#StartupTicker Modomoto und Outfittery fusionieren

Modomoto und Outfittery schließen sich zusammen. Bis Ende 2019 soll nur Outfittery als Marke erhalten bleiben. Modomoto-Gründerin Corinna Powalla bleibt Anteilseignerin, wird im fusionierten Unternehmen aber keine operative Funktion mehr haben.
Modomoto und Outfittery fusionieren

+++ Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört: Die beiden Curated Shopping-Dienste Modomoto und Outfittery fusionieren. Wobei offiziell Outfittery sich Modomoto einverleibt! “Seven-year-old Outfittery is tying up with the smaller Modomoto in an all-share deal, expanding the online menswear business that in effect works as a personal shopper for its growing customer base” – berichtet Reuters. Im Handelsblatt heißt es zu Deal: “Obwohl bis Ende 2019 nur Outfittery als die deutlich bekanntere Marke erhalten bleiben soll und das Unternehmen zuletzt auch etwa doppelt so viel Umsatz machte wie Modomoto, sprechen Bösch und Fischer von einer Partnerschaft: Man kenne sich schon lange, sei immer fair miteinander umgegangen”.

+++ Modomoto und Outfittery lieferten sich in den vergangenen Jahren einen kleinen Wettstreit um die Vormachtstellung im Curated Shopping-Segment. Outfittery liegt beim Umsatz vorne, ist aber auch deutlich verlustreicher als der sympathische Wettbewerber. Bis Ende 2017 sammelte Outfittery Verluste von insgesamt 53,7 Millionen Euro an – siehe Zahlencheck für 2017. Ende 2017 hatte das Unternehmen, das damals auch Arbeitsplätze abgebaut hat, zudem kaum noch Kohle auf dem Konto. Der Rohertrag (Nettoumsatz nach Retouren, Rabatten und Wareneinsatz) des Unternehmens lag damals bei 26,3 Millionen.

+++ Der Aufbau von Modomoto wiederum kostete bis Ende 2017 gerade einmal rund 5 Millionen. Das junge Unternehmen, 2012 gegründet, erwirtschaftete zuletzt ein Rohergebnis in Höhe von 12,7 Millionen Euro. Wie in den Vorjahren wuchs Modomoto damit nur minimal. 2016 lag das erzielte Rohergebnis bei 11,6 Millionen, 2015 bei 10,6 Millionen. Der Jahrefehlbetrag verringerte sich 2017 aber auf minimale 626.001 Euro – siehe Zahlencheck für 2017.

+++ Unter dem Strich kauft Outfittery somit den Erfolg ein! Modomoto stand wirtschaftlich, obwohl kleiner zuletzt einfach viel besser da als der millionenschwere Wettbewerber! Zusammengerechnet erwirtschafteten die beiden Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten etwa 80 Millionen Euro Umsatz. Das Modomoto-Team verfügt zudem über Erfahrungen in Sachen Fusion: 2016 übernahm das Unternehmen den niederländischen Wettbewerbers The Cloakroom. Modomoto verschwindet somit zwar, darf sich aber als Sieger fühlen!

dsTV #12 – Outfittery rettet sich mit Modomoto

+++ Im #StartupTicker tickert die Redaktion von deutsche-startups.de kurz und knapp, was in der deutschen Startup- und Digital-Szene so alles los ist.

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Foto (oben): Outfittery