Suchmaschine Grapper will Sammlerherzen höher schlagen lassen

Grapper kommt als "eine innovative, automatisierte, vertikale Suchmaschine für seltene Angebote im Internet" daher. Um Grapper nutzen zu können, muss man sich zunächst anmelden. Grapper ist somit mehr als eine Meta-Suchmaschine. Nach der Anmeldung kann man seine Suchanfragen definieren.
Grapper will Sammlerherzen höher schlagen lassen

“In drei Jahren wird fast jeder Sammler und Liebhaber von seltenen Dingen weltweit über Grapper suchen. Dann wird man seine seltenen Stücke übrigens nicht mehr suchen und finden, sondern ‘grappen'” – so lautet die Vision von Michael Trautmann und Florian Jäcksch. Das Duo bezeichnet sein Start-up Grapper als “eine innovative, automatisierte, vertikale Suchmaschine für seltene Angebote im Internet”. Wobei die “automatischen Benachrichtigungsfunktione im Push-Prinzip” die zusätzliche Killerfunktion für Sammler sein.

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Und beim Sammeln kennt sich Trautmann aus: Er liebt Antiquitäten und antike Toaster. Mit über 3.000 Sammlerstücken hat er wohl eine der größten Toaster-Sammlungen der Welt zusammen getragen. Aus der Frage “Wie finde ich am effektivsten die besten und seltensten Stücke” entstand schließlich die Idee zu Grapper. Um Grapper nutzen zu können, muss man sich erst einmal anmelden. Grapper ist somit mehr als eine simple Meta-Suchmaschine. Nach der Anmeldung kann man seine Suchanfragen definieren. Nach der Abspeicherung dieser Anfragen kann man sich dann alle Ergebnisse bei eBay und einigen (leider noch zu wenigen) anderen Plattformen anzeigen lassen. Was mitunter aber leider etwas dauert. “Momentan optimieren wir die Suchtechnik und binden laufend neue Partner ein, in deren Angeboten Grapper sucht”, sagt Trautmann. Schon bald soll es aber auch in anderen Ländern mit Grapper losgehen – etwa in Frankreich.

Bei der Refinanzierung setzen die Grapper-Macher auf Onlinewerbung. “Durch die Vertikalisierung, also die Spezifizierung auf ein Thema, gewährleisten wir hohe Konversionsraten und erzielen somit höhere Werbepreise als zum Beispiel Google. Neben der Onlinewerbung werden wir auch Werbeplätze vermarkten, die in den automatischen Benachrichtigungen für den Suchenden geschaltet werden können. Schon jetzt erhalten wir mehr Anfragen nach Werbeplätzen, als wir befriedigen können”, berichtet der Gründer. Klingt nach einer gute Idee. Die Umsetzung in Bezug auf Partner und Usability (gerade beim Anlegen von Suchanfragen) muss aber noch besser werden. Der Sammlermarkt ist zudem schwierig. Zum Glück bringen Trautmann und Co. Stallgeruch für die empfindlichen Sammlerseelen mit.

Foto: Unidentified people at a traditional flea market from Elena Dijour / Shutterstock.com

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.