Forschernetzwerk mit Mega-Runde Researchgate sammelte heimlich 52,6 Millionen ein

Ganz heimlich sammelte Researchgate weitere 52,6 Millionen US-Dollar - und zwar schon im November 2015. Das Investment wurde erst jetzt bekannt. Inzwischen sind beim Forschernetzwerk 12 Millionen Mitglieder unterwegs, das 2008 an den Start ging.
Researchgate sammelte heimlich 52,6 Millionen ein

Im Sommer 2013 investierten Bill Gates, Tenaya Capital, Dragoneer Investment Group, Thrive Capital, Benchmark und Founders Fund 35 Millionen US-Dollar Researchgate, ein Social Network für Wissenschaftler. Wie erst jetzt bekannt wurde, investierten Wellcome Trust, Goldman Sachs Investment Partners und Four Rivers Group mit Beteiligung von Ashton Kutcher, Groupe Arnault, Xavier Niel und den bestehenden Investoren Bill Gates, Tenaya Capital, Benchmark und Founders Fund im November 2015 weitere 52,6 Millionen US-Dollar in das Unternehmen.

Das Start-up mit Sitz in Berlin und Boston wurde von den drei jungen Forschern Ijad Madisch, Sören Hofmayer und Horst Fickenscher ins Leben gerufen. Mehrere Millionen Forscher aus aller Welt haben ResearchGate bereits für sich entdeckt. Damit legte ResearchGate in den vergangenen Jahren ein unglaubliches Wachstum hin: Im Juli 2010 waren gerade einmal 300.000 Forscher an Bord. Im September 2010 bereits mehr als 500.000 Forscher, im Sommer 2012 bereits 1,2 Millionen und im September 2 Millionen Mitglieder. Im Sommer 2013 schließlich waren 2,9 Millionen Wissenschaftler über Researchgate vernetzt. Inzwischen sind beim Forschernetzwerk 12 Millionen Mitglieder unterwegs.

“Mit mehr als 12 Millionen Mitgliedern führt ResearchGate den Wandel in der Wissenschaft weg von isolierten Versuchen hin zu vernetzter Zusammenarbeit an”, sagt Ian Friedman, Co-Head bei Goldman Sachs Investment Partners, Venture Capital & Growth Equity. “Es ist eine wertvolle Gelegenheit für uns mit einem Team zusammenzuarbeiten, das die Veränderung in etwas so Wichtigem wie wissenschaftlicher Arbeit anführt. Wir freuen uns ResearchGate bei dem Ziel zu unterstützen, das Tempo des wissenschaftlichen Fortschritts voranzutreiben.”

Auch über ein Erlösmodell verfügt ResearchGate inzwischen. “Seit der Investitionsrunde im November 2015 hat ResearchGate mit dem Verkauf von Anzeigen für wissenschaftliche Produkte und Dienstleistungen sowie Stellenanzeigen erfolgreich sein Geschäftsmodell etabliert”, teilt das Start-up mit. Es läuft somit bei den Berlinern.

Hausbesuch bei Researchgate

ds-Haus- und Hoffotograf Andreas Lukoschek durfte sich 2013 bei Researchgate einmal ganz genau umsehen. Einige Eindrücke gibt es in unserer Fotogalerie.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.