#Podcast Applift-Exit: Es riecht nach Firesale

blockescence schluckte gerade das Berliner Startup Applift, das 2012 an den Start ging. Zuvor waren einige Versuche gescheitert, Applift an andere Firmen zu verkaufen. Details zum schlechtesten Exit des Jahres gibt es nur im aktuellen ds-Podcast Startup-Insider.
Applift-Exit: Es riecht nach Firesale

+++ Heimlich, still und leise ging gerade das Berliner AdTech Applift über den Tisch. Neuer Besitzer ist die gamigo-Mutter blockescence, die künftig unter den Namen Media and Games Invest firmiert. “Der Kaufpreis für AppLift, inklusive bestehender und übernommener Schulden, wurde durch Ausgabe eines Schuldscheins sowie durch eine Barkomponente beglichen”, teilt das Unternehmen zur Übernahme mit. Zuvor waren einige Versuche gescheitert, Applift an andere Firmen zu verkaufen.

+++ Applift, eine “Mobile Games Marketing Platform” wurde 2012 von Kaya Taner und Tim Koschella gegründet. Das Unternehmen unterstützt Publisher von Mobile Games bei der Akquise von Spielern. Applift war eines der ersten Unternehmen im Umfeld von Hitfox, heute als Ioniq bekannt. Prime Ventures und Co. investierten rund 15 Millionen Euro in die Jungfirma. 2017 erwirtschaftete AppLift einen Umsatz in Höhe von 72,3 Millionen Euro. 2016 waren es noch 77,4 Millionen. Details zum Exit gibt es nur im aktuellen ds-Podcast Startup-Insider.

Update (18. Juni): Ioniq weist zurück, dass es sich beim Exit um einen Firesale gehandelt hat.  Das Unternehmen teilt mir: “Da sich der internationale AdTech-Markt derzeit bekanntlich stark konsolidiert, haben wir vor einigen Monaten entschieden, ein neues strategisches Zuhause für AppLift zu finden. Nach einem strukturierten Prozess mit mehreren Angeboten haben wir für uns für Media and Games Invest/gamigo AG entschieden”. Die Berliner bestätigen aber, dass sie sich “künftig zunehmend auf regulierte Märkte wie FinTech und Digital Health konzentrieren” wollen. AdTech spielt somit für Ioniq keine Rolle mehr.

Startup-Insider #44 – Applift

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Foto (oben): Hitfox