“Wir bauen eine grüne Plattformfamilie aus” – Marcus Noack von Umwelthauptstadt.de

Die Nachhaltigkeitsplattform umwelthauptstadt.de vereint so manches Feature unter ihrem Dach, darunter auch eine Jobplattform, die auf den Namen jobverde.de hört. Das Hamburger Start-ups um Gründer Markus Noack richtet sich damit vor an all […]
“Wir bauen eine grüne Plattformfamilie aus” – Marcus Noack von Umwelthauptstadt.de

Die Nachhaltigkeitsplattform umwelthauptstadt.de vereint so manches Feature unter ihrem Dach, darunter auch eine Jobplattform, die auf den Namen jobverde.de hört. Das Hamburger Start-ups um Gründer Markus Noack richtet sich damit vor an all jene, die grüne Innovationen vorantreiben wollen. Im Gründer-Kurzinterview mit deutsche-startups.de sprach Gründer Markus Noack über Konkurrenz und grüne Zukunftsbranchen.

Welche Idee steckt hinter Ihrem Start-up?
Die ursprüngliche Idee hinter Umwelthauptstadt.de (betreibt u.a. Jobverde.de, Anm. d. Red.) war es, eine Platzform zu entwickeln, auf der wir nachhaltige Unternehmen bündeln und über Unternehmensprofile abbilden, um dem User hierüber einen grünen Leitfaden für nachhaltigen Konsum an die Hand zu geben. Mittlerweile ist die Idee gereift und erweitert und wir stellen dem Nutzer ein Informations- und Interaktionsportal zur Verfügung, auf dem über die Themen Nachhaltigkeit, Innovation und Corporate Responsibility berichtet wird. Interviews mit CEOs und CSR-Experten lassen den Leser noch mehr hinter die Kulissen der einzelnen Unternehmen schauen.

Wie sehr bzw. in welchen Punkten hat sich ihr Konzept von der ersten Idee bis zur Gründung verändert?
Unsere Vision nach knapp drei Jahren am Markt ist mittlerweile eine andere, nämlich der Aufbau einer grünen Plattformfamilie mit deren Hilfe wir den Unternehmen eine möglichst große und Zielgruppen genaue Reichweite liefern und den Usern also den Konsumenten einen möglichst großen Überblick über nachhaltige Innovationen bieten. Außerdem haben wir festgestellt, dass sich die Unternehmen auf unserer Plattform sehr gut repräsentiert fühlen, weil sie merken, dass sie exakt ihre Zielgruppe erreichen. Eine Konsequenz daraus war, eine grüne Jobplattform mit dem Namen Jobverde.de zu launchen, auf der diese grünen und nachhhaltigen Unternehmen ihre Vakanzen veröffentlichen können.

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
Es fällt uns schwer direkte Konkurrenten auszurufen, da wir in der Regel auch mit unseren “Konkurrenten” kooperieren. Sicherlich konkurrieren wir mit anderen Portalen um Werbeaufträge etc., wir haben allerdings keine Discounter-Situation wo jeder der günstigste und beste sein möchte.

Das Alleinstellungsmerkmal von Umwelthauptstadt.de ist ganz klar die Bündelung und der Kontakt zu den zahlreichen nachhaltigen Unternehmen sowie der grünen Crowd. Der Seitenname hat sich in Deutschland in der Nachhaltigkeitsszene und in den CSR-Etagen gefestigt, sodass wir es verhältnismäßig leicht haben, Informationen für die User zu generieren und neue Unternehmen für die Seite zu gewinnen. Die Implementierung und Vermarktung neuer Produkte fällt uns daher ebenfalls leichter.

