Kurzmitteilungen Vier Namenswechsel und reichlich Expansionen

In den Kurzmitteilungen gibt es regelmäßig aktuelle Neuigkeiten in Kurzform. Weniger wichtig sind diese Neuigkeiten deswegen aber nicht. Heute geht es um Fairnopoly, xx-well.com, Westwing, Mornin' Glory, Doodle, Pepperbill, DUB.de, goderma und noknok24. Fairnopoly etwa heißt nun Fairmondo.
Vier Namenswechsel und reichlich Expansionen

Jeden Tag prasseln auf die Redaktion von deutsche-startups.de unzählige Nachrichten ein. Leider können wir nicht alle Neuigkeiten in aller Ausführlichkeit weiterverbreiten. In den “Kurzmitteilungen” gibt es deswegen regelmäßig aktuelle Neuigkeiten in Kurzform. Weniger wichtig sind diese Neuigkeiten deswegen aber nicht.

Fairnopoly heißt nun Fairmondo

Namenswechsel: soziale Online-Marktplatz Fairnopoly heißt nun Fairmondo. “Es begann mit einem Brief von einer internationalen Rechtsanwaltskanzlei. Der US-Spielwarenkonzern Hasbro Inc., Eigentümer der Marke ‘Monopoly’, forderte uns auf, unseren Namen ‘Fairnopoly’ aufzugeben”, heißt es auf der Website. Es ging sogar ohne großen Stress über die Bühne: “Eine freundliche Einigung ohne Rechtsstreit war nur noch eine Sache der Aushandlung von Details. Wir danken Hasbro für den fairen Umgang in diesen Gesprächen”.

Aus xx-well.com wird Welldoo

neuer Name: Der Hamburger Verlag Gruner + Jahr (gehört seit Kurzem zu 100 Prozent zu Bertelsmann in Gütersloh) benennt seine Berliner Tochterfirma xx-well.com um. Ab sofort hört das eHealth-Unternehmen auf den Namen Welldoo. Das 2000 gestartete Portal entwickelt und betreibt im Auftrag von Krankenkassen, Pharmaunternehmen und FMCGs (Fast Moving Consumer Goods) nutzerzentrierte digitale Coaches und E-Learning-Services zur Prävention, Therapiebegleitung, Gesundheitsförderung und Kundenbindung. Seit Gründung hat das Unternehmen in Zusammenarbeit mit Krankenkassen und Consumer Brands nach eigenen Angaben über 150 digitale Gesundheitsanwendungen in 15 verschiedenen Sprachen entwickelt.

Westwing expandiert in Osteuropa

Wohnaccessiores: Westwing, Online Shopping-Club für Home und Living, ist jetzt auch in Tschechien, Ungarn und der Slowakei erreichbar. Damit baut das Unternehmen seine Marktpräsenz auf 15 Länder weltweit aus. Der 2011 in Deutschland gegründete Shopping-Club hat eigenen Angaben nach mittlerweile über 17 Millionen Mitglieder weltweit, darunter in etablierten Märkten wie Deutschland, Spanien, Frankreich oder Italien aber auch in Ländern wie Brasilien, Russland und Kasachstan.

Mornin’ Glory wird One-Stop-Shop

Bartträger: Mit dem Start eines One-Stop-Shop für Rasur will sich das Berliner Start-up Mornin’ Glory um Gründer Nicolas Stoetter als Komplett-Anbieter für Rasur positionieren. Über Mornin’ Glory können Männer ab sofort alles Nötige bestellen, dass sie zur Rasurvorbereitung, Rasur und Rasurnachbereitung benötigen. Nach der Etablierung des Abo-Modells in der DACH-Region könne man durch eine Verbreiterung und Öffnung des Abo-Modells weiter in Europa Fuß fassen, sind sich die Berliner sicher. Weitere Pläne dafür gibt es auch schon: In den nächsten Jahren will Mornin’ Glory eine europäische Männer-Pflegemarke aufbauen und neben eigenen Produkten Fremdmarken anbieten, die zur Positionierung passen, so Stoetter.

