Mobile Webseite Mit snapmobl in zwei Minuten mobile Webseiten erstellen

Für lokale Unternehmen ist die Erstellung einer mobilen Webseite als Agenturleistung ein teurer Spaß. snapmobl bietet eine Lösung, mit der jeder selbst innerhalb kürzester Zeit seine eigene Mobilversion erstellen kann. Lokale Unternehmen können die Lösung ohne Registrierung ausprobieren.
Mit snapmobl in zwei Minuten mobile Webseiten erstellen

Gerade für kleine Unternehmen mit Laufkundschaft (darunter Ärzte, Frisöre und Restaurants) ist eine mobile Webseite immens wichtig, da potentielle Kunden unterwegs und per Smartphone danach suchen. Gibt es keine spezielle Mobilversion, ist die Abbruchrate aufgrund langer Ladezeiten und Unübersichtlichkeit groß. Leider ist die Erstellung einer mobilen Version als Agenturleistung teuer, Baukasten-Systeme sind oft kompliziert.

Alle relevanten Infos auf der ersten Seite

Eine unkomplizierte Lösung bietet das Kieler Start-up snapmobl an. Mit der Anwendung erstellen lokale Unternehmen innerhalb von ein bis zwei Minuten eine mobile Version ihrer Webseite, auf der alle wichtigen Informationen gleich auf der ersten Seite zusammengefasst und abrufbar sind – ohne Download, Installation oder technische Vorkenntnisse.

Herzstück der Anwendung ist eine Technologie, die den HTML-Code der eigenen Webseite analysiert und Seitenstruktur, Überschriften, Bilder, Geschäftsadresse etc. erkennt. Daraus zieht sich der Algorithmus die für mobile Nutzer relevanten Informationen und fügt sie in neuer Form zusammen. Das Ergebnis ist eine Mobilversion, die innerhalb einer Sekunde lädt und auf deren Front-Seite Nutzer sofort alle wesentlichen Dinge wie Adresse und Öffnungszeiten im Blick haben und direkt aus der Anwendung heraus anrufen oder die Google-Maps-Navigation abrufen können.

Ein Editor ermöglicht letzte Anpassungen

Bei ihrem Start-up haben die beiden Macher Stephan Naujoks und Oliver Welge viel Wert auf Nutzerfreundlichkeit gelegt: Ohne Registrierung können User auf der Webseite ihre Internetadresse eingeben, die Seite analysieren lassen und kurz darauf die Mobilversion begutachten. Erst dann, wenn die Mobilversion auch wirklich genutzt und veröffentlicht werden soll, ist die Registrierung erforderlich.

Da bei einer automatisierten Erstellung am Ende vielleicht doch etwas missfällt – ein Bild kommt nicht gut rüber oder ein Text ist zu lang – gibt es einen Editor, mit dem sich verschiedene Dinge manuell anpassen lassen. Ein virtueller Mitarbeiter gibt sogar Tipps, weist auf mögliche Probleme hin und stellt passende Möglichkeiten vor.

Kostenpflichtig erst ab 500 Besuchern pro Monat

Die Erstellung der eigenen mobilen Webseite ist zunächst einmal kostenlos. Erst ab 500 Besuchern pro Monat erhebt das Start-up eine Gebühr von 11,70 Euro pro Monat bzw. 117,00 Euro im Jahr. „Da die Seiten bei uns generiert werden, ist das Hosting inklusive und Kunden müssen sich keine Gedanken darüber machen, ob auch neue Formate wie zum Beispiel Google Glass unterstützt werden“, erklärt Naujoks. Wenn Kunden auf die kostenpflichtige Premiumversion übergehen, erhalten sie zusätzliche Features wir automatische Synchronisation und Marketing-Möglichkeiten.

Damit jeder seinen Zahnarzt um die Ecke selbst überzeugen kann, hat snapmobl ein Empfehlungsprogramm entwickelt: Wer auf Webseiten stößt, die mobil einfach furchtbar aussehen, kann snapmobl den Link schicken und erhält einen Vorschlag für eine mobil-optimierte Seite samt Analyse. Diese kann man dem Zahnarzt in die Hand drücken und erhält noch eine Provision, falls dieser daraufhin snapmobl in Anspruch nimmt.

Mitbewerber gibt es für snapmobl bisher vor allem im Shopbereich: Sowohl CouchCommerce als auch Shopgate bieten Lösungen an, mit denen Online-Händler ihren Shop für Smartphones optimieren können. Etwas Vergleichbares für lokale Händler und Betriebe mit Laufkundschaft scheint es bisher noch nicht zu geben – laut Naujoks nicht einmal in den USA. Deshalb sind die Gründer gleichzeitig in den USA gestartet. Sollte sich in den kommenden Monaten ein Business Angel finden, der das Team unterstützt, will es auch den skandinavischen und asiatischen Markt angehen.

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Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.