. Tut mir wirklich Leid für die Gründer.. Kopf hoch Jungs! Es gibt noch viel was man machen kann.. Sicher wird es weitere Pleiten geben in 2008
Kommentar von Florian — 09. Januar 2008 @ 16:22
Ich stelle mich sicherlich nicht mit Jubelmeldungen gegen den Trend. In den nächsten Monaten wird es sicherlich noch viele weitere solcher Meldungen bzw. Meldungen über Insolvenzen etc. geben. Genauso wird es aber auch neue Projekte geben. Mir war immer klar, dass die Konsolidierung kommen wird und eine solche Phase ist völlig normal.
Kommentar von Alexander Hüsing — 09. Januar 2008 @ 16:24
Eigentlich schade – hätte gerne mit denen kooperiert
Kommentar von Eugen — 09. Januar 2008 @ 16:35
nicht falsch verstehen, ich sehe das alles andere als schadensfroh. die realität holt uns nun alle einfach ein.
Kommentar von Felix — 09. Januar 2008 @ 16:36
Ich denke es folgen (vorzugsweise in Blogkommentaren oder in Form von Blogbeiträgen) in der Konsolidierungsphase auch die ganzen “Hab-ich-immer-schon-gewusst” Sager, die ihrem Ninetofive Job nachgehen und sich diebisch freuen – aber eben auch nicht dabei waren. Egal, für gute Ideen und Gründerteams ist auch weiterhin Platz.
Kommentar von Yella — 09. Januar 2008 @ 17:12
Nutzt doch diese Gelegenheit dazu, dem Teil einen anständigen Namen zu geben, danke.
Kommentar von Pass — 09. Januar 2008 @ 17:53
Leute es ist ganz normal, wenn einige Startups nach
1-2 Jahren aufgeben.
Das ist aber kein Indikator für eine Blase.
Übrigens, bei Offline Gründungen ist es nicht anders. Die Quote is sogar viel höher als im Internet-Business.
Kommentar von Breaker — 09. Januar 2008 @ 18:27
Breaker, auch wenn ich sonst häufig nicht Deiner Meinung bin, diesmal muss ich Dir voll und ganz zustimmen. Danke!
Yieeha “schwächelt” schon seit Monaten, was einfach an persönlichen Differenzen der Gründer lag. Wachstumsprobleme und ähnliche externe Faktoren spielen bei der Sache keine Rolle. Außerdem steht da nicht, dass Yieeha dicht gemacht wird, es wechseln lediglich die Geschäftsführung. Eine einzige Pleite (Wazap AG, an denen schon bei Gründung viele gezweifelt haben) und ein Investor, der im Web kein Glück hatte reichen, um hier die Trolle alle auf eine Linie zu bringen.
Kommentar von Philipp Götzinger — 09. Januar 2008 @ 18:41
Wir von Dealjaeger.de und verwandt.de kennen das Team um yieeha sehr gut. Und wir können nur unseren Hut ziehen!
Philipp und seine Mitgründer haben gut bezahlte Jobs aufgegeben sowie eigenes Geld investiert. Kurz: Echtes Unternehmertum! Dazu haben sie eine super innovative Idee gehabt. Denen kann keiner Copy-Paste vorwerfen.
Alleine das Umsetzen verdient höchsten Respekt. Und die Jungs haben super Gas gegeben. Das die Runde nicht geklappt hat, war in dem Fall höchst unglücklich.
Aber yieeha lebt weiter & das Team wird sich neuen Herausforderungen stellen. Unternehmertum bringt Deutschland als Standort weiter und yieeha ist für mich ein tolles Beispiel dessen.
LG Sven
Kommentar von Sven Schmidt — 09. Januar 2008 @ 18:53
> Mir war immer klar, dass die Konsolidierung kommen wird
> und eine solche Phase ist völlig normal.
Das hört sich gut an. Ich schreibe das nicht ohne Grund. Ich fand es nämlich extrem schade, daß beim letzten Mal alle entsprechenden Medien eingestampft wurden, als es abwärts ging. Das ist gerade im Sinne einer durchgängigen Dokumentation sehr schade.
Am “vollständigsten” ist das wohl noch Dotcomtod / Boocompany – wobei da der dokumentarisch / neutrale Charakter leider kaum gegeben ist.
Viele Grüße vom Wannsee,
Sebastian
Kommentar von Sebastian Fiebiger — 09. Januar 2008 @ 19:07
Sven, Du hast es auf den Punkt gebracht. Danke.
