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Herzensprojekt aus Holz: Innovation heißt auch Nachhaltigkeit

Innovative Vorhaben verdienen Unterstützung – in guten wie in schlechten Zeiten. Das Kölner Startup Kerbholz erzählt, wie es um seinen Weg seit der Gründung in 2012 bestellt war, welche Hebel geholfen haben und was die aktuelle Lage für Folgen hat – denn die macht auch vor ihnen nicht Halt. Wie kleine und mittelständische Unternehmen jetzt handeln können, liest du hier.
Herzensprojekt aus Holz: Innovation heißt auch Nachhaltigkeit
Montag, 18. Mai 2020Vonds-Team

Der Anfang war schwer – und doch denken Moritz, Adrian und Matthias gern an ihren Firmenstart. Parallel zum gemeinsamen BWL-Studium setzten die drei Kölner ihre Geschäftsidee in die Tat um – und das mit ihren eigenen Ersparnissen. Die Idee: Mit nachhaltigen, innovativen Naturprodukten aus Holz ein Stück Natur in ihr sonst sehr urbanes Lebensumfeld bringen. An die Geburtsstunde der Marke Kerbholz erinnern sie sich noch genau. „Die Idee dahinter kam uns bei einem gemeinsamen Urlaub in Südamerika“, so Moritz. „Dort haben wir zum ersten Mal Sonnenbrillen aus Holz gesehen. Da wussten wir: Da geht noch mehr.“

Neben dem Rohstoff Holz waren vor allem Nachhaltigkeit, Innovation und faire Bedingungen von Anfang an Säulen der Unternehmensphilosophie, ebenso wie konsequentes Engagement für ökologische und soziale Projekte. Darunter finden sich Initiativen wie One Earth, one Ocean e.V., die Plant-for-the Planet-Foundation oder Bienenretter e.V. „Diesen Ansatz wollten wir bei uns fortführen und haben einfach losgelegt“, erinnert sich Moritz. Anfangs musste der Lebensunterhalt noch durch Nebenjobs finanziert werden. Nach zwei Jahren konnten die drei Gründer sich dann erstmals Gehälter auszahlen. Heute arbeiten über 30 Mitarbeiter zusammen an der Vision Kerbholz und designen, fertigen und versenden vegane Sonnenbrillen, Uhren und Accessoires aus Holz.

Freunde, Familie und Fördermittel

In den ersten Jahren war es vor allem der engste Kreis, der die Kerbholz-Gründer auf ihrer Mission unterstützte – schnell war jedoch klar, dass hier etwas Größeres geschaffen werden kann. Um das Geschäft anzukurbeln, informierten sich die drei Gründer über die bestehenden Unterstützungsmöglichkeiten – und fanden so das Programm „Innovative Unternehmen“ der NRW.BANK.

Dieses Förderprogramm hilft schnell wachsenden oder innovativen Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen Arbeitsplätze zu schaffen und zu sichern. Dabei stehen vor allem kleine und mittlere Unternehmen im Fokus. Doch wie lässt sich ein so starkes Wort wie „Innovation“ messbar machen und nachweisen? Das geht anhand verschiedener Kriterien – zum Beispiel mit einem Investitionsanteil von mindestens fünf Prozent der gesamten Betriebsausgaben für Forschung und Entwicklung oder dem Gewinn eines Innovationspreises. Das Kölner Startup erfüllte diese Bedingungen und erhielt so ein zinsgünstiges Darlehen mit 70-prozentiger Haftungsfreistellung für die Hausbank. Ab diesem Zeitpunkt waren die Weichen auf größeren Erfolg gestellt.

Die aktuelle Lage

Wie viele andere Unternehmen muss aber auch Kerbholz derzeit mit den Folgen der Ausnahmesituation umgehen. Der Markenhersteller verkauft seine Produkte sowohl über Geschäftspartner aus dem stationären Handel als auch im eigenen Onlineshop.

„Die Umsätze aus dem Geschäft mit dem stationären Handel sind im März über Nacht auf unbestimmte Zeit weggebrochen“, erzählt Moritz. „Unsere Strategie ist es daher, unsere Kompetenzen im Online-Direktvertrieb zu nutzen und in gemeinsamer Anstrengung mit anderen nachhaltigen Marken zumindest teilweise etwas davon online aufzufangen. Die Lage ist auch für uns sehr ernst, aber wir haben zumindest noch die Möglichkeit, Umsätze zu erzielen – was viele unserer Partner nicht mehr haben.“

Schnelle Hilfe für Gründer

Die NRW.BANK ist auch in dieser Ausnahmesituation für Gründer da. „Für viele Unternehmen geht es jetzt ums Überleben – was fehlt ist Liquidität “, sagt Michael Stölting, Vorstandsmitglied bei der NRW.BANK. „Unser Ziel ist es, ihnen in dieser herausfordernden Zeit mit Förderung zur Seite zu stehen.“  

Das fängt bei einer ausgebauten Beratung an. EU, Bund und Land haben umfangreiche Corona-Unterstützungsprogramme auf den Weg gebracht. Damit in Nordrhein-Westfalen keine gute Geschäftsidee in der aktuellen Lage verloren geht, informieren die Förderberater der NRW.BANK Gründer individuell und kostenlos darüber, welche dieser Unterstützungsangebote genau zu ihnen passen – unabhängig vom Anbieter. Dabei reicht das Spektrum von Förderkrediten mit Haftungsfreistellungen von Bund und Land, über Beteiligungskapital, bis hin zu Bürgschaften und Gründerstipendien. Telefon: 0211 91741 – 4800, E-Mail: info@nrwbank.de

Vor allem die Förderbanken von Bund und Ländern haben ihre Förderung spürbar weiterentwickelt, um die Folgen der Corona-Krise für die Wirtschaft abzumildern. Liquiditätsengpässe können mit der KfW-Corona-Hilfe aber auch mit dem Breitenprogramm der NRW.BANK, dem Universalkredit, überbrückt werden. Den NRW.BANK.Universalkredit können Unternehmen bei ihrer Hausbank beantragen. Reichen bei einem Unternehmen die Sicherheiten für eine Kreditvergabe nicht aus, kann ein Landesbürgschaftsprogramm die Lösung bieten. Die Bürgschaftsbank NRW gibt an, dass eine 72-Stunden-Expressbürgschaft möglich ist. Telefon: 02131 5107 – 200, www.bb-nrw.de

Unterstützung für Startups

Gerade Startups benötigen jetzt besondere Unterstützung, weil das Fundament ihres Geschäftsmodells oft noch nicht ausreichend stabil ist, sie nicht auf große Rücklagen zurückgreifen können und zugleich nur erschwert Zugang zu Bankkrediten haben. Um auch ihre Liquidität und ihr weiteres Wachstum abzusichern, hat die NRW.BANK speziell für Startups, die zurzeit wirtschaftlich beeinträchtigt sind, ihr Eigenkapitalangebot erweitert. 

Mit welchen Förder- und Finanzierungsangeboten die NRW.BANK ganz konkret zur Seite steht, erfährst du auf der Seite der NRW.BANK.

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Foto (oben): NRW.BANK