Hazel Ahamer von Studiolution “Unsere Daten basieren also auf echten Umsätzen”

Studiolution ist eine Kassen- und Terminsoftware für Friseure, Nagel-, Kosmetik- und Sonnenstudios, gegründet von Hazel Ahamer, die im Gründer-Kurzinterview über Marketing Tools, Schnittstellen für Betriebsprüfer und weitere mögliche Branchen spricht.
“Unsere Daten basieren also auf echten Umsätzen”

Studiolution ist eine Kassen- und Terminsoftware für Friseure, Kosmetik- und Sonnenstudios. Gegründet wurde das Nürnberger Unternehmen von Hazel Ahamerund ihrem Mann Ralf. Im Gründer-Kurzinterview spricht die Mit-Gründerin über Marketing Tools, Schnittstellen für Betriebsprüfer und weitere mögliche Branchen.

Welche Idee steckt hinter Ihrem Start-up?
studiolution ist ein onlinebasiertes Termin-, Kunden- und Kassensystem, zum Beispiel für einen Frisörsalon. Alle Daten werden in der Cloud gespeichert. Man kann einen Termin mit einem Klick kassieren und man weiß sofort, welcher Umsatz mit welchem Kunden gemacht wird.

Das Ziel war und ist es lokale Betriebe betriebswirtschaftlich transparent, mit guten Marketing Tools auszustatten und damit erfolgreicher zu machen – zum Flattarif. Zu Beginn konzentrieren wir uns auf die Branche der Firsöre, Nagel- und Kosmetikstudios.

Wie sehr bzw. in welchen Punkten hat sich ihr Konzept von der ersten Idee bis zur Gründung verändert?
Die Idee ist grundsätzlich geblieben. Allerdings sind natürlich viele Features hinzugekommen, die sich durch die Erfahrungen unserer Kunden oder auch durch technologische und rechtliche Veränderungen ergeben wie beispielsweise spezielle Schnittstellen für Betriebsprüfer.

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
Es gibt hauptsächlich zwei große Lager: Kassensysteme und Terminsysteme. Zum einen unterscheiden wir uns von traditionellen Kassensystemen, da unsere Cloud-Lösung flexibel einsetzbar, überall verfügbar ist und auf nahezu jeder Hardware läuft. Unsere Kunden benötigen also keine teure Hardware, die oftmals 4-5.000 Euro kostet, sondern sind flexibel. Zum anderen bieten wir eine sehr breite Palette an Features ohne das System zu verkomplizieren.

Im Unterschied zu reinen Terminbuchungsplattformen können bei uns Termine nicht nur verwaltet werden, sondern durch den Salon auch gleich kassiert werden. Unsere Daten basieren also auf echten Umsätzen – inklusive Produktverkauf – und nicht nur darauf, was im Termin steht.

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?
Kunden – und davon viele.

Wie wollen Sie Geld verdienen und wann schreiben sie schwarze Zahlen?
Unsere Kunden bezahlen für unsere Leistung eine monatliche Gebühr zwischen 14,95 Euro und 24,95 Euro. Schwarze Zahlen werden wir nach etwa 3 Jahren schreiben.

Welche Märkte wollen Sie mittel- und langfristig erobern?
Unsere Software ist sowohl multilingual, als auch multi-currency fähig. Wir konzentrieren uns derzeit auf den deutschsprachigen Markt. Andere europäische Märkte werden noch in diesem Jahr angegangen.

Welche Meilensteine wollen Sie in den kommenden zwölf Monaten auf jeden Fall erreichen?
Wir wollen Kunden aus mindestens zwei weiteren Ländern. Außerdem werden wir uns branchenseitig auf mindestens eine weitere Branche konzentrieren.

Im Fokus: Weitere Interviews mit jungen Gründern gibt es im Special Gründerinterviews

Zur Person:
Hazel Ahamer ist in London aufgewachsen und studierte englische und deutsche Literatur. Vor der Gründung von Studiolution setzte sie Projekte wie TV Spots, Akquise Maßnahmen in unterschiedlichsten Ländern (Print, Events bis Online) oder wie auch zuletzt Mobile Kampagnen für verschiedene Unternehmen um.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.

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