Kommentar von Philipp Götzinger — 09. Januar 2008 @ 22:53
@ Sebastian
Freust du dich sehr, wenn Unternehmen zu Grunde
gehen?
Kommentar von Breaker — 09. Januar 2008 @ 23:24
@Breaker, zwischen “sich freuen” und “etwas für ökonomisch sinnvoll und normal zu betrachten”, sind zwei völlig verschiedene Paar Stiefel. Ich denke, keiner von uns hätte etwas dagegeben, wenn jeder mit seinem Projekt reich werden würde – leider ist das aber nicht möglich. Deshalb kann die oft genannte “gesunde Konsolidierung” nicht als “Freude über der Konkurrenten Pleite” gleichgestellt werden, was jedoch leider oft so gesehen wird (siehe Dein Beitrag).
Kommentar von Michael — 10. Januar 2008 @ 09:49
Streiche “[...]zwischen[...]“
Kommentar von Michael — 10. Januar 2008 @ 09:50
@breaker
Michael hat meine Meinung schon ganz gut skizziert. Ich bin seit knapp 10 Jahren mit Leidenschaft Unternehmer. Da freut es mich ganz sicher nicht, wenn Unternehmen pleite gehen.
Aber ganz ehrlich. Viele Gründungen haben den Titel “Unternehmen” gar nicht verdient. Und mir ist es lieber, es begraben ein paar “grüne Jungs” ihre Träume von der Weltherrschaft, als das etablierte Unternehmen das zeitliche Segnen.
VC verzerrt – ähnlich wie Subventionen – die realwirtschaftlichen Verhältnisse und verhindert wirtschaftliche Evolution. (zumindest temporär) Zumindest dann, wenn es – wie aktuell – ziemlich hirnlose in jede noch so dämliche Plattformidee gepumpt wird.
Von Zeit zu Zeit ist das ganz lustig. Aber das Dauerzustand ist das eher von Nachteil. Weil es die Netuserschaft derart fragmentiert, das am Ende alle dabei “verlieren”.
So dramatisch sind die Auswirkungen des aktuellen Hypes nicht. Aber anyway… ich weine keinem großkotzigen Copy-Cat eine Träne nach.
Hab vor ein paar Tagen schon ein bißchen was dazu geschrieben:
http://www.internetboom.de/2008-das-grose-web-20-startup-sterben
Viele Grüße vom Wannsee,
Sebastian
Kommentar von Sebastian Fiebiger — 11. Januar 2008 @ 00:55
Ohjeee….. so viele Typos … echt übel…. sorry
Kommentar von Sebastian Fiebiger — 11. Januar 2008 @ 00:57
Alex, vielen Dank für den Bericht. Ich würde dem gerne noch ein paar Dinge
hinzufügen bzw. klarstellen.
Trotz der verschiedenen Meinungen im Team haben wir nach wie vor großen
Respekt untereinander und sind stolz auf das, was wir zusammen erreicht
haben. Die Gründung von yieeha hat uns alle beruflich und auch persönlich
ein großes Stück nach vorne gebracht. Dass sich eine solche Gründung
meistens nicht so entwickelt, wie man es sich erhofft, war uns von Anfang an
bewusst. Wir sehen das sportlich und yieeha wird sicher nicht unsere letzte
Gründung bleiben.
Mit yieeha wird es auch ohne das direkte Engagement von Henning, Philipp und
mir weitergehen. Wir freuen uns sehr, dass wir mit den Mutantbrains eine
Lösung gefunden haben, mit der yieeha für unsere User erhalten bleibt. Arne,
Felix und Yves sind von Anfang an dabei und wir sind davon überzeugt, dass
sie yieeha im alten Spirit weiterführen werden.
An dieser Stelle möchte ich mich nochmal ganz herzlich bei unseren Usern und
allen, die uns in dieser spannenden Zeit begleitet haben, bedanken.
Insbesonders möchte ich mich auch bei Menschen wie Sven bedanken, die an das
Unternehmertum in Deutschland und den Bereich Social Commerce im speziellen
glauben. Ich wünsche euch bei euren Unternehmungen alles Gute und hoffe,
dass möglichst viele von euch durch Erfolg die ewigen Nein-Sager eines
Besseren belehren.
Kommentar von Stephan Seyboth — 11. Januar 2008 @ 10:28
Denke, das geht um 0:55 in Ordnung
Kommentar von Michael — 11. Januar 2008 @ 10:30