Plan Forward krempelt die Versicherungsbranche um

Anlage- bzw. Finanzberater haben einen schweren Stand: Ihr Erfolg wird noch immer nur an Verkaufszahlen gemessen. Kundenzufriedenheit spielt keine Rolle – nur die Provision muss stimmen. “Wenn Berater Anreize dafür bekommen, möglichst viele […]
Plan Forward krempelt die Versicherungsbranche um

Anlage- bzw. Finanzberater haben einen schweren Stand: Ihr Erfolg wird noch immer nur an Verkaufszahlen gemessen. Kundenzufriedenheit spielt keine Rolle – nur die Provision muss stimmen. “Wenn Berater Anreize dafür bekommen, möglichst viele Versicherungen zu verkaufen, kann das nicht im Interesse des Kunden sein”, sagt Christian Wiens. Mit Plan Forward (www.planforward.de) will er nun die Branche umkrempeln.

Was sicherlich nötig ist, denn Verbraucherschützer fordern schon lange eine Änderung bzw. Abschaffung des Provisionsmodells. Und auch große Banken wie Barclays und HSBC haben bereits angekündigt Provisionen für ihre Kundenberater abzuschaffen. Wie bitter nötig ein solcher Schritt ist, zeigt unter anderen auch eine Umfrage unter jungen Berufseinsteigern: Demnach würden 70 % keine Anlageberatung in Banken mehr wahrnehmen. Selbst die jungen Kunden haben das Spiel durchschaut: Der Verkaufsdruck der Berater, mache eine am Wohl des Kunden orientierte Beratung schwer möglich. Plan Forward bringt sich genau an diesem Punkt in Stellung und positioniert sich deswegen als “kundenfreundliche Lösung” rund um das Thema Versicherungen.

“Banken bieten nur die eigenen Produkte an”

“In der Branche erfüllt bisher keiner die Anforderungen an einen kundenfreundlichen Service. So gut wie alle Berater arbeiten auf Provisionsbasis. Banken bieten nur die eigenen Produkte an und Vergleichsportale sind für KFZ-Versicherungen zu gebrauchen, bei etwas komplexeren Themen werden Kundendaten dort aber einfach an einen Vertreter vor Ort verkauft”, sagt Wiens, der zuletzt Gourmeo vorantrieb. Plan Forward-Berater erhalten deswegen keine Provisionen, sondern neben ihrem Grundgehalt einen Bonus – basierend auf der Kundenzufriedenheit. Ob die Berater viele oder wenige Produkte, von welchem Anbieter auch immer, empfehlen, spiele bei der Entlohnung keine Rolle, erklärt Wiens das Plan Forward-Konzept.

Der Bonus kommt erst ins Spiel, wenn ein Kunde eine Beratung positiv bewertet und den Berater auch weiterempfiehlt. “Die Tatsache, dass unsere Berater häufig auch von Produkten abraten sowie Vor- und Nachteile klar und deutlich darlegen, honorieren wir genau so stark wie einen Abschluss. Das ist in keinem anderen Unternehmen in der Branche so”, berichtet Wiens. Daneben setzt der Plan Forward-Macher auf Service als Abgrenzungsmaßnahme zu etablierten Anbietern: Direktbanken hätten gezeigt, dass Kunden einen Service schätzen, der sich den Endkundenbedürfnissen besser anpasse. “Haus- und Bürobesuche sind bei Plan Forward nicht nötig. Ob abends nach der Arbeit, an einem Samstag Nachmittag oder im Hotel auf Geschäftsreise, Kunden wollen wichtige Entscheidungen in einer vertrauten Umgebung treffen, dann wann es ihnen passt”.

