HTGF investiert in Rebelle

Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) steigt nach Informationen von deutsche-startups.de bei Rebelle (www.rebelle.de), einem Projekt von Hanse Ventures, ein. Ein entsprechendes Vorhaben wurde bereits beim Kartellamt angemeldet. “Rebelle ist eine Plattform für Designer Second […]
HTGF investiert in Rebelle

Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) steigt nach Informationen von deutsche-startups.de bei Rebelle (www.rebelle.de), einem Projekt von Hanse Ventures, ein. Ein entsprechendes Vorhaben wurde bereits beim Kartellamt angemeldet. “Rebelle ist eine Plattform für Designer Second Hand-Mode, die ausschließlich internationale Luxuslabels anbietet”, sagte Rebelle-Gründerin Cecile Gaulke (siehe oben) kürzlich zum Konzept ihrer Plattform.

“Die Idee dahinter ist es, modebegeisterten Frauen und Liebhabern der Vintage-Kultur ein völlig neues Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Wir bieten unseren Kundinnen eine kuratierte Auswahl von Designer-Artikeln und achten auf eine hochwertige Produktdarstellung. Ein Expertenteam überprüft die Qualität und Authentizität jedes Artikels auf Rebelle. Jedes Einzelteil erzählt seine eigene Geschichte – sie sind alle Liebhaberstücke, die über uns ein neues Zuhause finden”, erklärte Gaulke weiter, die die Jungfirma gemeinsam mit Max Laurent Schönemann führt.

Im Second Hand-Segment, in dem Rebelle sich bewegt, ist derzeit extrem viel Konkurrenz unterwegs – siehe “Preloved Fashion: Über 20 Start-ups wollen unsere gebrauchten Klamotten“. Um sogenannte High-End-Fashion kümmert sich unter anderem auch Glamloop (www.glamloop.com). Das Start-up wurde von Alexandra Podeanu und Kiana Mardi ins Leben gerufen. Das Start-up wird von Capnamic Ventures, OP Ventures und Holtzbrinck Ventures (auch an ds beteiligt) finanziell unterstützt. Billigheimer haben bei Glamloop keine Chance: Die Gründerinnen akzeptieren “ausschließlich Originale mit einem realistischen Wiederverkaufswert von mindestens 50 Euro für Rundum-Service und 30 Euro für Self-Sevice”.

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Artikel zum Thema
* “Das Geschäftsmodell basiert auf einer klassischen Verkaufsprovision” – Cecile Gaulke von Rebelle

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. tonlo

    Damit verliert die HTGF jede Glaubwürdigkeit als Investor. Da draussen gibt es bestimmt ein paar innovative Startups – aber ne, man will 0 Risiko und such sich ein Modell aus, welches schon 100 andere zuvor in Angriff genommen haben. Innovation=0. High Copy GF



  2. Martin Baumann

    Zitat aus den Kriterien des HTGF:
    – deutliche Alleinstellungsmerkmale und somit strategische Wettbewerbsvorteile
    – hohe Markteintrittsbarrieren für Wettbewerber
    Wo ist das bei Rebelle der Fall? Glamloop und viele weitere machen GENAU DAS GLEICHE.
    Kann mich dem Beitrag von tonio nur anschliessen.



  3. marki

    hahahahahahahahaaaa ^^



  4. Armin

    Wo bleibt denn hier die technologische Innovation wie es bei einem Projekt des HTGF gefordert wird?! Damit an Alle die bei diesem Fond Geld beantragen: Wenn Ihr abblitzt mit dem Hinweis auf die fehlende Innovation, könnt ihr diese Begründung getrost vergessen. Es ist nicht die fehlende Innovation, sondern auch hier wohl eher das fehlende Vitamin B…und sowas in einem Fond, bei dem das BMWi und die KFW mitmischen! Wenn sogar schon Fonds unter staatlicher Beteiligung, die sich Innovation eigentlich als Finanzierungskriterium auf die Fahnen geschrieben haben, vor der Innovation zurückschrecken, ist das ein grandioses Signal an das Investitionsverhalten von Privatinvestoren!
    FAZIT: Leute macht es Euch nicht unnötig schwer, investiert in Sachen die Ihr schon kennt. Egal ob es das Geschäftsmodell oder das Team ist

  5. Ach ja, der HTGF…

    Damit ist wohl das Überleben von Hanse Ventures jetzt auch wieder mittelfristig gesichert.



  6. Patrick

    High Tech halt ne’ !



