“Wir wollen mit pinings an die Spitze” – Alexander Zerr von Pinings

Wer davon überzeugt ist, einen guten Geschmack zu haben, kann beim sozialen Netzwerk pinings (www.pinings.com) nicht nur Ruhm und Ehre einheimsen, sondern sogar Geld verdienen. Im Gründer-Kurzinterview mit deutsche-startups.de spricht Gründer und Geschäftsführer […]
“Wir wollen mit pinings an die Spitze” – Alexander Zerr von Pinings

Wer davon überzeugt ist, einen guten Geschmack zu haben, kann beim sozialen Netzwerk pinings (www.pinings.com) nicht nur Ruhm und Ehre einheimsen, sondern sogar Geld verdienen. Im Gründer-Kurzinterview mit deutsche-startups.de spricht Gründer und Geschäftsführer Alexander Zerr über individuellen Modegeschmack, die Weiterentwicklung des Dienstes und deren Mitbewerber.

Welche Idee steckt hinter Ihrem Start-up?
Die Idee ist, eine Website anzubieten, bei der die Nutzer Inspirationen zu neuen Onlineshops und Produkten erhalten. Und zwar kommen die Inspirationen direkt von anderen Nutzern, die einen ähnlichen Modegeschmack haben. Unsere Nutzer haben aktuell eine Auswahl von etwa einer Million Kleidungsstücke aus den verschiedensten beliebten Onlineshops und können ganz nach dem eigenem Geschmack ein Outfit zusammenstellen. Die erstellten Outfits werden dadurch anderen Nutzern oder Freunden des Nutzers emfohlen.

Der Clou der ganzen Idee ist, dass jeder Nutzer mit dem Empfehlen eines Outfits direkt Geld verdienen kann, wenn ein anderer Nutzer oder ein Freund über das Outfit des Users, im jeweiligen Onlineshop, etwas kauft. Das Verfahren ist dem Cashback-Prinzip nachempfunden, so dass jeder Nutzer bei einem Einkauf sparen kann und mit einer Empfehlung an andere Nutzer oder Freunde, 50% des Cashbacks direkt verdient. Neben den angebotenen Produkten, bieten wir auch aktuelle Gutscheine unserer Shop-Partner an, so dass wir unseren Nutzer einen zusätzlichen Anreiz bieten, mit pinings einzukaufen.

Wie sehr bzw. in welchen Punkten hat sich ihr Konzept von der ersten Idee bis zur Gründung verändert?
Wir hatten seit der Gründung sehr viele Veränderungen und Experimente vorgenommen. Anfangs war pinings ein reiner „zeig was dir gefällt“ Dienst, der darauf ausgerichtet war, einzelne Produkte anderen Nutzern innerhalb des Netzweks zu empfehlen. Mittlerweile hat pinings sich sehr stark weiter entwickelt, so dass unsere Nutzer nun ganze Outfits nach dem eigenem Geschmack erstellen können und direkt den passenden Gutschein für den Einkauf im Lieblingsshop erhalten. Nicht zu vergessen ist, dass jeder Nutzer jetzt mit einer Empfehlung der eigenen Outfits Geld verdienen kann und ständig neue Inspirationen von anderen Nutzern erhält, denen er folgt. Generell gibt es bei pinings ständig etwas neues. Mal sehen was als Nächstes kommt, Ideen gibt es genug.

Wer sind Ihre Mitbewerber und wie grenzen Sie sich von ihnen ab?
Mittlerweile ist unser größter Mitbewerber die Website Stylefruits, da die Nutzer ebenfalls Outfits nach eigenem Geschmack erstellen können. Wir unterscheiden uns hier aber in sehr vielen Dingen. Z.B. konzentrieren wir uns nicht nur auf die weibliche Zielgruppe, sondern bieten sowohl für Damen als auch Herren ein großes Angebot an Produkten. Des weiteren haben unsere Nutzer die Möglichkeit mit Gutscheinen und Cashback bei jedem Einkauf zu sparen und können direkt nach dem erstellen des eigenen Outfits auf die passenden Gutscheine der Shops zurückgreifen.

