#Interview

„Über 150 Vereine sind Pre-Product bereits als Partner an Bord“

Ehrenamtliche Trainer:innen verbringen oft mehr Zeit mit Organisation als mit dem Sport. Das Kölner SportsTech CoTrainer will das ändern. Im Interview spricht Mitgründer Claudius Ludwig über die Entwicklung des Startups, die jüngste Millionenfinanzierung und die nächsten Ziele.
„Über 150 Vereine sind Pre-Product bereits als Partner an Bord“
Donnerstag, 13. August 2026VonAlexander

Das Kölner SportsTech CoTrainer, 2023 von André Werres, Dyke Lambertz und Claudius Ludwig sowie sowie Marco Giesen gegründet, positioniert sich als „App, die ehrenamtliche Trainer:innen und Amateurvereine von Verwaltungsarbeit entlastet“.

Zuletzt sammelte das Team 1 Million Euro ein. Zum Investorenkreis der Jungfirma gehören kicker ventures, die Beteiligungsgeschäft des Olympia-Verlags, Comvest Digital, superangels sowie Business Angels wie Markan Karajica, Teamgeist Capital (Georg Bader und Christian Böhm), Sebastian Weil und Timo Skrzypski. Zudem gehören auch die Fußball-Profis Maximilian Arnold , Svenja Huth, Dzsenifer Marozsán und Alex Frei zum Investorenkreis von CoTrainer.

Im Interview mit deutsche-startups.de spricht Gründer Claudius Ludwig einmal ausführlich über den Stand der Dinge in seinem Startup.

Wie würdest Du Deiner Großmutter CoTrainer erklären?
Meiner Oma würde ich es so erklären: In jedem Verein gibt es ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer und Vorstände, die abends nach der Arbeit noch stundenlang das Training vorbereiten, die Platzbelegung organisieren und mit Sponsoren und Eltern kommunizieren. Für den eigentlichen Sport bleibt dabei oft kaum Zeit. CoTrainer ist ein System, dass alle Akteure in ihrem Alltag unterstützt, Organisation, KI-basierte Trainingsplanung, Sponsorengewinnung und individuelle Förderung. So bleibt wieder mehr Zeit für das Wichtigste, den Sport selber. Kurz gesagt: weniger Abstimmung, mehr Fußball.

War dies von Anfang an Euer Konzept?
Am Anfang lag unser Fokus auf dem Mannschaftstraining und der Unterstützung der Trainerinnen und Trainer. Durch den Asset Deal mit der Firma Street Pro haben wir uns zusätzlich auf die Individualförderung von Spielerinnen und Spielern fokussiert. Im engen Austausch mit den Vereinen und durch die Gründung meines eigenen Vereins, in dem ich als Vorsitzender aktiv bin, haben wir aber schnell gemerkt, dass Ehrenamtliche in Vereinen vor allem an einer Stelle kämpfen. Bei der Administration und Organisation rund um ihr Team und ihren Verein. Genau da setzen wir heute an, CoTrainer verbindet alle Akteure des Vereinsalltags und ist damit die einzige Lösung, die Vereinsorganisation, Teamorganisation Trainingsplanung und Individuelle Förderung in einem System zusammenbringt.

Wie hat sich CoTrainer seit der Gründung entwickelt?
CoTrainer wurde 2023 zu dritt gegründet. Inzwischen sind wir ein Team von rund 15 Leuten. Über 150 Vereine sind Pre-Product bereits als Partner für die kommende Saison an Bord.

Zuletzt konntet Ihr Geld einsammeln. Wie seid Ihr mit Euren Investor:innen in Kontakt gekommen?
Wir haben zuerst kicker ventures als Lead Investor als Partner gewonnen, wodurch wir ein gewisses Momentum in unsere Runde bekommen haben. Zudem ist viel über unser eigenes Netzwerk und das unserer Business Angels entstanden im Fußball und Startup-Umfeld kennt man sich, und so haben sich viele der richtigen Gespräche ganz natürlich ergeben. Teamgeist Capital, rund um Georg Bader und Christian Böhm, ehemals Vitafy, haben die Runde zudem begleitet.

Wo steht CoTrainer in einem Jahr?
In einem Jahr wollen wir im Fußball deutlich tiefer verankert sein, also in noch viel mehr Vereinen fester Teil des Alltags. Parallel arbeiten wir an der Expansion in weitere Sportarten: Die Herausforderungen in der Vereinsorganisation sind im Handball, Basketball oder Hockey kaum andere als im Fußball.

Duchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

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Foto (oben): CoTrainer

Alexander

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.