Umfrage unter 500 Webmastern Studie: Wo kommt der Traffic auf Websites und Blog her?

Eine Umfrage unter 500 Webmastern liefert interessante Zahlen, aus welchen verschiedenen Quellen Websites und Blogs ihre Besucher beziehen. Spannend sind die Ergebnisse schon deshalb, als es nach wie vor insgesamt sehr wenig belastbares Zahlenmaterial aus dem deutschen Raum gibt.
Studie: Wo kommt der Traffic auf Websites und Blog her?

Björn Tantau hat eine spannende Umfrage unter 500 Webmastern gemacht, in der er wissen wollte, aus welchen verschiedenen Quellen ihre Websites und Blogs ihre Besucher beziehen. Spannend sind die Ergebnisse allein schon deshalb, als es nach wie vor insgesamt sehr wenig belastbares Zahlenmaterial aus dem deutschen Raum gibt.

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Aber Studie und Tantaus Auswertung liefern auch sonst nützliche Tipps, um die Hebel zu finden, mit denen man den Traffic auf seinen Sites maximieren kann. Klar, die organische Suche bei Google ist nach wie vor der größte Trafficbringer – um die 80 Prozent liegt dieser Wert ja schon seit langem.

Update 1: Ok, Ihr habt ja Recht – jetzt also nochmal ordentlich… Die Idee, Korrekturen zusätzlich direkt hier in den Artikel zu bringen, ist prima (da bin ich einfach nicht drauf gekommen, wie doof…) und wird sofort aufgegriffen, wenn ich auch nach wie vor den Ton der Kommentatorin unmöglich finde. Aber zum Inhaltlichen:

Bei obiger Zahl – Google als Trafficbringer -hatte ich die Auswertung von Peer Wandinger im Artikel Wie viel Traffic von Google ist normal? aus dem Juli 2013 im Hinterkopf, die zu ungefähr diesem Ergebnis kam. In dem Artikel gibt es übrigens auch eine auf Branchen verteilte Auswertung – vielleicht für den einen oder die andere interessant.

Ein paar Überraschungen gibt’s aber auch: Facebook holt massiv auf: Schon 70 Prozent allen Website-/Blog-Traffics kommt von dort. Aber Tantau warnt zu Recht, sich nur auf diese beiden Besucher-Quellen zu verlassen: “Gleichzeitig zeigen die Zahlen, dass es auch gefährlich sein kann, sich auf Google und Facebook als Traffic-Quelle zu verlassen. Was passiert bei einer Abstrafung einer Website oder eines Blogs durch Google? Was ist, wenn eine große Fanpage auf Facebook wegen Verstößen gegen die Richtlinien geschlossen wird?”

Am überraschendsten sind diese beide Zahlen: Das schon so oft totgesagte Google+ bringt sage und schreibe 26 Prozent des Traffics, also gut jeder vierte Website-/Blog-Besucher kommt von dort.

Und: YouTube, das überall gehypt wird als Trafficbringer vor dem Herrn liegt weit abschlagen mit 13 Prozent auf dem viertletzten Platz aller Trafficquellen.

Dass Xing für den deutschen Markt mit 17 Prozent die deutlich relevantere Traffic-Quelle als sein Konkurrent LinkedIn (7 Prozent) ist, überrascht nicht, dass allerdings das so junge Pinterest LinkedIn in Deutschland auch schon mit 12 Prozent als Besucher-Bringer überholt hat, schon.

Insgesamt ist diese Studie und der Auswertungsartikel von Tantau dazu absolut lesens- und empfehlenswert.

Update 2: Und dann hab ich bezüglich der nächsten Zahlen tatsächlich Mist geschrieben. Sorry!

allfacebook hat Ende Oktober 2013 im Artikel Facebook dominiert als Social Media Traffic Quelle die Zahlen einer Untersuchung von Shareaholic veröffentlicht. Darin wurde der “Traffic von 200.000 Webseiten beobachtet und analysiert, welche Netzwerke für wie viel Traffic verantwortlich sind.”

Bezüglich Facebook und YouTube stimmt wenigstens der Tenor dessen, was ich ursprünglich schrieb. Xing allerdings kommt gar nicht vor in dieser Untersuchung und Google+ überrascht eben nicht positiv, sondern liegt hier auf dem letzten Platz des Referral Traffics.

Die größten Divergenzen im Ranking der Traffic-Bringer zwischen beiden Untersuchungen liegen also einerseits bei Pinterest, das in Tantaus Befragung den drittletzten Platz aller Traffic-Quellen und der Analyse von Shareaholic den 2. Platz aller Social Networks einnimmt. Und andererseits liegt Google+ bei den von Tantau Befragten deutlich weiter vorn als beim Traffic der von Shareaholic untersuchten Seiten.

Elke Fleing aus Hamburg liefert Texte aller Art, redaktionellen Content und Kommunikations-Konzepte. Sie gibt Seminare, hält Vorträge und coacht Unternehmen. Bei deutsche-startups.de widmet sie sich vor allem Themen und Tools, die der Erfolgs-Maximierung von Unternehmen dienen.