CeBIT investiert massiv in Startup-Halle Scale11: Hannover verwandelt sich in einen Hochseehafen

Die CeBIT-Crew hat ganz große Pläne in Sachen Start-ups. Die Start-up-Halle Scale11 soll "zu Europas führender Plattform für digitale Startups und disruptive Geschäftsmodelle" werden. Rund 250 Start-ups sollen auf der Scale11Platz finden und dabei Unternehmen, Kunden sowie Investoren treffen.
Scale11: Hannover verwandelt sich in einen Hochseehafen

Im kommenden März verwandelt sich die Halle 11 der CeBIT (14 bis 18. März) in eine stylische, moderne und etwas abgedrehte Hafen- und Schiffslandschaft. Hannover liegt somit erstmals an einem Hochseehafen. CeBIT-Chef Oliver Frese lässt für die Scale11, die im kommenden Jahr in besagter Halle 11 abermals stattfindet, sogar echte Schiffscontainer in die Hallen schleppen, Bühnen in Schiffsoptik erstellen und mehr. “Das Design soll Besucher anlocken und ein kreatives Umfeld schaffen”, sagt Frese zu diesem enormen Aufwand bei der Präsentation in Berlin. Das Ambiente soll aber vor allem zu Start-ups und deren Lebenswelt passen. Und nichts ist unpassender für Gründer als triste Messehallen. In Freses Bilderwelt sind in dieser Welt Unternehmen die schwerföälligen Containerschiffe und Start-ups die flinken Schnellboote. Nur damit jeder diese Hafenwelt auf der Scale11 richtig deutet.

Auch im kommenden Jahr sollen sich wieder zahlreiche Start-ups auf der Scale11 austoben und präsentieren können. Das Ziel von Frese und Co. ist hoch: Sie wollen mit der Art Untermesse der CeBIT nicht weniger als die “europaweit führende Plattform für digitale Start-ups und disruptive Geschäftsmodelle” aufbauen. Anders als auf anderen Messen und Events sollen Start-ups bei der Scale11 im Mittelpunkt stehen und “nicht nur schmückendes Beiwerk” sein. Start-ups sollen nach Freses Wunsch am Ende der Scale11 mit einem “Rucksack voller Terminen zurückkehren”. Terminen mit Kunden, etablierte Unternehmen und Investoren. Rund 250 Start-ups sollen auf der Scale11 in diesem Jahr Platz finden.

Ein sportliches Ziel, waren im vergangenen Jahr doch gerade einmal 100 Start-ups auf der Start-up-Messe vertreten. Zur Seite steht der CeBIT-Crew bei der Scale11 der Bundesverband Deutsche Startups (BVDS). Für Stallgeruch ist somit in Hannover gesorgt. “Start-ups sind auf der Suche nach Partnern, Kunden und Investoren. Scale11 bringt Startups und Grownups, sprich etablierte Unternehmen, zusammen und hat bereits in diesem Jahr erfolgreich bewiesen, dass dieser Brückenbau im Rahmen der CeBIT gelingt”, sagt Florian Nöll vom Startup-Verband.

Die Scale11 wird dabei aus fünf Bausteinen bestehen: Neben der klassischen Ausstellungsfläche wird es auch eine Konferenz, Events, Startup-Pitches und Workshops geben. Für mehr Übersicht sollen dabei etwa 15 Themenfeldern (Big Data, Digital Health, E-Commerce, FinTech, Internet of Things und mehr) sorgen, denen die teilnehmenden Start-ups zugeordnet werden. Ein Highlight dürfe der Founders Fight Club werden. Dabei müssen Start-up ihrem Pitch in einem echten Boxring austragen. Dieses Konzept passt auch gut zur Hafenwelt.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.