Rund ein Jahr haben Wiens und seine Mitstreiter bisher an Plan Forward gefeilt. Der Heidelberger verweist darauf, dass man in dieser Zeit beriets mehrere hundert Kunden beraten habe: “Die Mischung aus fairer Beratung, großer Produktauswahl und flexiblem Service ist ein ‘No-Brainer’. Gleichzeitig ist die Hemmschwelle Plan Forward zu testen niedrig. Das ist ein großer Wettbewerbsvorteil”. Die etablierte Finanzwelt wird sich Plan Forward auf jeden Fall ganz genau ansehen. Plan Forward hat das Zeug dazu, die Welt der Anlage- und Finanzberater komplett aus den Angeln zu heben. Wenn es funktioniert profitieren davon nicht nur Endkunden, sondern auch die die Berater im Lande, denn sie gehören zu den unbeliebtesten Berufsgruppen in Deutschland.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Auch Plan Forward ist am Ende nichts anderes als ein provisionsgetriebener Makler. Die Berater erhalten zwar keine Provision, wohl aber Plan Forward. Und wer weiß welche internen Zielvorgaben Plan Forward seinen Beratern macht. Wenn die Berater wirklich unabhängig wären, dann dürften sie nämlich de facto kaum eine Versicherung empfehlen (weil viele Produkte einfach schlecht sind). Und dann würde Plan Forward auch nichts verdienen…



  2. Plan Forward

    @Roland: Mit dieser Annahme würden wir unsere Vision vom ersten Tag an über den Haufen werfen, warum sollten wir das tun? Plan Forward will in der Finanzbranche etwas verändern, mit kleinen, aber klaren Schritten – und das geht nur, wenn wir selbst unseren Regeln treu sind.

    Es geht um den Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen. Bei Plan Forward gibt es eben garantiert keine provisionsgetriebene Beratung. Plan Forward Berater bekommen nur eine Zielvorgabe: eine bestmögliche Bewertung durch ihre Kunden.

    Wir sind überzeugt und wollen beweisen, dass wir mit diesem Ansatz trotzdem ein profitables Unternehmen aufbauen können. Es geht nicht darum sich die Gewinne von Banken als Maßstab zu setzen.

    Mfg

  3. @Roland

    welche Versicherungsprodukte sind denn empfehlenswert?

    Das Problem bei Maklern ist doch, dass man die Beratungsleistung erst Jahre später einschätzen und bewerten kann nämlich in dem Moment in dem man die Versicherung braucht oder die Beiträge steigen.



  4. Robert

    Also ich seh da nichts gutes drin. Jetzt werd ich übers Telefon übern Tisch gezogen mit noch weniger Transparenz als bei normalen Beratern… hier muss man mir erstmal ins Gesicht lügen um mir etwas anzudrehen.

    Und bei so vielen Rechtschreibfehlern auf der Webseite macht das ganze auch keinen seriösen Eindruck…



  5. Sammy

    Ich habe noch NIE eine so unseröse Seite gesehen. Die aufgelisteten Berater sind mit FAKE-Bilder dargestellt, die aus dem Internet leicht zu finden sind!!! Die einzelnen Bewertungen der nicht real existierenden FAKE-Berater sind zu 80% ähnlich verfasst. Dieser Anbieter ist unseriös und ich frage mich, wieso DS solche Leute vorstellt. Sollten Beweise für die von mir gemachten Vorwürfe seitens von DS benötigt werden, so bitte ich um eine Mail an die hier hinterlassene Adresse. Eine Anzeige wegen Betrugsversuch gegen dieses “Unternehmen” wird folgen.



  6. Robert

    Mir gefällt die Website, finde das Design aber nicht ganz so konsistent. Außerdem erinnert mich das Gold etwas an die Typen von MLP oder der Deutschen Vermögensberatung. Trotzdem, ein echt interessantes Geschäftsmodell und mal ein Startup, das nicht nur Fotosharing macht. Wird sicher ein Kampf gegen die Platzhirsche, bin gespannt was draus wird



  7. Martina

    Die Richtung stimmt. Allerdings ist im Artikel von Barclays und HSBC die Rede. Cortal Consors hat provisionsgesteurte Beratung scheinbar schon vor 2 Jahren abgeschafft http://www.banklupe.de/news/cortal-consors-schafft-provisionsgesteuerte-beratung-ab-17858/
    Offizielle Infos habe ich nicht gefunden. Wenn alle Anbieter, Berater und Banken in diese Richtung gehen würden, würde sich wenigstens mal etwas bewegen.



