Gastbeitrag von Caroline Klein Warum Startups von Anfang an in SEO investieren sollten

Auch wenn bezahlte Online Werbung für Startups dazugehört, kann diese auf lange Sicht finanziell untragbar werden. Traffic, der aus organischen Suchen stammt, ist hingegen sehr viel günstiger oder sogar kostenlos. Ein Gastbeitrag von Caroline Klein.
Warum Startups von Anfang an in SEO investieren sollten

Wenn Sie gerade Ihr Startup gegründet haben, möchten Sie wahrscheinlich am liebsten sofort für Aufsehen sorgen. Deshalb gehen Sie gedanklich Ihre Marketing Toolbox durch und überlegen, wofür Sie Ihr wertvolles Startup Marketing Budget ausgeben.

Welche Marketingmethode sollten Sie auswählen?
Die Chancen stehen hoch, dass Sie sich für eine Methode wie Google Adwords, die sofortige Effekte bringt, entscheiden und nicht für etwas, dass erst auf lange Sicht Auswirkungen zeigt, wie beispielsweise SEO. Mit bezahlter Werbung können Sie direkt beginnen, ihre Marke aufzubauen und Ihre Message zu kommunizieren.

Warum kann SEO auf Startups unattraktiv wirken?
Um als Neueinsteiger sofort Marktanteile zu gewinnen, müssen Sie auch sofort online präsent sein. Wenn niemand Ihre Marke kennt, ist es sehr unwahrscheinlich, dass Sie viele organische Suchanfragen erhalten und ohne existierende Kunden, haben Sie auch keinen Kundenstamm, an welchen Sie E-Mails senden können.

Das Problem, welches viele Startups mit SEO haben, ist, dass sich deren Wert oft erst langfristig zeigt. Wenn ein Unternehmen all sein Marketingbudget in SEO investiert, dauert es viel länger, Marktanteile (und Kunden) zu gewinnen.

Es ist zudem schwieriger, den ROI von SEO akkurat zu kalkulieren. Unter anderem kann nicht genau nachverfolgt werden, welchen Effekt ein bestimmter Link auf das Seitenranking hat. Bei Google Adwords hingegen können Conversion Rate und Cost-per-Acquisition genau berechnet werden. Da die Investition in SEO in Bezug auf ROI mit Unsicherheiten behaftet ist, kann sie Startups, die besonders genau auf ihre Bilanz achten, unattraktiv erscheinen.

Nur 5,7% aller neu veröffentlichten Seiten schaffen es innerhalb eines Jahres in die Top 10 von Google. Das bedeutet, dass es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit mehr als ein Jahr dauert, bevor Investitionen in SEO ihre Wirkung zeigen.

Warum dauert es so lange?
Die Google Suche berücksichtigt für Rankings eine Vielzahl an Faktoren, doch Anzahl (und Qualität) von Links gelten gemeinhin als am Wichtigsten.

Nachdem Sie einen Link zu Ihrer Seite erhalten haben, benötigt es durchschnittlich 10 Wochen, um eine Position im Google Ranking aufzusteigen. Das bedeutet, abhängig davon, wie schnell Sie Links zu Ihrer Seite bilden können und welche Qualität diese aufweisen, kann es einige Zeit dauern, bevor sich Ihr Ranking signifikant verbessert.

Wieso sollten Startups nun in SEO investieren?
Adwords und andere Formen der bezahlten Werbung erhöhen die Sichtbarkeit Ihrer Onlinepräsenz sofort, doch dies hat seinen Preis (und zwar einen ziemlich hohen). Der durchschnittliche Cost-per-Click (Betrag, den Sie ein Klick auf Ihre Anzeige kostet) in Google Adwords beträgt in den USA $1-$2. Zwar ist der Betrag in Deutschland etwa 31% geringer, doch können bestimmte Keywords auch viel teurer sein. Wenn Sie die entsprechenden Kosten nun jeden Tag mit zahlreichen Klicks pro Tag multiplizieren, müssen Sie eine beträchtlich hohe Rechnung für Ihre Werbung bezahlen.

Auch wenn bezahlte Online Werbung für Startups dazugehört, kann diese auf lange Sicht finanziell untragbar werden. Traffic, der aus organischen Suchen stammt, ist hingegen sehr viel günstiger oder sogar kostenlos.

Deshalb kann die kurzfristige Investition in organische Suche langfristig wesentlich zur Trafficgenerierung ihrer Seite beitragen. Umso schneller Sie Ihre Onlinepräsenz aufbauen, umso schneller können Sie ihre Ausgaben für bezahlte Onlinewerbung reduzieren und sich stärker auf organisches Marketing verlassen. Dies spart Ihnen langfristig Geld und trägt zu einer nachhaltigen und effektiven Marketingstrategie bei.

Zur Autorin
Caroline Klein arbeitet im Online-Marketing bei Bynder, einer Digital Asset Management Lösung mit Sitz im Herzen Amsterdams. Sie ist Teil des DACH-Teams und für den unternehmenseigenen deutschsprachigen Blog verantwortlich. Hierbei verfasst und übersetzt sie Texte rund um die Themen Marketing, Branding und neue Technologien. Darüber hinaus betreut sie Webinare und unterstützt das Social Media Marketing des Unternehmens.

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Foto (oben): Shutterstock

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