#Gastbeitrag

Die häufigsten Fehler bei der Erstellung von Online-Angeboten – und wie diese behoben werden können

Wenn ein Angebot nicht wie gewünscht verkauft wird, dann liegt dies meist an der Kreierung des Angebots selbst – einer falschen Sichtweise, einer unklaren Formulierung oder einer ungenauen Interpretation. Ein Gastbeitrag von Tanja Lenke.
Die häufigsten Fehler bei der Erstellung von Online-Angeboten – und wie diese behoben werden können
Donnerstag, 11. März 2021Vonds-Team

Eine der größten Frustrationen bei der Führung eines Online-Business ist es, ein Angebot entwickelt zu haben, das jedoch nicht wie gewünscht verkauft wird. Viele Selbstständige begehen hierbei einen grundlegenden Trugschluss: Sie beschäftigen sich nicht intensiv genug mit der Ausarbeitung und Vermarktung ihres Angebots. Meist liegt dies daran, dass Klarheit über die richtige Strategie fehlt, was wiederum schnell zu einer generellen Überforderung im Business führt. Denn eines sollte einem klar werden: Wenn ein Angebot auf zu wenig Interesse stößt, nicht genug verkauft wird oder gänzlich scheitert, dann liegt es nicht daran, dass das Angebot selbst schlecht ist. Die Gründe liegen vielmehr immer bei dem strategischen Vorgehen der Konzipierung sowie bei dem Verkauf des Angebots.

Dabei kann man auch mit ganz viel Leichtigkeit ein Angebot verkaufen, das nicht nur zu mehr persönlicher Erfüllung im Business führt, sondern zugleich auch seine Wunschkunden anzieht. Dazu sollte jede Online-Unternehmerin und jeder Online-Unternehmer jedoch einige grundlegende Fehler vermeiden, die aus Marketingsicht dazu führen, dass sich ein Angebot nicht erfolgreich verkauft.

Der erste gravierende Fehler, den viele Selbstständige machen, ist, dass sie ihr Angebot aus ihrer eigenen Perspektive heraus kreieren und zugleich noch zu ungenau formulieren. Wir selbst sind in unserer eigenen Vorstellung bereits viele Schritte weiter, als die potenziellen Kunden, an die sich das Angebot richten soll. Das führt schnell dazu, dass ein Angebot in einer Weise kommuniziert wird, in der sich die Zielgruppe nicht ausreichend genug angesprochen fühlt oder überhaupt nicht klar versteht, wie ihnen das Angebot weiterhelfen kann. Wichtig ist daher, sich mit seiner Zielgruppe intensiv in Gesprächen auseinanderzusetzen, um ihre tatsächlichen Bedürfnisse zu verstehen und darauf aufbauend ein Angebot zu entwickelt, das genau ihre Schmerzpunkte abdeckt. Je konkreter dieses dabei kommuniziert wird, desto erfolgreicher wird es sich verkaufen.

Des Weiteren begehen viele Selbstständige Fehler bei der Entwicklung und Ausrichtung einer erfolgreichen Verkaufsstrategie ihres Angebots. Es reicht nicht, sein Angebot alleinig auf seiner Website zu veröffentlichen. Damit potentielle Kunden das Angebot finden und auch kaufen, muss über unterschiedliche Kanäle strategisch auf das Angebot aufmerksam gemacht und dieses aktiv vermarktet werden. Denn wenn niemand auf das Angebot aufmerksam gemacht wird, dann wird es auch niemand kaufen.

Der nächste Fehler, den viele Selbständige machen, bezieht sich auf die Interpretation der Verkaufszahlen. Zahlen sind ungemein wichtig, denn sie zeigen einem konkret, was funktioniert und was nicht funktioniert in Bezug auf die Verkaufsstrategie. Oft kommt es jedoch dazu, dass die ursprünglichen Erwartungen und Ziele an den Verkauf des Angebots falsch gesetzt und im Ergebnis nicht korrekt ausgewertet werden. Durch diese schlicht falsche Interpretation der Verkaufszahlen wird dann davon ausgegangen, dass das Angebot nicht funktioniert hat.

Zuletzt ist eines besonders wichtig: Durchhaltevermögen. Man kann nicht davon ausgehen, dass ein einmal erfolgreich entwickeltes Angebot für immer funktionieren wird. Ein gutes Angebot, das sich wirklich auf lange Sicht verkauft, entsteht in einem Prozess der kontinuierlichen Optimierung und Weiterentwicklung.

Wenn ein Angebot nicht wie gewünscht verkauft wird, dann liegt dies also meist an der Kreierung des Angebots selbst – einer falschen Sichtweise, einer unklaren Formulierung oder einer ungenauen Interpretation. Das Bewusstsein über diese zentralen Fehler im Entwicklungsprozess seines Angebots ist essentiell. Denn dann besteht auch die Möglichkeit, immer wieder an der Perfektionierung zu arbeiten, um letztlich ein unwiderstehliches Angebot zu erstellen, das sich langfristig wie von selbst verkauft.

Über die Autorin
Tanja Lenke ist Gründerin von she-preneur, einer Business-Community für Gründerinnen und selbstständige Frauen. Mit ihrer Expertise hilft sie den Frauen, größer zu denken, ihr eigenes Business digital aufzubauen bzw. weiterzuentwickeln und ihre Visionen umzusetzen – ein Business, das einen erfüllt, Sinn stiftet und steigende Gewinne verzeichnet. Darüber hinaus bietet die Community den Frauen die Möglichkeit, sich miteinander zu vernetzen und zu supporten. Im Jahr 2016 hat Tanja Lenke ihre Community gegründet und aktuell bereits mehr als 5.000 Mitglieder.

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Foto (oben): Shutterstock