  8. Plan Forward

    Vielen Dank für Ihren Hinweis Sammy. Beim Launch der Website vom Testserver wurde noch die alte Datenbank übernommen, mit z.T. falschen Dateien bzw. Platzhaltern. Wir arbeiten aktuell noch an der Website und bitten kleinere Störungen zu entschuldigen, es werden diese Woche noch weitere Features und Anpassungen vorgenommen. Da es um ein sensibles Thema geht, ist u.a. geplant die Daten unserer Beratern sowie Bewertungen nur Kunden und Interessenten zugänglich zu machen. Auch einen Blog mit mehr Hintergrundinfos sowie einen Newsletter, werden wir in den kommenden zwei Wochen veröffentlichen.

    Mfg



  9. Sammy

    @ Plan Forward: KLEINERE Störungen??? Testserver??? Falsche Faten und alte Datenbank??? Verschaukeln könnt ihr andere, mich nicht. Diese Seite / das “Unternehmen” ist höchst zweifelhaft. Hier werden Projekte vorgestellt, mit massenhaft gefakten Feedbacks und falschen Angaben zu angeblichen Beratern etc. Mittlerweile habt ihr ja alle gefakten Daten von eurer Seite enfernt und eure Angaben im Bereich “Team” etc. sind damit sehr, sehr dünn geworden. Ein Fall für die Justiz…

  10. Eine Team-Seite ohne einen Namen… schafft natürlich vollstes Vertrauen. ;)



  11. Plan Forward

    @Sammy: für inhaltliche Kritik zum Konzept von Plan Forward sind wir gerne offen. Bitte kontaktieren Sie uns dazu direkt unter kontakt@planfwd.de.
    Zum eigentlichen Missverständnis: Beim Launch der Website wurden sämtliche Daten vom Testserver auf den offiziellen Server übertragen. Auf dem Testserver befinden sich zahlreiche Testprofile von Beratern, die wir zu internen Testzwecken die letzten Monate genutzt haben. Diese Profile wurden fehlerhaft auf den offiziellen Server übertragen. Wir bitten diesen technischen Fehler zu entschuldigen. Jeder Kunde bekommt bei Plan Forward das Profil seines Beraters persönlich zugesandt, so werden mögliche Probleme mit sensiblen Daten a priori vermieden.
    Mfg

  12. Neben dem “Fehler”, dass falsche Bilder und Daten angezeigt werden, funktioniert ein Großteil der Website nicht. Die meisten links tun nicht das, was sie sollen.

    Anstatt Zeit und Geld in ein tolles Video zu investieren, sollte man zuerst die Hausaufgaben erledigen.



  13. Plan Forward

    @Pierre: danke für den Hinweis. Falls du dich auf die Links im Footer der Seite beziehst, die noch nicht funktionieren, sind wir dabei das Problem zu beheben.
    Wir arbeiten diese Woche, wie gesagt, noch an der Website und bitten solche Fehler für den Moment zu entschuldigen.
    Mfg



  14. Robert

    Das Video ist auch sehr dubios… erst hieß der Berater Sascha Wolf auf der Webseite im Video aber Tim Helmich… ja mit wem sprech ich denn dann nun?
    Flasche Daten das ich nicht Lache… die Seite ist ja mehr als nur angelehnt an http://www.redfin.com, Icons und Personenbilder hemmungslos übernommen.



  15. martin

    Was erwartet ihr den? Es sind und bleiben Versicherungskeiler – nichts anderes.

    Wenn heute die Verkaufsmasche ist – “provisionsfrei und individuell” dann wird halt so die Versicherung an den Mann/ die Frau gebracht.

    Und wenn morgen der Trend ein anderer ist, dann wird der übernommen. Vollkommen egal ob waghalsige Versprechen oder sonst was.

    Was zählt ist die Provision(oh ja gibt es nicht mehr – heißt nun halt Vermittlungsgebühr) und die dicke Leasingkarre vor der Tür – S&K lässt grüßen – aber aufpassen, nicht hinterher einfach aus dem Fenster springen, soll weh-tun!

  16. Überall wo Provisionen gezahlt werden, kann keine unabhängige Beratung stattfinden. Wenn Plan Forward unabhängig sein möchte, wieso verzichten Sie dann nicht auf Provisionen sondern bieten Ihre Dienstleistungen gegen Honorar an? Das ist transparent und fair. Alles andere ist Augenwischerei.
    Felix Schneider
    Honorarvermittler und -berater

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