Pinings.com: Shopping-Community mit Empfehlungsprovision

Pinings.com (www.pinings.com) aus Paderborn ist eine neue Shopping-Community mit einem Twist: Nutzer empfehlen ihren Followern im Netzwerk Produkte und erhalten eine Provision, falls ein Kauf zustande kommt. Der Pinterest (www.pinterest.com) ähnlich sehende Dienst […]
Pinings.com: Shopping-Community mit Empfehlungsprovision

Pinings.com (www.pinings.com) aus Paderborn ist eine neue Shopping-Community mit einem Twist: Nutzer empfehlen ihren Followern im Netzwerk Produkte und erhalten eine Provision, falls ein Kauf zustande kommt. Der Pinterest (www.pinterest.com) ähnlich sehende Dienst möchte es Nutzern erleichtern, neue Onlineshops sowie Produkte zu entdecken, während die Shops passende Kunden für ihre Produkte erhalten. Durch die Empfehlungen anderer Nutzer, die einen ähnlichen Geschmack haben, möchte pinings das Vertrauen in die Empfehlungen erhöhen. Die Shopping-Community wurde im September gegründet und befindet sich zurzeit in der offenen Betaphase.

Pinings.com ist als soziales Netzwerk angelegt, in dem Nutzer sich gegenseitig folgen und sich Artikel aus externen Onlineshops empfehlen können. Dadurch entdecken Nutzer immer wieder neue Produkte. Empfehlungen können zusätzlich mit Kommentaren und “Likes” versehen werden; ein Klick auf ein empfohlenes Produkt leitet den Nutzer direkt auf die Seite des Onlineshops weiter: Kauft der Nutzer das empfohlene Produkt, erhält der Empfehlende vom Shop selbst eine Provision auf den Kauf. Firmengründer Alexander Zerr erläutert die Provision: “Die Höhe der Vergütung, die Nutzer erhalten, wählen die Online Shops selbst und bezieht sich ausschließlich auf eine prozentuale Sale Vergütung. Genau wie bei einem Affiliate Netzwerk. Die Gebühr einer Provision die pinings vom Shop erhält, beträgt die üblichen 30% der Provision an die Nutzer.”

Nach der Registrierung bietet der Dienst verschiedenste Produktkategorien wie “Auto & Motorrad”, “Bekleidung” oder “Reisen & Urlaub” an, durch deren Auswahl passende Nutzer vorgeschlagen werden, denen man folgen “muss”: es gibt leider keine weitere Filtermöglichkeit. Daraufhin zeigt das System in einem Fotoraster, ähnlich wie bei Pinterest, die Produktempfehlungen mit Foto, “Pins”, “Likes” und Kommentaren an. “Pins” sind Produkte, die in einem thematischen “Board”, einer Liste, einsortiert und abgelegt werden. Empfehlungen selbst funktionieren über die Eingabe der Webadresse eines Produktes, seit kurzem bietet pinings  zusätzlich die Möglichkeit, dass Shops ihre Produkte direkt bei pinings einstellen. Dadurch werden pinings-Nutzer schnell über neue Produkte informiert und müssen die Produkte nicht aus dem externen Shop zusammensuchen.

Einige wenige Shops beteiligen sich bereits

Aktuelle Kooperations-Shops sind der Uhrenshop “Zeitleser”, der Veranstaltungskalender und Freikartenclub “TwoTickets”, der E-Zigaretten-Shop “Smoke Elektro” sowie der Erotikversand “Erotik-Toys.de”. Mit anderen Shops befindet sich pinings aktuell in Verhandlungen.

Pinings ist bislang eigenfinanziert, es wird ein Investor gesucht, um neben Marketingmaßnahmen auch vernünftige Gehälter für Mitarbeiter realisieren zu können. Zerr erklärt zum Thema Umsatz: “Der Umsatz ist stark von der Userzahl, einer wachsenden Community und deren Aktivität abhängig. Ab einer Userzahl von 5 Millionen Nutzern ist mit einem Umsatz von mindestens 3,9 Millionen Euro im Jahr zu rechnen. Diese geschätzten Zahlen beziehen sich auf die geringst mögliche Aktivität der Nutzer.” Fünf Millionen Nutzer sind ein hochgestecktes Ziel, allerdings ist pinings auch gerade erst gestartet.

Shopping-Communities gibt es ja wahrlich schon so einige, darunter zum Beispiel brands4friends (www.brands4friends.de), allerdings werden bei pinings nicht direkt Rabatte ausgelobt, sondern es gibt eine Provision nach erfolgreicher Empfehlung eines Nutzers und dem Kauf des empfohlenen Produktes. Grundlegend konkurriert der Dienst durch seinen Netzwerkcharakter mit jedem anderen sozialen Netzwerk.

Das Besondere an pinings ist die Empfehlungsökonomie, die auf den Prinzipien eines sozialen Netzwerkes aufbaut. Dadurch soll ein gewisses Vertrauensverhältnis aufgebaut werden. Bei einem Test fand sich bislang nur eine handvoll aktiver Nutzer, darunter der Firmengründer. Allerdings könnte sich für Nutzer, die ihre “Zielfollower” kennen, ein kleines Geschäftsfeld auftun, falls die Community genügend Mitglieder anzieht.

Kommt beruflich aus den Bereichen der Mediengestaltung und der Betreuung demenziell erkrankter Menschen. Seit Ende 2012 ist er freier Journalist mit dem Schwerpunkt Start-ups, interessiert sich aber auch für E-Reading und Open Source.