Der wohl größte Unterschied ist, dass unsere Nutzer für das Empfehlen von Produkten und Outfits an andere Nutzer oder Freunde Geld verdienen können. Hier ist pinings aktuell der einzige Anbieter dieses Konzepts und bietet den Nutzern einen großen Mehrwert gegenüber den Mitbewerbern.

Was ist der entscheidendste Faktor, damit Ihr Start-up den Durchbruch schafft?
Nach vielem ausprobieren und ändern des Konzepts ist nun klar, in welche Richtung es geht. Der entscheidende Faktor ist, dass sich die Nutzer nun mit dem erstellen der eigenen Outfits kreativ austoben können. Durch die Möglichkeit mit einer Empfehlung Geld zu verdienen, ist der Anreiz jedes Nutzers besonders hoch, anderen Nutzern und Freunden z.B. über Facebook oder Twitter mitzuteilen, was man erstellt. Der wesentliche Teil hier ist, dass der empfehlende Nutzer nicht unbedingt an angemeldete pinings Mitglieder empfehlen muss, damit er Geld verdienen kann, denn das spielt hier keine Rolle.

Wie wollen Sie Geld verdienen und wann schreiben sie schwarze Zahlen?
Unser Geschäftsmodell besteht hauptsächlich aus Empfehlungsmarketing. Das heißt, das wir jedes Mal eine Provision vom jeweiligen Partnershop erhalten, wenn ein Kauf über pinings zustande kommt. Wann wir schwarze Zahlen schreiben, kann man zum aktuellem Zeitpunkt noch nicht sagen, denn das hängt stark von den Investitionen ab.

Welche Märkte wollen Sie mittel- und langfristig erobern?
Unser Markt ist ganz klar das Social-Sopping und hier wollen wir mit pinings an die Spitze.

Welche Meilensteine wollen Sie in den kommenden zwölf Monaten auf jeden Fall erreichen?
Die Grenze von 100.000 Nutzern scheint hier realistisch zu sein.

Im Fokus: Weitere Interviews mit jungen Gründern gibt es im Special Gründerinterviews

Zur Person:
Nach seinem Fachabitur absolvierte Zerr zunächst eine schulische Ausbildung zum staatlich geprüften Informatiker, ehe er als Webdesigner in einem Internet Unternehmen in Gütersloh arbeitete. Parallel entwickelte er das Affiliate Netzwerk Adseen und sammelte erste Erfahrungen in der Unternehmensgründung. Seit Frühjahr 2012 widmet er sich ausschließlich seinem neuen Start-up pinings.

Christina Cassala, Redakteurin bei deutsche-startups.de, war schon zu ihren besten Uni- Zeiten in den 90er Jahren journalistisch tätig. Gleich nach dem Volontariat arbeitete sie bei einem Branchenfachverlag in Hamburg, ehe sie 2007 zu deutsche-startups.de stieß und seither die Entwicklungen der Start-up Szene in Deutschland mit großer Neugierde beobachtet.



  1. Dieter

    Also Pinterest mit Affiliateprogramm für Endnutzer.
    Sowas gabs schon öfter in diversen Bereichen und hat noch nie funktioniert.

    Nutzer nerven nunmal ihre Freunde nicht mit Werbung für die sie Geld bekommen… zumindest nich im großen Stil.
    Ein Psychologe kann sicherlich erklären warum das so ist.



  2. Anwalt

    Sagt mal, werden solche Interviews mal Korrektur gelesen?

    Zur Idee selbst: Ich schließe mich Dieter an. “Social reward”-Systeme funktionieren nicht.



  3. Dieter

    dem ersten Kommentar ist nichts hinzuzufügen.

  4. Vielleicht als Tipp: Sobald man bei einigen Produkten auf “Zum Shop” klickt, kommt man auf eine affilinet Fehlerseite in orange (kennen wahrscheinlich viele Affiliate-Profis). So wird das leider nichts mit der Spitze :-)

  5. Unter Herrenmode werden Badminton Courts, Uhren, Damenjacken und Bootsmotoren angeboten; unter Damenmode dafür Herrenuhren. ;-)

    Na ja, halt ne weitere Affiliateschleuder. Im Grunde ist edelight auch nichts anderes und über den für die Gründer schönen Exit haben wir ja kürzlich alle gelesen.

    Von daher, vielleicht funktioniert es ja. Wie sagt man so schön “Jeden Tag steht ein …”.

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