Mister Wong kehrt als Social Fashion-Plattform zurück

Lang, lang ist es her, dass der Social-Bookmarking-Dienst Mister Wong (www.mister-wong.de) der heißeste Scheiß im deutschen Internet war. Im Sommer des vergangenen Jahres übernahm der Weinheimer Web-Dienstleister ekaabo dann den Ableger der Bremer […]
Mister Wong kehrt als Social Fashion-Plattform zurück

Lang, lang ist es her, dass der Social-Bookmarking-Dienst Mister Wong (www.mister-wong.de) der heißeste Scheiß im deutschen Internet war. Im Sommer des vergangenen Jahres übernahm der Weinheimer Web-Dienstleister ekaabo dann den Ableger der Bremer Agentur Construktiv. Seitdem war es ruhig um Mister Wong. Nun gibt es endlich Neuigkeiten: Mister Wong kehrt zurück -und zwar als Social Fashion-Plattform.

Wie bitte? Richtig gelesen: Aus Mister Wong wird eine Social Fashion-Plattform! “Im Zuge der Neugestaltung haben wir uns für eine komplette Umwandlung und Ausrichtung von Mister Wong entschieden. Daher heißt es nun: Mister Wong goes Fashion!”, teilt das Unternehmen per Mail mit. Weiter heißt es: “Mister Wong wird die neue Social Fashion Plattform, bei der sich für den User der Komfort des Onlineshoppings und der Spaß am Social Networking gekonnt vereinen lässt. Neben den aktuellsten Mode-Trends, tollen Looks und den coolsten Street-Styles findet Ihr auf Mister Wong auch eine riesige Auswahl an stylischen Produkten”.

Anfang August soll das neue Mister Wong an den Start gehen. Bis dahin will das Team um Phuc Tran, Geschäftsführer von Mister Wong, noch nicht verraten. In Frischlings-Fragebogen von Gründerszene erläutert Tran aber noch einmal das neue Konzept: “Eine Social-Shopping- Plattform, wie sie auf Mister Wong entsteht, bietet Usern die Möglichkeit, direkt miteinander zu kommunizieren und sich gegenseitig immer wieder mit tollen Ideen und Kreativität zu überraschen. Daher heißt es bei Mister Wong: Finde Inspirationen, teile News, berate andere User und lass dich beraten. Oder kurz und knapp: Connect in Style! Im Grunde sind diese Ideen die Basis des ganzen Portals”. Die bisherigen Lesezeichen der vielen Altnutzer sollen auch in der neuen Form erhalten bleiben. Wer darauf keinen Bock hat, kann seine gespeicherten Bookmarks noch bis Ende August exportieren.

Insgesamt eine sehr merkwürdige Entwicklung, eine unschöne Beerdigung für das von der Zeit überholte Mister Wong, mit dem die Szene einige Jahre viel Spaß hatte. Bei der Übernahme klang dies alles noch ganz anders. “Langfristig möchten wir den Service von Mister Wong erweitern und uns, neben dem beliebten Bookmark-Dienst, mit unserem Angebot auch einen Schritt weiter in Richtung ‘Social News’ bewegen”, verkündete Tran damals. In den Hochzeiten erreichte der Social-Bookmarking-Dienst bis zu 250.000 Besucher täglich. Die wenigsten der alten Nutzer werden aber Lust auf Fashion und Co., auf eine Art Stylight (www.stylight.de) und Co. haben. Als Basis für einen Neustart ist dieser Schritt aber vielleicht sinnvoll, den Mister Wong muss nicht komplett bei Null anfangen (Stichwort: Links und Co.). Wie sehen Sie den Wandel?

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.