Gastbeitrag von Stephanie Richter 5 goldene Regeln der Unternehmensgründung

Wer seine Geschäftsidee nicht auf einem Fest der eigenen Familie erklären kann, wird scheitern. Klingt dramatisch, zeugt aber tatsächlich von einer Fähigkeit, die unabdingbar ist, wenn man ein Start-up gründen möchte. Das bedeutet: Fremdwörter sind tabu. Gastbeitrag von Stephanie Richter.
5 goldene Regeln der Unternehmensgründung

Aller Anfang ist nicht schwer. Das gilt zumindest für Unternehmensgründungen, die man vorher kreuz- und querdenkt. Die folgenden 5 Regeln helfen Gründern, einen klaren Kopf zu bewahren und zielstrebig das zu tun, was sie lieben: einzigartige Ideen erfolgreich umsetzen.

1. Wenn deine Mutter dein Produkt nicht versteht, tut es niemand
Wer seine Geschäftsidee nicht auf einem Fest der eigenen Familie erklären kann, wird scheitern. Klingt dramatisch, zeugt aber tatsächlich von einer Fähigkeit, die unabdingbar ist, wenn man ein Unternehmen gründen möchte. Man muss in der Lage sein, sein Produkt mit einfachen Worten erklären zu können. Das bedeutet: Fremdwörter sind tabu, Analogien aus dem Alltag die Königsdisziplin. Schließlich könnte hinter jedem Gespräch auf einer Veranstaltung der nächste potenzielle Kunde stecken.

2. Finde Mitgründer, die Fragezeichen in deinem Kopf hinterlassen
Ein Gründerteam muss komplementär sein, sich gegenseitig herausfordern und eine Kombination von Eigenschaften haben, die das große Ganze mit dem gewissen Etwas vereinen. Wenn man auf der Suche nach weiteren Köpfen ist, sollte man sich deshalb vorher fragen, welchen Charakter man selbst hat und welchen man sucht, um sich zu ergänzen. Dabei ist stutzig werden ein bewährter Indikator, um jemanden zu finden, mit dem man konstruktiv diskutieren kann.

3. Fake dein Beta-Produkt
Um sein Produkt schnellstmöglich am Markt zu testen, gibt es eine goldene Regel: nicht Deutsch sein. Bürokratie, lange Prozesse und Entwicklungsphasen verbrauchen viele Ressourcen, von denen man noch nicht absehen kann, ob sie sich lohnen. Deshalb sollte man es sinnbildlich wie Fred Feuerstein machen: Man setzt sich in ein Auto, das bis dahin nur eine hochentwickelte Karosserie hat, und fängt selbst an zu treten, bis man die ersten 5 Kunden gewonnen hat. Danach kann der Motor entwickelt werden und das Auto läuft von selbst.

4. Ohne Kennzahlen kein Schulterklopfen
Ein Startup lebt von Mitarbeitermotivation, Teamgefühl und Tatendrang. Um seinen Mitarbeitern (und sich selbst) auf die Schulter klopfen zu können, ist es wichtig, bereits vor dem Start Kennzahlen zu definieren, an denen man seinen Erfolg messen möchte. Nur wenn man misst, was man probiert, kann man mit Sicherheit sagen, welche Strategie für das eigene Unternehmen funktioniert. Ein Bauchgefühl ist gut, aber datengetriebene Entscheidungen sind besser, damit das Startup wachsen kann. Für ein SAAS-Unternehmen wie Adspert sind oftmals Kennzahlen wie die Churn-Rate und Customer Acquisition Cost relevant.

5. Die Ruhe vor dem Sturm hört nie auf
Ein Gründerherz muss quirlig, ruhelos und hungrig sein, denn ein Startup ist immer in Bewegung. Es gibt keine Ruhe vor dem Sturm, sondern nur Sturm und keine Ruhe. Dabei ist es wichtig, sinnbildlich das Steuer nie loszulassen und seine Mitarbeiter dazu zubewegen in die gleiche Richtung zu rudern. Stillstand ist keine Option, denn nachdem ein Ziel erreicht wurde, gibt es ein neues. Wenn man zum Beispiel seinen 100. Kunden gewonnen hat, muss es Ziel sein, die nächsten 100 von sich zu überzeugen.

Passend zum Thema: “10 Regeln für ein großartiges Start-up

ds-SRichter

Zur Person
Stephanie Richter ist COO und Mitgründerin von Adspert. Das Online Marketing Tool setzt den idealen Preis für jede Google Werbung mit Hilfe finanzmathematischer Algorithmen, sodass Unternehmer Geld und Zeit sparen.

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