"Analytics sollte mehr sein" goedle.io – und endlich verstehen Marketer ihre Kunden

Mit einer Machine Learning-API will das SaaS-Start-up goedle Marketern helfen, ihre Nutzerbasis endlich zu verstehen und will so Betreibern und Entwicklern von Smartphone-Apps helfen, die Nutzererfahrung durch Individualisierung zu verbessern.
goedle.io – und endlich verstehen Marketer ihre Kunden

Mit Hilfe der Machine Learning-API will das SaaS-Start-up goedle aus Köln Marketern helfen, ihre Nutzerbasis endlich zu verstehen und zeigen, welche Nutzersegmente in der mobilen App oder Web-Applikation überhaupt existieren. Ziel der Auftragnehmer dabei ist es, durch eine modifizierte App zu verhindern, dass Kunden abwandern. Je nach Kunde hat goedle.io ein vierstufiges Preismodell entwickelt. Das Start-up wird geführt von Martin Frank, Fabian Hadiji und Marc Müller und ist aktuell im Techstars Berlin Programm untergebracht.

“Analytics sollte mehr sein als nur eine graphische Nutzeroberfläche”

Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht goedle-Gründer Fabian Hadiji über individuellen Bedürfnisse des Nutzer, Algorithmen und Predictive Analytics.

Welches Problem wollen Sie mit goedle.io lösen?
Unsere Kunden wollen verstehen, warum Nutzer aus deren Smartphone-Apps oder Web-Portalen abwandern. Im besten Fall wollen sie auch mit Empfehlungen versorgt werden, um dies direkt zu verhindern. Um eine App für den Benutzer attraktiver zu machen, muss sie lernen, sich auf die individuellen Bedürfnisse des Nutzer einzustellen. Klingt erst mal logisch, doch ganz so einfach ist es nicht. goedle.io hilft Betreibern und Entwicklern von Smartphone-Apps die Nutzererfahrung durch Individualisierung zu verbessern. Dabei werden die Nutzer automatisch in Gruppen aufgeteilt, damit diese gezielt angesprochen werden können wie beispielsweise mit Tool-Tipps, Bedienungshilfen oder maßgeschneiderte Angeboten. Dabei hilft es enorm, dass unsere Algorithmen im Voraus sagen können, welche Nutzer zukünftig abwandern werden, sofern keine entgegenwirkenden Maßnahmen getroffen werden.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet goedle.io ein Erfolg?
Wir können gemeinsam auf über zehn Jahre Forschung im Bereich der Nutzeranalysen und Künstlicher Intelligenz zurückblicken. Die Erkenntnisse, die wir automatisiert liefern, werden heutzutage überwiegend durch manuelle Arbeit gewonnen oder gar nicht erst entdeckt. Mit unserer Erfahrung im Bereich der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens können wir den bestehenden Analytics-Markt grundlegend verändern. Wir glauben, dass Analytics mehr als nur eine graphische Nutzeroberfläche für riesige Datenbanken sein sollten.

goedle

Wer sind Ihre Konkurrenten?
Zum einen kann man dort existierende Analytics-Anbieter aufführen, die heutzutage umfangreiche Dashboards anbieten und bereits seit Jahren Nutzerdaten aus Smartphone-Apps oder von Webseiten sammeln. Viele von diesen Firmen entdecken langsam auch das Feld der Predictive Analytics für sich und beginnen Künstliche Intelligenz im Marketing anzuwenden. Die meisten dieser Anbieter kommen dabei allerdings aus den USA. Ansonsten gibt es noch einige kleinere Anbieter, die sich in dem Bereich in den letzten Jahres angesiedelt haben – unter anderem auch eine Firma namens Framed Data, die kürzliche gekauft worden ist.

Wo steht goedle.io in einem Jahr?
In den nächsten zwölf Monaten werden wir sicherlich weiter an unserer Produktreife arbeiten und das Team vergrößern. Wir arbeiten zurzeit
überwiegend mit Apps aus der DACH-Region zusammen und beginnen gerade auch auf dem Nordamerikanischen Markt Kunden zu akquirieren. Auf Dauer ist es das klare Ziel, das Produkt und die Firma international zu positionieren.

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Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.