Ein Jahr voller Learnings QDEGA generiert 600.000 QR-Codes für Fisherman’s Friend

Genau ein Jahr nach dem Start gelingt QDEGA der Durchbruch: Der Kölner QR-Code-Anbieter kommt auf 600.000 Doppelpackungen von Fishermen’s Friend. Ab dem 1. Januar geht es los mit der ansehnlichen Promotionkampagne. Über diese Codes werden insgesamt mehr als 250.000 Euro ausgespielt.
QDEGA generiert 600.000 QR-Codes für Fisherman’s Friend

Das Kölner Startup QDEGA kann einen nationalen Durchbruch vermelden: Die Bonner CFP Brands Süßwarenhandels GmbH & Co. KG, die in Deutschland exklusiv für den Vertrieb von Fisherman’s Friend verantwortlich ist, nutzt die Promotion-Plattform QDEGA, um auf über 600.000 Packungen QR-Codes zu platzieren. Damit gelingt dem Kölner Startup der Durchbruch genau ein Jahr nach dem Start ihrer Plattform. Start der dreimonatigen Kampagne ist der 1. Januar des kommenden Jahres.

Learning: Vertriebsstruktur
Dabei liegt hinter dem 2-köpfigen Team um Alexander Strieder und Thomas Hoffmann ein Jahr voller Learnings. Genau vor einem Jahr waren sie mit ihrer Plattform online gegangen mit dem Anspruch alle physischen Stempelkarten, Coupons und Gutscheine in einer App zu vereinen. Gleich nach dem Start machten sich die beiden Gründer, die ihr Büro im Kölner Clusterhaus haben, daran, ein Vertriebsnetzwerk aufzubauen. Allerdings, so das Learning heute, macht das kaum Sinn, wenn man nicht in der Lage ist wie IBM oder SAP hohe Gehälter zu bezahlen. So gibt es heute gerademal zwei Vertriebler. Und die machen das nebenberuflich, erklärt Strieder. Die Konsequenz ist zum Einen, das QDEGA heute mit Agenturen arbeitet, die bereit sind die Plattform in ihr Portfolio aufzunehmen und bereits ein vertrauensvolles Kundenverhältnis aufgebaut haben. Zum Anderen aber auch, dass das Produkt so gut sein muss, das es keiner Vertriebsstruktur à la Groupon bedarf.

ds-QDEGA

“Wir wollen, das QDEGA sich aufgrund seiner Qualität selbst vermarktet und nicht 46.000 Vertriebler braucht um, es künstlich zu pushen”, sagt Strieder. QDEGA bietet im Vergleich zu ähnlichen Produkten eine offene Plattform, die sowohl Couponing, Treue- und Sammelaktionen, Rabatte- und Sales-Promotions als auch Gewinnspiele und Verlosungen ermöglicht. Dadurch stellt sich das Kölner Startup sehr breit auf und lässt aufgrund seiner Flexibilität eine große Einsatzmöglichkeit zu.

Niederschwelliger Einstieg für Nutzer
Ein weiteres Learning des vergangenen Jahres: Die Endnutzer scannen den Code erst einmal nicht mir der QDEGA-App sondern mit irgendeiner App. Das Resultat war anfangs eine diffuse Zeichenkette, was verwirrend war und zu einer hohen Abbruchquote führte. Heute landet der Nutzer auf einer Seite, die ihm zum erfolgreichen Scan gratuliert und den Download der QDEGA-App anbietet. Diese technische Neuerung kommt auch in der Partnerschaft mit Fisherman’s Friend zum Einsatz, wobei hier auch die Registrierung und Punktevergabe direkt über eine Microsite im Fisherman’s-Look abgewickelt werden. “Diese Flexibilität zeichnet uns ganz klar gegenüber unseren Wettbewerbern aus”, so Hoffmann.

Best Friend mit Fisherman’s Friend
Ab dem 1. Januar geht es also los. Geplant sind 40 Promotions im Handel in der ganzen Bundesrepublik (also Sampling, Promo und Hinweis auf Gewinnmöglichkeiten jeweils im Supermarkt vor Ort). Und das funktioniert so: Der Kunde scannt den QR-Code und erhält im Erfolgsfall sofort eine Gewinnmitteilung. Die Gewinne kann der Nutzer in einem eigens für diese Kampagne erstellten Online-Shop von Fisherman’s Friend einlösen. Insgesamt werden im Kampagnenzeitraum 250.000 Euro an den Endverbraucher ausgespielt. Die Server von QDEGA wurden einem Test unterzogen und sollten stand halten, ist sich Strieder sicher. Der Geschäftskontakt entstand dabei fast von ganz alleine, erklärt Thomas Hoffmann. “Die Bonner CFP Brands Süßwarenhandels GmbH & Co. KG kontaktierte uns, und dann ging es ganz schnell.” Nach wenigen Wochen war alles geklärt und der Vertrag unterschrieben.

Ein klassisches Konzept: Digitalisieren
Die Idee zu QDEGA kam Strieder während seines Auslandsstudiums in Australien. Weil er seine Bonuskarte vergessen hatte, verpasste er ein Frei-Sushi. Das war zu der Zeit als immer mehr iPhones in seiner Umgebung auftauchten. So kam ihm die Idee alle Bonuskarten in einer App zu digitalisieren, denn ein Smartphone hat man immer dabei. Zurück in Deutschland machte er sich daran die Idee umzusetzen, setzte seine Erbschaft ein und ließ einen Prototypen entwickeln. Mitte 2012 investierte sich Business-Angel Thomas Hoffmannn in die Idee, der neben Kapital auch Erfahrungen im Struktur- und Projektmanagement aus dem Corporate-Bereich in das Startup einbrachte.

Heute befindet sich QDEGA in einer guten Marktposition: Entweder haben Mitkonkurrenten einfach nicht durchgehalten – Alex und Thomas bootstrappen und profitieren von einer kleinen Kostenstruktur. Oder wurden von Google gekauft. Das ist wie bei einem Marathon, erklärt Alex. Während die anderen bereits schlapp gemacht haben, war unser Atem lang genug, um jetzt mit unserem neuen Partner richtig durch zu starten. Zeitgleich zur Fishermen’s Friend-Kampagne startet QDEGA eine Promo-Aktion für kleine und Mittelständische Unternehmen, von dem sie sich ebenso einen Push erwarten.

Thomas Riedel, Online-Redakteur von deutsche-startups.de und dem neuen Schwestermagazin digitale-leute.de und arbeitet seit 2005 als Journalist. Schon während seinem Volontariat bei einem regionalen Familienmagazin bloggt er über die Tech-Szene und baut den Online-Kalender Nerdhub auf, der deutschlandweit Termine agreggiert. Einen Namen machte er sich als Beobachter der regionalen Tech-Szene in NRW.