TTOOGG entstand während des Abis 18-Jähriger gründet Event-Alternative zu Facebook

Das Abitur zu überstehen verlangt vielen Schülern schon einiges ab. Till Kern bestand sein Abi mit 2,1 und programmierte nebenbei noch eine Social Media-App und gründete damit sein Start-up TTOOGG. Kern wollte eine Plattform schaffen, in der die Terminplanung im Fokus steht.
18-Jähriger gründet Event-Alternative zu Facebook

“Facebook ist wie das Schweizer-Taschen-Messer, es ist zwar gut kann aber nichts wirklich perfekt”, sagt Till Kern, Gründer von TTOOGG, gesprochen: TOCK. Er bemängelt etwa die Übersichtlichkeit und Benutzerfreundlichkeit des Social Networks, gerade in Hinsicht auf Veranstaltungen. Der junge Unternehmer steckte aber nicht den Kopf in den Sand, sondern entschloss sich, mit nur 18 Jahren das Problem zu lösen. Er wollte eine Plattform schaffen, in der die Terminplanung im Fokus steht. “Veranstaltungen auf eigene Bedürfnisse abstimmen und diese mit Freunden teilen, das ist das was man braucht wenn man Social-Media-User ist”, so der Gründer. Die Eltern des 18-Jährigen unterstützten ihren Sohn dabei nicht nur mental, sondern helfen ihm auch bei der Finanzierung und Umsetzung seines Projektes.

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Die Mitarbeiter Alexander Paulczynski, Matthias Pischka und Stefan Wehling sind daher auch vom Papa mit ausgesucht. Die drei Informatik-Master-Studenten sind Schützlinge des Professors Siegbert Kern an der FU Gelsenkirchen für Wirtschaftsinformatik. TTOOGG-Macher Kern selbst studiert an der TU München und treibt von dort aus sein Projekt weiter. Was aber ist TTOOGG nun eigentlich? Fangen wir mal mit dem ungewöhnlichen Namen an, der entstand während Kern Auslandsschuljahres in Neuseeland. Als Kern mit seinen Neuseeländischen “Buddies” (bzw. Guns) feiern war, stellte sich immer die Frage, wie lange man auf einem Event bleibe. Die Antwort war immer: “Till The Other One’s Gone Gun”. Da TOOGG eine eventlastige App ist, benannte Kern die Anwendung kurzerhand nach diesem Spruch.

Mit der Finanzierungshilfe von den Eltern und der Unterstützung der drei Master-Studenten, entwickelte Kern die App und schaffte es innerhalb weniger Monate den Terminkalender 2.0 in die Stores zu bringen. Seit Mitte Oktober kann man die App downloaden und sie als Eventplaner, Ideenbörse, Reminder oder aber auch als Chatroom benutzen. Das Ganze ist benutzerfreundlich aufgebaut und soll (nicht nur bei Studenten) für eine bessere Strukturierung sorgen. “Es ist einfach, persönlich und sorgfältig. Die App zeigt was man vor hat oder machen kann und lässt alles andere verschwinden. Die App ist für alle, denen ihr Kalender zu langweilig geworden ist. TTOOGG ist das soziale Netzwerk für Morgen”, sagt Kern selbstbewusst.

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Dabei zeigt App ein Ereignis nur, wenn man auch dazu eingeladen wurde. Was ist wirklich wichtig? Was kommt zuerst und was kann warten? Wer muss informiert werden? Was ist in einem Monat und was war letzte Woche? Was machen meine Freunde? Was kann ich machen? “TTOOGG klärt das schon”, verspricht der junge Gründer. Erste Downloadzahlen der kostenlosen App beweisen, dass Kern nicht ganz falsch liegt mit seiner Idee. Er wird sie weiter optimieren – Till the other one’s gone.

Conny Nolzen, geboren 1989, arbeitet seit September 2015 als Volontärin bei deutsche-startups.de. Die Hamburgerin konnte bereits, neben ihrer Tätigkeit als Pferdewirtin, verschiedene Start-ups mit kreativen Ideen unterstützen. Ihr besonderes Interesse galt hierbei den Gründerinnen der Szene. Erste journalistische Erfahrungen sammelte sie in der Nachrichtenredaktion eines Hamburger Radiosenders. Mit Conny kam auch der erste Bürohund zu ds - welcher (meistens) auf den Namen Emil hört.

  • dotnetdeveloper

    4 Jugendliche bauen eine App. Find ich erstmal gut. Aber hier ist dann viel zu lesen was der Entwickler “wollte” und was die App können “soll”. Da gibt es bestimmt schon in Deutschland einige Tausend jugendliche Entwickler die auch Apps bauen die was können sollen. Irgendwie wundere ich mich über die Grundlage dieses Artikels, zumal:

    “Erste Downloadzahlen der kostenlosen App beweisen, dass Kern nicht ganz falsch liegt mit seiner Idee.”

    ähm… hüstel… also keine Ahnung ob / wie ich die Zahlen für iOS sehen kann, da finde ich nur “We have not received enough ratings to display an average for the current version of this application.”

    Und bei Android? “Installationen: 100 – 500, Bewertungen: 7″. Also jetzt mal ehrlich: Nach 2 Monaten weniger als 500 Downloads, und das beweist “dass Kern nicht ganz falsch liegt mir seiner Idee.”??? Echt jetzt?? Die meisten Downloads und Bewertungen werden wohl gerade am Anfang von Freunden und Bekannten kommen. “Echte” Downloads sind also noch viel weniger…

    Nicht falsch verstehen: Ich finds super wenn Leute Probleme sehen und das angehen, keine Frage. Aber wenn man mit diesen Voraussetzungen (weniger als 500 Downloads nach 2 Monaten) mit einer Idee richtig liegt dann müsste es hier Tausende solcher Artikel geben. Kann ja sein das die App noch durchstartet, würde ich den 4 gönnen, aber noch ist das (zumindest anhand des Berichtes und der Zahlen) nicht abzusehen.

    Unabhängig davon das ich das Konzept noch nicht verstehe…. und hier auch leider nicht erklärt wird. Muss jeder Teilnehmer diese App haben? Geht das auch per Web oder Mail oder SMS alternativ? Auch inhaltlich lässt mich dieser Artikel ratlos zurück….

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