Jahresrückblick Berliner Überflieger verzweifelt am leergefegten Büromarkt

"Bei keinem schnell wachsenden Unternehmen läuft alles rund und als Unternehmer bist Du eigentlich nie 100 %-ig zufrieden. Um aber ein Problem hervorzuheben, dann sicherlich die aktuelle Lage von verfügbaren Büroflächen in Berlin", sagt Tao Tao, Mitgründer von GetYourGuide.
Berliner Überflieger verzweifelt am leergefegten Büromarkt

In den vergangenen Jahren wanderten rund 170 Millionen Dollar in das Berliner Grown-up GetYourGuide, eine Buchungsplattform für Reise-Aktivitäten. Zuletzt holte sich das 2009 gegründete Unternehmen, das 400 Mitarbeiter beschäftigt, imposante 75 Millionen – unter anderem von Battery Ventures, Highland Capital Partners und Sunstone Capital. Im Interview mit deutsche-startups.de blickt Mitgründer Tao Tao auf das vergangene Jahr zurück.

Das Jahr ist fast rum. Was war das Highlight im Jahre 2017 bei GetYourGuide?
Da wäre zum einen der Meilenstein, dass wir zum ersten Mal seit unserer Firmengründung die Schallmauer von zehn Millionen verkaufter Tickets durchbrochen haben, und andererseits unsere erfolgreiche Investitionsrunde von 75 Millionen US-Dollar, die wir im November verkündet haben. Beides sind ein Ausdruck von starkem Vertrauen für unser Unternehmen und zugleich ein Zeichen, dass das Marktpotential noch massiv ist.

Was lief 2017 bei Euch nicht rund?
Bei keinem schnell wachsenden Unternehmen läuft alles rund und als Unternehmer bist Du eigentlich nie 100 %-ig zufrieden. Um aber ein Problem hervorzuheben, dann sicherlich die aktuelle Lage von verfügbaren Büroflächen in Berlin. Wir haben dieses Jahr viel in den Innenausbau unserer zwei Bürostandorte in Kreuzberg und Prenzlauer Berg investiert, aber ein Ziel für 2018 ist es, einen gemeinsamen Standort zu finden, an dem alle Teams Platz haben.

Welches Projekt steht bei GetYourGuide 2018 ganz oben auf der Agenda?
Ganz klar die globale Positionierung von GetYourGuide. Wir haben uns in Europa als Marktführer im Segment von weltweiten Touren und Aktivitäten etabliert und werden uns nun darauf konzentrieren, unsere Präsenz in strategisch wichtigen Märkten wie Asien und Lateinamerika weiter auszubauen. Desweiteren werden wir langfristig noch mehr in Technologie investieren. Vor allem das Thema Personalisierung stellt uns vor eine technologische Herausforderung und ist langfristig für uns von enormer Wichtigkeit.

Was hast Du Dir persönlich für 2018 vorgenommen?
Mindestens drei neue Länder bereisen. Korea steht schon für Mai auf der Liste. Wieder regelmäßig Klavier und Fußball spielen. Endlich einmal Möbel kaufen.

Auf welches Start-up sollten wir – deiner Meinung nach – 2018 ganz besonders achten?
In Berlin finde ich vor allem N26, HomeToGo und GoEuro beeindruckend.

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Foto (oben): Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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