Backen kann jeder - ohne Zusatzstoffe Meisterwerk verschickt DIY-Backmischungen in Buchformat

Brot ist im hiesigen Kulturkreis eines der wichtigsten und zugleich vielseitigsten Lebensmittel. Doch während das traditionelle Bäckerhandwerk immer mehr zu schwinden scheint und Billigbäcker wie Pilze aus dem Boden schießen, ist das Hamburger Start-up Meisterwerk angetreten, DIY-Back-Kits in Buchformat zu verschicken.
Meisterwerk verschickt DIY-Backmischungen in Buchformat

Brot ist im hiesigen Kulturkreis eines der wichtigsten und zugleich vielseitigsten Lebensmittel. Doch während das traditionelle Bäckerhandwerk immer mehr zu schwinden scheint und Billigbäcker wie Pilze aus dem Boden schießen, ist das Hamburger Start-up Meisterwerk angetreten, DIY-Back-Kits in Buchformat zu verschicken. Die Backmischungen sind flach genug, um in den Briefkasten zu passen, “aber voller guter, bereits abgewogener Zutaten sind”, versprechen die Gründer. Das sind Sophie Oestreich und tolingo-Gründer Hanno von der Decken.

Der Backmischung liegt eine Backanleitung bei, die die Herstellung des Brotes gelingsicher macht – und das ohne künstliche Aromen oder Zusatzstoffe. Bisher stemmte das Duo die Startphase mit der ersten Produktion und dem Aufbau der Marke aus eigener Kraft. “Aktuell sprechen wir mit einigen Leuten, die sich beteiligen möchten, über mögliche Modelle”, sagt Mitgründerin Oestreich. Zunächst läuft bei Meisterwerk alles online ab. Langfristig wollen die Meisterwerk-Macher aber auch im Retail mitmischen “und bestenfalls über eigene Shops” im Segment mitmischen.

“Die größte Konkurrenz sind Aufback-Brötchen”

Team_Meisterwerk

Im Mini-Interview mit deutsche-startups.de spricht Meisterwerk Gründerin Sophie Oestreich über schlechte Backwaren im Ausland, DIY-Back-Sets und frische Blumen im Büro.

Welches Problem wollen Sie mit Ihrem Start-up lösen?
Das größte Problem lösen wir im Ausland, wo die Leute sehr eingeschränkten oder gar keinen Zugang zu leckerem, frischem und gesundem Brot haben, für das wir Deutsche ja so bekannt sind. Mit unseren Broten im Buch-Format können wir Haushalte auf der ganzen Welt bedienen. In Deutschland helfen wir den Leuten, die sich bisher noch nicht ans Brot Backen gewagt haben, da sie Angst vor dem Umgang mit Hefe haben, oder denken, es wäre zu aufwendig. Mit Meisterwerk versprechen wir, dass wirklich jeder, der zwei Hände, eine Schüssel, etwas Wasser und einen Ofen hat, leckeres Brot hinbekommt.

Jede Woche entstehen dutzende neue Start-ups, warum wird ausgerechnet Ihr Start-up ein Erfolg?
Wir haben uns nach der ersten Idee für ein DIY Brotback-Kit sehr viel Zeit genommen, genau zu überlegen, wie wir das Thema Convenience in jeden der Schritte, die der Kunde bei uns macht, hineinbekommen und wie wir die Marke Meisterwerk aufbauen wollen. Dabei haben wir die Erfahrung aus unseren Jobs und Projekten davor sowie unser Kontaktnetzwerk und natürlich viel Liebe eingebracht und am Ende ein wunderbares Produkt geschaffen, das hoffentlich Erfolg haben wird.

Wer sind Ihre Konkurrenten?
Konkurrenz sind für uns Produkte, die verhindern, dass die Leute Lust bekommen, ihr eigenes Brot zu backen. Dazu zählen zum Beispiel Aufback-Brötchen oder Billigbrote, die es überall günstig zu kaufen gibt, die aber leider voller künstlicher Zusätze sind, was Viele gar nicht wissen. Genauso auch Convenience-Backmischungen, die zwar günstiger sind, als unsere Backsets, aber den Kunden wenig an der Hand nehmen und auch keine besonderen Rezepturen mitbringen.

Wo steht ihr Start-up in einem Jahr?
In einem Jahr haben wir hoffentlich in Deutschland unsere Reichweite, die Community und unser Produktsortiment gut ausgebaut und bereits einige Auslandsmärkte erschlossen, in denen wir Leute richtig glücklich machen, weil sie endlich gutes, leckeres, frisches Brot genießen können. Und dann verdienen wir hoffentlich so viel, dass wir uns immer frische Blumen im Büro gönnen, das wäre so mein persönlicher Traum..

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Foto: Meisterwerk

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.

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