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?
Bei Umwelthauptstadt.de stellen wir fest, dass das Portal immer mehr Menschen aufgrund des Themas Nachhaltigkeit anspricht, es sich aber nicht so einfach skallieren lässt wie beispielsweise Jobverde.de. Für uns ist Umwelthauptstadt.de eher der “Türöffner” in die Unternehmen. Haben wir einmal Zutritt erlangt, können wir den Unternehmen unsere innovativen Portale (aktuell betreiben wir vier grüne Plattformen) vorstellen und vom Mehrwert überzeugen.

Der entscheidende Faktor für einen nachhaltigen Erfolg ist ein gesellschaftliches Bewusstsein für Nachhaltigkeit und grüne Zukunftsbranchen wie den Erneuerbaren Energien. Ebenso fungiert die politische Entwicklung als Wachstumstreiber, also wie geht es beispielsweise mit der Energie-Wende weiter. Weiterhin müssen die Unternehmen noch mehr erkenen, dass sie über spezialisierte Portale authentischer werben und informieren können als auf allgemeinen reichweiten starken Portale. Employer Branding ist beispielsweise auf Jobverde wesentlich glaubwürdiger als in der Sonntagszeitung.

Wie wollen Sie Geld verdienen und wann schreiben sie schwarze Zahlen?
Wir erwirtschaften sowohl mit Umwelthauptstadt.de als auch mit JOBVERDE.de Umsätze, die es uns ermöglichen, die Personalkosten des Teams zu decken und in die Weiterentwicklung der Plattform zu investieren. Nach gut drei Jaharen am Markt sind wir guter Dinge demnächst Break-Even zu sein.

Die ersten drei Jahre waren in der Tat eine “Ochsentour”, für 2014 jedoch blicken wir optimistisch in die Zukunft, dass sich die geleistete Arbeit im Aufbau von Reichweite, Sichtbarkeit und Branding auszahlt und die Unternehmen zu treuen Partnern und Kunden werden.

Welche Märkte wollen Sie mittel- und langfristig erobern?
Mittelfrisitg wollen wir den deutschsprachigen Markt erschließen, also D-A-CH. Für Jobverde.de sind wir auf der Suche nach Investoren, die sich über das Marktpotenzial grüner Jobs und Märkte im Klaren sind und würden die Marke gerne ins englisch- und spanisch sprachige Ausland internationalisieren. Besonders unter den Spaniern kommt Jobverde durch den Namen gut an, die Lage am Arbeitsmarkt in Spanien spielt natürlich ebenfalls mit rein.

Welche Meilensteine wollen Sie in den kommenden zwölf Monaten auf jeden Fall erreichen?
Umwelthauptstadt.de soll sich in Deutschland noch mehr zu dem Portal für nachhaltige Unternehmen und Innovationen entwickeln. Innovative Unternehmen wie Dyson haben schon jetzt erkannt, wie Zielgruppen-genau und authentisch sie auf unseren Portalen Innovationen präsentieren können, hiervon möchten wir gerne möglichst viele innovative Unternehmen überzeugen.

Sowohl Umwelthauptstadt.de als auch Jobverde.de soll es im nächsten Jahr auch in Österreich und der Schweiz geben. Die Reichweite der Plattformen soll durch Kooperationen mit Messen und Themen-relevanten Portalen auf circa 5.000 bis 10.000 Uniques por Tag erweitert werden. Außerdem werden wir nach Berlin umziehen und das Team erweitern.

Im Fokus: Weitere Interviews mit jungen Gründern gibt es im Special Gründerinterviews

Zur Person:
Marcus Noack absolvierte eine Ausbildung zum Bürokaufmann, ehe er Betriebswirtschftslehre in Valencia (Spanien) studierte. Seit 2008 gründet er in der Net Economy, darunter die Website www.interessen-netzwerk.de. Seit 2010 folgen Unternehmensgründungen in der Net Economy als Gesellschafter und Geschäftsführer, darunter auch das Portal Umwelthauptstadt.de (www.umwelthauptstadt.de) und Jobverde.de (www.jobverde.de) sowie ABCTrips.com (www.abctrips.com).

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.