Doodle eröffnet Büro in der deutschen Hauptstadt

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin: Doodle, der Termin-Onlineplaner aus der Schweiz, eröffnet zum neuen Jahr hin in Berlin ein Büro. Von dort aus sollen zunächst zehn Mitarbeiter das internationale Geschäft des Webservices unterstützen – vor allem in den Bereichen Online-Marketing und Weiterentwicklung der mobilen Doodle-Anwendungen, heißt es aus dem Unternehmen. Ziel dieser Entscheidung ist es, Doodle zu einer zentralen globalen Plattform auszubauen und Online-Terminplanung zum internationalen Standard zu machen, heißt es im besten Marketingsprech aus Zürich, dem Hauptsitz des Unternehmens. Doodle werde derzeit beruflich und privat von monatlich 20 Millionen Menschen auf der ganzen Welt genutzt.

Pepperbill kassiert in der Schweiz

Statt Stift und Notizblock: Pepperbill, Anbieter des gleichnamigen iPad-Kassensystems für die Gastronomie, betritt den Schweizer Markt. Den Gastronomen jenseits der Alpen bietet das Start-up aus Erfurt um Gründer Marcel Mansfeld ab sofort eine iOS-basierte Lösung an. Servicekräfte können mit pepperbill Bestellungen mobil aufnehmen und direkt an den Bon-Druck am Tresen oder in der Küche schicken. Das System kann 30 Tage lang kostenfrei getestet werden, für die Jahreslizenz berechnen die Erfurter 619 Franken pro mobilem Endgerät. Zusätzliche Geräte können für 59 Franken im Monat flexibel hinzugedacht werden. Pepperbill ist bereits seit Juni 2012 in Deutschland und seit März 2014 auch in Österreich präsent.

DUB.de launcht Crowdinvesting-Plattform

Schwarm: Das Mittelstandsportal DUB.de (Deutsche Unternehmerbörse) ergänzt sein Angebot seit Oktober um eine Crowdinvesting-Plattform und bietet Start-ups nun eine weitere Möglichkeit, sich Kapital zu beschaffen. Ziel ist es, die jungen Unternehmen und unternehmerische Investoren zusammenzubringen. Auf der Seite können sich nun junge Unternehmen präsentieren, den potentiellen Geldgebern müssen sich die Start-ups in der Rubrik Crowdinvesting mit Angaben zum jeweiligen Finanzierungsvorhaben, einem Video sowie einem Businessplan vorstellen. Registrierte DUB.de-Nutzer können sich je Projekt mit Beträgen ab 100 Euro beteiligen. „Durch zahlreiche Gespräche mit unseren Klienten weiß ich, dass seitens der unternehmerischen Investoren ein großes Interesse daran besteht, sich an aussichtsreichen Geschäftsideen zu beteiligen“, sagt sagt Nicolas Rädecke, Geschäftsführer der Deutschen Unternehmerbörse DUB.de aus Hamburg.

Mit neuem Namen expandiert goderma in die USA

Hautprobleme: Das im Bereich mHealth tätige Berliner Start-up-Unternehmen goderma der beiden Gründer Simon Bolz und Simon Lorenz expandiert in die USA. Nach nur acht Monaten am deutschen Markt hat das Unternehmen damit auch seinen Namen geändert und tritt hüben wie drüben unter dem Firmenname Klara auf. Klara ist eine App, die Menschen mit Hautproblemen einen schnellen Zugang zu einer fachärztlichen Ersteinschätzung gibt und es Hautärzten ermöglicht, über das Smartphone sicher und direkt mit Ihren Bestandspatienten zu kommunizieren. „Wir sehen uns in dem Bereich mHealth in Deutschland als die Vorreiter“, so Bolz. Bisher wurde die App eigenen Angaben nach über eine Viertelmillion Mal heruntergeladen und in über 100 Ländern auf Apple-Geräte installiert.

noknok24 gibt sich einen neuen Namen

Neuer Name: Das WG-Portal noknok24 ändert seinen Namen in wg-suche.de. Mit dem neuen Namen wg-suche.de will das Portal den Fokus noch deutlicher auf das Thema „Wohngemeinschaft“ setzten. Wer Mitbewohner sucht, erhält über das Portal bereits vor dem ersten Gespräch einen Eindruck, ob der Bewerber in die WG passt. Durch User-Profile mit Facebook-Anbindung werden mehr Informationen zu den potentiellen Mitbewohnern gegeben, als dies auf den klassischen WG-Portalen üblich ist. Mit wg-suche.de sollen schon online Wohngemeinschaften gegründet werden können. Noknok24 wurde im September 2012 von Natascha Wegelin und Carsten Wagner gegründet.

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Foto: News from Shutterstock

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.