Gastbeitrag von Daniel Ender

Wie man den optimale Partner für Online-Couponing findet

Wie können Shops oder Agenturen in diesem mitunter schwer zu überblickenden Markt den besten Partner für sichere und gut performende Gutschein-Kampagnen finden? Shops und Agenturen sollten potenziellen Partnern immer sechs Fragen stellen. Gastbeitrag von Daniel Ender (Gutscheinsammler).
Wie man den optimale Partner für Online-Couponing findet
Donnerstag, 17. April 2014Vonds-Team

Die Affiliate-Branche erlebt in diesen Tagen Umbrüche und Aufbruchsstimmung zugleich – während auf der einen Seite beispielsweise Meldungen über Stellenabbau bei großen Affiliate-Netzwerken die Runde machen, verschärft sich der Wettbewerb im Bereich des Online-Couponings. Insbesondere im Teilbereich des Marktes für kostenlose Rabattcodes ist der Wettbewerb groß, da viele Anbieter auf dem Markt sind. Für die werbetreibenden Online-Shops bringt der Wettbewerb der Gutscheinportale jedoch nicht zwingend unmittelbare Vorteile – denn der Markt ist unübersichtlich: Neben etlichen solide wirtschaftenden und fair agierenden Gutscheinportalen gibt es zahlreiche Seiten, deren Geschäftsgebaren aus Sicht von Branchenexperten zumindest hinterfragt werden sollte.

Wie können Online-Shops oder Internet-Agenturen in diesem mitunter schwer zu überblickenden Markt den besten Partner für sichere und gut performende Gutschein-Kampagnen finden? Auf die Beratung kommt es an. Nur wenige Portale bieten alles, also eine große Anzahl an attraktiven Gutscheinen, diversifizierte Reichweite und vor allem echte Beraterkompetenz. Diese Beratungskompetenz zeige sich vor allem im direkten Dialog mit den Online-Shops oder den Agenturen. Beispielsweise bei der Planung und Ausrichtung, sowie im aktiven Reporting der Kampagne trenne sich die Spreu vom Weizen. Eine Empfehlung ist die Durchsicht der “10 Handlungsempfehlungen für Online-Couponing“, die der BVDW im Spätsommer vergangenen Jahres im Rahmen des Leitfadens Online-Couponing herausgegeben hat. Zum anderen jedoch sollten Online-Shops und Agenturen potenziellen Partner immer sechs Fragen stellen.

1. Wie würden Sie den Gutschein gestalten?
Neukunden gewinnen, Bestandskunden reaktivieren, Warenkörbe erhöhen: Gutscheine lassen sich flexibel auf Unternehmensziele einstellen. Professionelle Publisher fragen daher als allererstes nach dem Ziel, das die Kampagne erreichen soll. Und wissen auf dieser Basis sofort, wie sie den Gutschein bewerben müssen. Sie helfen selbstverständlich auch dann, wenn das genaue Ziel oder die genaue Ausgestaltung des Gutscheins erst definiert werden soll – mit individueller Beratung.

2. Welche Art von Gutscheincode lässt sich am besten steuern?
Ein one-size-fits-all Lösung gibt es im professionellen, seriösen Online-Couponing niemals. Deswegen muss auf diese Frage immer eine Gegenfrage kommen. Top-Publisher empfehlen Online-Shops mindestens die Verwendung von uniquen Gutscheincodes, um die Aussteuerung im Griff halten zu können. Im Optimalfall wird sogar ein Exklusiv-Gutschein konzipiert, der später nur auf diesem Portal bzw. über die ausgewählten Kanäle des Gutscheinportals zum Einsatz kommt. Folgt auf die oben skizzierte Frage also keine Gegenfrage oder ein konkreter Vorschlag: Finger weg von diesem Publisher.

3. Wie stellen Sie sicher, dass die vorgegebenen Ziele erreicht werden?
Messbarkeit ist Pflicht, laufende Optimierung die Kür. Gute Publisher stellen sicher, dass Gutscheine genau im vorgegebenen Umfeld erscheinen und ausschließlich im vereinbarten zeitlichen Rahmen nutzbar sind. Sie bieten zudem Reports über Performance und zeigen Verbesserungsmöglichkeiten auf.

4. Welche vergleichbaren Kampagnen gibt es im Markt?
Auch bei dieser Frage zeigt sich, wie gut der Publisher wirklich ist. Nur wer den Markt überblickt und vergleichbare Gutscheine des Wettbewerbs aufzeigen kann, wird die geplanten Gutscheinaktionen optimal aufsetzen können. Blindflüge sind ein Risiko: In einigen Branchen kann ein bewusst eingeräumtes, oder eben gezielt nicht eingeräumtes Rabatt-Prozentpunkt den Unterschied ausmachen.

5. Welche Distributionswege und welche Reichweite bieten Sie zusätzlich zum Portal?
Natürlich spielen Findbarkeit der Gutscheine via Google und damit das Portal selbst eine wichtige Rolle. Mindestens so wichtig ist es jedoch, dass der Partner über eigene, etablierte Kanäle verfügt – über die die Gutscheine in Abhängigkeit der Zielsetzung der Kampagne zusätzlich, oder bei entsprechender Kampagnenkonfiguration auch ausschließlich distribuiert werden. Online-Shops sollten daher nach möglichen Newsletter- und Mail-Angeboten fragen, sich mit den Social Media Präsenzen der Anbieter auseinandersetzen und auch Wert auf eine klare Mobile-Strategie legen.

6. Was bieten Sie im Bereich Mobile?
Die Zahlen belegen eindeutig: Die Zukunft des Internets ist mobil. Entsprechend wichtig ist es, nicht nur auf professionell betreuten Plattformen präsent zu sein, sondern die Gutscheine buchstäblich in die Hände der Konsumenten zu legen, also via Smartphone oder Tablet ausgespielt zu werden. Nur sehr wenige Gutscheinportale verfügen über leistungsstarke mobile Distributionswege.

Passend zum Thema: “Effektives Gutschein-Marketing für E-Commerce-Unternehmen“.

Zur Person
Daniel Ender ist einer der drei Gründer und Geschäftsführer von Gutscheinsammler.de . Nutzer von Gutscheinsammler.de können über die Plattform auf Gratis-Gutscheine in Form von Rabattcodes für aktuell rund 2.000 Onlineshops zugreifen. Das Gutscheinportal gehört zu den größten seiner Art auf dem deutschen Markt und erzielt derzeit rund 3,9 Millionen Seitenaufrufe und 1,2 Millionen eindeutige Besucher.

Foto: Coupons Key On Keyboard from Shutterstock