  7. ric

    So wird nichts mit dem Google aus Deustchland. Was noch bemerkenswert ist dass sie in null risiko Startups oder besser gesagt Startups mit überschaubaren Geschäftsmodelle investieren und trotzdem scheitern.



  8. Torpedo

    Ja, ist ne Superlachnummer. Aber schaut Euch mal die Investmentmanager an (es gibt auch Ausnahmen). Wer von denen hat denn IRGENDEINE Erfahrung in relevanter Unternehmensgründung, geschweige denn einen strategischen Weitblick?



  9. Sarik Maaß

    Da mutiert die “Exit Maschine” vom Frankenberg nach und nach zum Sammelbecken für Projekte, die bei jedem auf Return optimierten Investor und vermutlich sogar jedem CrodsorucingAnbieter draußenbleiben müssen.

    1. Keinerleich Technologie
    2. Gibt es zig Anbieter, die besser, weiter, professioneller, besser finanziert sind (kleiderkreisel, etc.)
    3. Extrem schwaches Team
    4. Kein deutscher bzw. ausländischer Fond, der HV kennt, würde in irgendein Projekt investieren

    Das Traurige ist allerdings, dass unser Steuergeld in Verbindung mit völlig unfähigen Investment Manager verwendet wird um pubertierenden Mädchen ihren Traum nach einer Fashionwebpage zu finanzieren.

    Fail.



  10. Michi

    Nachdem der HTGF in letzter Zeit in eine Reihe von interessanten Geschäftsmodellen (stuffle & co. ausgenommen) investiert hat, hat er mit dieser Heldentat anscheinend jegliche Investment-Richtlinien ignoriert.

    Auf der HTGF-Webseite steht sehr klar zu den Investitions-Kriterien:

    Technologieorientierung:
    – eine technologische Innovation bildet den Kern Ihres Unternehmens,
    anspruchsvoll und anwendungsnah
    – das technologische Know-How ist direkter Bestandteil Ihres Unternehmens

    Da auf dieser Grundlage eine Menge Gelder in den HTGF fließen, finde ich es mehr als grenzwertig, dass bei der Investment-Entscheidung anscheinend andere Kriterien sprechen. Auch wäre überaus interessant zu wissen, was sie an rebelle überzeugt hat…
    Auf den Punkt gebracht ist es die x-te Kopie eines (funktionierenden) Geschäftsmodells ohne jegliche Innovation in einem besetzen Markt durch ein “noch unerprobtes” Team.

    Was ist da bitte die Rechtfertigung, dass dieses Projekt auch noch mit öffentlichen Geldern gefördert wird? Sehr peinlich für den HTGF!!!

  11. Inzwischen ist der Einstieg offiziell. “Das Team von Rebelle hat einen sehr gut durchdachten Prozess entwickelt, der eine Skalierung des Geschäftsmodells zu geringen Stückkosten ermöglicht. Darüber hinaus schafft die smarte POS-Lösung von Rebelle eine Basis für stationäre Einzelhändler, ihre Produkte online anzubieten. Sie hat das Potential, Branchen, die bisher nur offline vertreten waren, einfach und günstig an das Internet anzubinden”, begründet Marvin Andrä, Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds, die Entscheidung für das Investment in Rebelle.



  12. alf

    “POS-Lösung von Rebelle eine Basis für stationäre Einzelhändler, ihre Produkte online anzubieten” stimmt bei der masse von offline luxury second hand shops ist das bestimmt ein riesen markt. alle shops einzeln closen – skalierbarkeit lässt grüßen. Man hätte ja meinen können HV / cecile hätte etwas mit finest spots gelernt – or not ;/



  13. peter

    also ich fand das ganze gebashe hier anfangs ja mal wieder sehr übertrieben ALLERDINGS war ich heute dreimal auf der webpage von rebelle und 3 mal war die webpage down. Zum einen ist das eine schande für alle sog. start-ups und zum anderen noch viel peinlicher für den HTGF. Ich würde gerne wissen wie der HTGF es rechtfertigt 500.000€ in ein unternehmen zu investieren, dass offensichtlich nichtmal eine simple magento page zum laufen bekommt und eine mehr als fragwürdige usp aufweißt. Von HV habe ich so oder so nichts großes mehr erwartet, jedoch ist der HTGF nach der aktion mehr als deutlich in meinem ansehen gesunken.

  14. Pingback: Startup - News - Talkrunde - Folge 4 | Talkrunde mit News aus der Startup-SzeneTalkrunde mit News aus der Startup-Szene

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