Werbung gezielt einsetzen admeee belohnt User für ihre Aufmerksamkeit

Das Hamburger Start-up spielt gezielt Angebote der Werbepartner aus und belohnen den User angemessen für seine Aufmerksamkeit. Die Höhe der Belohnung hängt davon ab, wie intensiv das Angebot von admeee genutzt wird. Über Quizfragen, die die Nutzer beantworten, werden Credits gesammelt. Je mehr, desto besser.
admeee belohnt User für ihre Aufmerksamkeit

Jedes Jahr setzt die Werbeindustrie Milliarden in Deutschland um, und jeder Konsument wird täglich mit Werbebotschaften konfrontiert wird. “Das ist eine Menge Aufmerksamkeit, die wir jeden Tag bewusst oder unbewusst für Werbung aufbringen. Belohnt werden wir Konsumenten dafür bisher jedoch nicht”, sagt admeee-Gründer Patrick Koch. Das bislang noch gebootstrappte Start-up admeee spielt gezielt Angebote der Werbepartner aus und belohnen den User angemessen für seine Aufmerksamkeit.

Die Höhe der Belohnung hängt davon ab, wie intensiv das Angebot von admeee genutzt wird. Und so geht es: Der User beantwortet täglich Quiz- und Interessensfragen und kann seine Antworten mit denen anderer Nutzer vergleichen. Mit jeder richtigen Antwort erhöht sich die Zahl der Credita. Und je höher die sind, desto Credits für Werbeangebote. Die Monetarisierung der Gründer Patrick Koch und Lutz Maichel erfolgt dabei über ein Provisionsmodell. Von den Werbeeinnahmen, die zum großen Teil an die Nutzer ausschüttet werden, bleibt ein Anteil bei admeee.

admeee

“Wir erhöhen die Wirksamkeit von mobiler Werbung”

Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht admeee-Gründer Patrick Koch über kleinen Smartphone-Displays, Werbekontakte und Quizfragen.

Welches Problem wollen Sie mit admeee lösen?
Wir erhöhen die Wirksamkeit von mobiler Werbung! Die kleinen Smartphone-Displays stellen die Werbeindustrie immer noch vor die große Herausforderung, wie sie die Nutzer effektiv erreichen können. Meist werden die Modelle aus der Webbrowser-Welt einfach heruntergeschrumpft. Allerdings bringt das nicht die erwartete Werbewirkung, da die Sichtbarkeit viel geringer ist oder man die Werbemittel bildschirmfüllend und damit maximal störend ausspielen muss. Das wiederum ist mobil ein großes Problem, weil Nutzer am Smartphone viel empfindlicher gegenüber Störungen sind.

Daher haben wir mit admeee eine App entwickelt, bei der die Werbung integraler inhaltlicher Bestandteil ist. Unsere Nutzer spielen abwechselnd Quizfragen und schauen dann aufmerksam für sie maßgeschneiderte Werbung. Für diese ehrliche Aufmerksamkeit werden sie belohnt. Die smarte Verknüpfung: Je erfolgreichen sie beim Quiz sind, desto höher fällt die Belohnung aus. Dadurch findet der Werbekontakt in einem sehr positiven situativen Umfeld statt und echte Views können in einer vorher vereinbarten Reichweite garantiert werden. Im Ergebnis führt das zu hohen Engagement- und Branding-Effekten und gleichzeitig zu einer überdurchschnittlichen Werbemittel-Performance.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet admeee ein Erfolg?
Wir arbeiten seit über einem Jahr an admeee und haben auf Basis des Nutzerfeedbacks viele Loops gedreht in der Konzeption, Validierung und Entwicklung der App. Dieses Vorgehen hat dazu geführt, dass wir jetzt sehr gute Werte bei den üblichen App-Kennzahlen wie Anteil aktiver Nutzer, Nutzerakquisitionskosten oder 7-weeks-retention, aber auch bei Performance-KPIs wie Klickraten haben. Das hilft uns natürlich auch bei den ersten Gesprächen, die wir jetzt mit größeren Werbepartnern führen. Wir befinden uns also nicht mehr in der ersten Gründungsstunde und haben inzwischen ausreichende Stabilität in unserem Geschäftsmodell, um sehr positiv in die Zukunft zu schauen.

Wo steht admeee in einem Jahr?
Die nächsten zwölf Monate haben wir strategisch in zwei Hälften unterteilt. In den nächsten sechs Monaten geht es darum, das Geschäft in Deutschland zu erweitern, d.h. weitere Werbepartner anzubinden, die Nutzerbasis auszubauen und unser zweites Standbein, unsere Marktforschungs-Engine, weiter zu entwickeln. Auch personell wollen wir uns etwas vergrößern. Anschließend haben wir für das erste Halbjahr 2017 etwa vier bis fünf weitere europäische Märkte im Auge, in die wir uns sehr gezielt hineinentwickeln wollen.

Kennen Sie schon unseren #StartupTicker? Der #StartupTicker berichtet tagtäglich blitzschnell über die deutsche Start-up-Szene. Schneller geht nicht!

Foto: admeee

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.