Konkurrenten nun vereint Oakley Capital liebt Parship und auch Elitepartner

Tommorow Focus verkauft die Partnervermittlung Elitepartner an Oakley Capital. Die private Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in London besitzt damit nun Elitepartner und Parship. Oakley Capital blickt nun "mit Spannung auf das zukünftige gemeinsame Wachstum der beiden Gesellschaften und Marken".
Oakley Capital liebt Parship und auch Elitepartner

In den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren haben sowohl das Medienunternehmen Holtzbrinck Digital als auch Tommorow Focus, gehört zu Burda, den wirtschaftlichen Spaß und das strategische Interesse an ihren Partnerbörsen verloren – einmal an Parship und einmal an Elitepartner. Der Hintergrund ist zumindest teilweise simpel: Seit dem Boom von Tinder, Lovoo und Co. sind simple Partnerbörsen bzw. Partnervermittlungen wie das genannte Duo nicht mehr in, scheinen keine Zukunft mehr zu haben. Nach Parship wandert deswegen auch Elitepartner unter das von Oakley Capital, einer privaten Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in London.

“Wir freuen uns sehr, dass wir eine Vereinbarung über den Erwerb von ElitePartner, einer äußerst starken Marke im Online-Dating-Markt, schließen konnten. Nach dem vor kurzem erfolgten Erwerb von Parship, blicken wir nun mit Spannung auf das zukünftige gemeinsame Wachstum der beiden Gesellschaften und Marken”, sagt Mark Joseph, Partner bei Oakley Capital. 22 Millionen Euro legt Oakley Capital für ElitePartner auf den Tisch (14,8 Millionen Euro sofort).

Die Zahlen von ElitePartner: Das Hamburger Unternehmen beschäftigt zuletzt rund 80 Mitarbeiter. 2014 erzielte das Unternehmen, das 2004 an den Start ging, einen Umsatz in Höhe von rund 28 Millionen Euro und ein EBITDA in Höhe von 2,6 Millionen Euro. Parship wiederum erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von rund 60 Millionen Euro (2013: 44,5 Millionen) und ein EBITDA in Höhe von acht Millionen (siehe auch Handelsblatt). Abgehalfterte Unternehmen sehen anders aus, der Kampf gegen Tinder und Co. wird für Elitepartner und Parship aber hart. Man sehen, wie Oakley Capital die beiden Marken nun gemeinsam positioniert. Eine gemeinsame Dachfirma wäre sinnvoll – dann wäre wohl, wenn es gut läuft, ein Unternehmen mit mehr als 100 Millionen Umsatz möglich.

Foto: Couple kissing under umbrella at the beach in sunset. Photo in old image style from Shutterstock

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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