5 neue Start-ups Melmao, Salt.IRM, WebQR, Vertragslotse, LivingKidsBooks

In unserer Rubrik “5 neue Start-ups” gibt es Woche für Woche neue Start-ups und Internetprojekte aller Art in Kurzform. Diesmal stellen wir Melmao, Salt.IRM, WebQR, Vertragslotse und LivingKidsBooks. Das Start-up liest Kindern am Computer ausgewählte Kinderbücher vor, die von professionellen Sprechern eingelesen wurden.
Melmao, Salt.IRM, WebQR, Vertragslotse, LivingKidsBooks

Tagtäglich entstehen in Deutschland unzählige neue Start-ups – siehe auch unser Special Brandneue Start-ups. Leider können wir nicht alle neuen Start-ups in aller Ausführlichkeit vorstellen. In unserer Rubrik “5 neue Start-ups” gibt es deswegen Woche für Woche neue Start-ups und Internetprojekte aller Art in Kurzform.

Melmao ist soziales Netzwerk für Kinder

Schutz: Eltern mit Schulkindern sind soziale Netzwerke ein Graus, denn schnell entziehen sich die Kontakte dem Überblick und vermeintliche Bedrohungen können im Web und den Netzwerken an jeder Ecke lauern. Das Berliner Unternehmen Human Interface Network (HIN) bietet mit melmao ein Netzwerk an, das sich an die Zielgruppe der acht- bis 14-jährigen Kinder richtet. Das Start-up um Gründer Stephan Lethaus ist werbefrei, weil es sich über einen monatlichen Mitgliedsbeitrag finanziert. Melmao verspricht, keine persönlichen Daten des Kindes an Dritte weiterzuleiten. Zusätzlicher Schutz: Die Teilnehmer des Netzwerkes können nur von den Kindern kontaktiert werden können, die aus dem realen Leben bekannt sind. Die Kontaktaufnahme kann nur mit Hilfe eines so genannten Freundschaftscodes stattfinden. Dieser kann nur direkt von den Kindern persönlich weitergegeben werden.

Salt.IRM will Kooperationen fördern

Guter Rat ist teuer: Wer online shoppt ist häufig auf Empfehlungen anderer Kunden angewiesen. Bloggern mit große Reputation – so genannten Social Influencer – in bestimmten Segmenten, wie Mode oder Elektronik beispielsweise, werden dann gerne zu Rate gezogen. Das haben auch Unternehmen erkannt. In Münster wurde daher Salt.IRM (IRM steht für Influencer Relationship Management) gegründet. Das Start-up hat es sich mit seiner Technologie zum Ziel gesetzt, die Interaktion zwischen Unternehmern und Meinungsmachern zu fördern. „Der ganze Prozess der Influencer-Relations wurde mithilfe unserer Technologie auf Seiten der Unternehmen und Influencer vereinfacht. Beide Seiten können über die Salt.IRM Software unkompliziert interagieren und zum Beispiel ihre Buchungen, Rechnungen und Verträge abwickeln“, so Robert Levenhagen, Gründer und Geschäftsführer von Salt.IRM. Das Tool ist ein Produkt der Silk & Salt Tech GmbH & Co. KG.

WebQR befragt Kunden

Meinung: Hotels, Restaurant oder auch Geschäfte oder kulturelle Einrichtung leben von der Zufriedenheit und Meinung ihrer Kunden oder Gäste. Bewertungsportale geben immer nur einen keinen Ausschnitt wider. Wer es noch genauer wissen will, kann ab sofort mit dem Start-up webQR aus Herford (bei Bielefeld) um Gründer Christian Nagel eigen Kundenumfragen in Echtzeit durchführen. Im Kundessystem stehen hierfür eigene Bilder sowie ein eigenes Design zur Verfügung, mit dessen Hilfe schnell die Kunden via App befragen können.

Vertragslotse behält den Überblick

Verträge: Praktisch jeder Mensch hat mehrere Verträge: Bahn-Card, Versicherungen oder Handy. Die laufen und laufen und laufen und fast niemand denkt daran, sie rechtzeitig zu kündigen. Nachteil: die Verträge verlängern sich vielfach automatisch und dadurch entstehen Kosten, die nicht notwendig sein müssten. Hier setzt das Berliner Start-up Vertragslotse an. Das Unternehmen will helfen, Verträge schnell zu kündigen. Eigenen Angaben nach umfasst die Datenbank insgesamt rund 3500 Unternehmen und soll auch weiterhin ergänzt werden. Zudem will das Unternehmen helfen, die Verträge der Kunden zu verwalten. Die Anmeldung bei Vertragslotse ist kostenfrei, Gebühren fallen aber an für den Versand von Briefen und Einschreiben. Gegründet wurde das Start-up von Sebastian Schlaak und Jan Hendrik Ansink und ist im Web und mobil nutzbar.

LivingKidsBooks liest Kindern vor

Hörbücher: Statistiken behaupten, deutschen Kindern würde zu wenig vorgelesen. Das will LivingKidsBooks wieder ändern und ist daher als eine Plattform online gegangen, auf der in kindgerechten Filmen Bilder- bzw. Kinderbücher vorgetragen werden. In kurzen Filmen werden Bilderbücher von professionellen Sprechern kindgerecht eingesprochen und die dazugehörigen Bilder gezeigt. Derzeit sind rund 20 Buchfilmen zu Büchern aus 6 Verlagen eingelesen. Hierfür werden Linzenzverträge mit Verlagen geschlossen. LivingKidsBooks ist ein Projekt der Abovo-IT mit Sitz in Würselen und wurde von Claus R. F. Overbeck gegründet.

Im Fokus: Artikel über taufrische Start-ups gibt es in unserem Special Brandneue Start-ups

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.