Series-A Campus in Köln

Ein Inkubator für Startups am Ende der Seedphase

Der Start des Series-A Campus ist nur das letzte Zeichen eines kleinen Booms in Köln. Wer in die Räume des Series A Campus in Köln Westhoven kommt, findet auf zwei Etagen alles was er zum Arbeiten braucht! Der Anstieg zeigt, dass alternative Arbeitsformen auch in Köln immer angesagter sind.
Ein Inkubator für Startups am Ende der Seedphase
Mittwoch, 10. August 2016VonThomas Riedel

Es gibt einen neuen Inkubator in Köln! Mit dem Series A Campus ist in Köln Westhoven nun ein Space für Startups, die aus der Seedphase herauskommen, verfügbar. Die Betreiber haben den Bedarf ausgemacht und kurzerhand den Campus eingerichtet. Neben der üblichen Infrastruktur, stehen Startups das VC Netzwerk der Betreiber zur Verfügung. Mit dem bereits auf dem Campus ansässigen German ICT & Media Institute ist bereits ein Player vor Ort der Internet of Things Projekte umsetzt und Player wie Rewe oder Fraunhofer Fit einbringen.

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Wer in die Räume des Series A Campus in Köln Westhoven kommt, findet auf zwei Etagen alles was er zum Arbeiten braucht: Zum Großteil bereits eingerichtete Räumlichkeiten, die zum hinsetzen und Laptop aufklappen einladen, glasfaserschnelles Internet, sowie Küche, Supermarkt und Restaurants in der Nähe. Ausreichende Tiefgaragen- und Fahrrad-Stellplätze sind für Mieter des Spaces inklusive. Soweit so normal. Noch ist zudem nicht viel los auf den 450m², denn um den Softlaunch am 1. Juni wurde bewusst wenig Wind gemacht, sagen die Betreiber. Erste neue Mieter sollen aber bereits in wenigen Tagen einziehen und den Space für Series A Startups beleben.

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Die Betreiber

Die Betreiber sind Vater und Sohn van Megen. Der Vater Rudolf van Megen ist als Vorstand des IHK Ausschusses I+K, sowie als ehemaliger Geschäftsführer der SQS Software Quality Systems AG engagiert und als VC tätig. Das Gebäude, in dem sich der Campus befindet gehört zu SQS. Darüber hinaus ist er Vorstand des German ICT & Media Institute, das zu den ersten Mietern des Campus gehört, und bereits an der Umsetzung des Projekts “Digitales Viertel Köln” arbeitet. Sohn Christian van Megen ist mit seiner Beratungsagentur digitisation ebenso bereits im Campus anzutreffen und mit dem Aufbau des Campus betraut.

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Teil des Startup Ökosystems

Die Macher verstehen den im Service Park am Westhovener Berg gelegenen Campus als Plattform und Teil des Kölner Startup-Ökosystems. Die Betreiber wollen im Gespräch mit Gründern eine Nachfrage nach Räumlichkeiten für weiterentwickelte Startups ausgemacht haben. Denn für Startups in der Frühphase sei Köln mit dem Inkubator und Coworkingspace Startplatz im Kölner Mediapark bereits hervorragend aufgestellt. Dabei mag vor allem der gesteigerte Finanzierungsbedarf gegenüber der Seedphase gemeint sein. Denn Arbeitsplätze konnten Startups bisher auch im Startplatz, Solution Space oder Clusterhaus finden. Wie der Campus bei der lokalen Szene ankommen wird bleibt in dieser frühen Phase aber abzuwarten. Denn obwohl das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt – Arbeitsplätze beginnen ab 250 Euro – liegt Westhoven nicht gerade zentrumsnah. Mit der Linie 7 braucht man vom Neumarkt immerhin 20 Minuten.

Kleiner Boom der Spaces in Köln

Der Start des Series-A Campus ist nur das letzte Zeichen eines kleinen Booms in Köln. Mit den Headquarters Cologne sollen bis 2017 insgesamt 3 Spaces in Köln eröffnen (Teambüros, Coworking und das Headquarter an sich auf ca. 10.000m²). Das CoworkLab, der Ehrenspace, und das Cowoki sind weitere Spaces, die in den letzten 10 Monaten eröffnet haben. Von einer Abdeckung wie in Berlin ist Köln damit immer noch weit entfernt. Der Anstieg zeigt aber dennoch, dass alternative Arbeitsformen und innovative Geschäftsmodelle auch in Köln immer angesagter sind.

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Thomas Riedel

Thomas Riedel, Online-Redakteur von deutsche-startups.de und dem neuen Schwestermagazin digitale-leute.de und arbeitet seit 2005 als Journalist. Schon während seinem Volontariat bei einem regionalen Familienmagazin bloggt er über die Tech-Szene und baut den Online-Kalender Nerdhub auf, der deutschlandweit Termine agreggiert. Einen Namen machte er sich als Beobachter der regionalen Tech-Szene in NRW.