Direct Ad: Anzeigen-Marktplatz für Print-Verlage und werbetreibende Unternehmen

Wer als Betrieb Werbung in Zeitschriften und -Magazinen schalten möchte, hat zwei Möglichkeiten: Entweder überlässt man die Anzeigenschaltung einer Media-Agentur oder schaltet diese selbst. Direct Ad (www.direct-ad.de) ist mit seinem Anzeigen-Marktplatz seit Juni […]
Direct Ad: Anzeigen-Marktplatz für Print-Verlage und werbetreibende Unternehmen

Screenshot der Direct Ad-Website

Wer als Betrieb Werbung in Zeitschriften und -Magazinen schalten möchte, hat zwei Möglichkeiten: Entweder überlässt man die Anzeigenschaltung einer Media-Agentur oder schaltet diese selbst. Direct Ad (www.direct-ad.de) ist mit seinem Anzeigen-Marktplatz seit Juni 2012 in der offenen Beta und will – ohne Einbeziehung von Media-Agenturen oder anderen Zwischenhändlern – Verlage und Werbetreibende direkt zusammenbringen.

Holger Maurer, Mitgesellschafter beim Münchener Anzeigen-Marktplatz Direct Ad, erläutert, wie es zur Geschäftsidee kam: “Die Idee zu Direct Ad kam, als ich mit verschiedenen Kunden in meinem ehemaligen Job über Media-Agenturen gesprochen habe. Ich wollte nicht verstehen, dass Kunden Media-Optimierungshonorare an die Agentur zahlen müssen, die fast so hoch sind, wie der Betrag der eingespart wurde. Das hat mich irgendwie so geärgert, dass ich mir dachte, wieso bringen wir nicht A und B zusammen und räumen diesen ganzen Media-Laden mal auf!”

Der Marktplatz bietet Funktionen zur Vereinfachung von Anzeigensuche und -schaltung

Seit Mitte Juni 2013 befindet sich Direct Ad als Online-Marktplatz für Printanzeigen in der offenen Beta und wendet sich hauptsächlich an den B2B-Bereich. Direct Ad vermittelt dabei zwischen werbetreibenden Unternehmen und Zeitungen beziehungsweise Magazinen. Nach eigenen Angaben nutzen derzeit etwa 100 Kunden den Dienst, wobei mit 65 Prozent überwiegend Verlage Anzeigen anbieten. Die restlichen 35 Prozent sind Werbetreibende, die nach Anzeigenplätzen suchen.

Für diese finden sich Funktionen, um die Anzeigenschaltung und -buchung zu vereinfachen und Kontakt mit dem potenziellen Geschäftspartner aufzunehmen. Anzeigen können reserviert und beobachtet werden – wenn der Verlag dies in seinen Einstellungen zulässt. Auf diesem Wege kann der Verlag auch Gegenangebote von den Werbetreibenden zulassen. Eine weitere Vereinfachung für Verlage sind Sonderangebote, mit denen kurz vor Verkaufsende Rabatte aktiviert werden können, Werbetreibende profitieren von der Möglichkeit Serienbuchungen einzurichten. Zu den allgemeineren Funktionen gehören eine Such- und Filterfunktion als auch die Erstellung von Gruppen.

Nach einer Idee von Holger Maurer gründeten die Gesellschafter und Geschäftsführer/-innen Mareike Maurer, Sebastian Baller und Michael Lohmann die Direct Ad GmbH Anfang 2012 in München und finanzieren sie bislang aus eigenen Mitteln. Nach eigener Aussage wäre jetzt ein strategischer, branchennaher Partner gut, der neben finanziellen Mitteln auch Know-how und Medialeistungen mitbrächte. Das Geschäftsmodell fußt auf unterschiedlichen Paketen, die Verlage und Werbetreibende buchen können – während der laufenden Betaphase sind die Pakete für Verlage noch kostenlos und schlagen danach zwischen 99 und 349 Euro monatlich zu Buche. Werbetreibende können einen komplett kostenlosen Tarif wählen und optional für 10 Euro pro Monat mit zusätzlichen Funktionen erweitern.

Strategische Partner sind nicht nur für Geld gut

In Deutschland gibt es als direkten Mitbewerber im Printbereich adbrixx (www.adbrixx.com), im weiteren Umfeld für Online-Werbeflächen existieren Crossvertise (www.crossvertise.com) und AdScale (www.adscale.de). In diesen Bereich könnte Direct Ad später selbst noch vorstoßen. Tenego, über deren Start deutsche-startups.de im Frühjahr 2012 kurz berichtete, ist anscheinend schon wieder Geschichte.

Kommt beruflich aus den Bereichen der Mediengestaltung und der Betreuung demenziell erkrankter Menschen. Seit Ende 2012 ist er freier Journalist mit dem Schwerpunkt Start-ups, interessiert sich aber auch für E-Reading und Open Source.