Wie motiviert man bei Umfragen die Zielgruppe, teilzunehmen?

Im ersten Artikel zum Thema “Umfragen – richtig gemacht – stärken die Bindung” ging es um die Ziele, Zielgruppen und die Konzeption von Umfragen. Aber wie schafft man es, dass sich auch wirklich […]

Im ersten Artikel zum Thema “Umfragen – richtig gemacht – stärken die Bindung” ging es um die Ziele, Zielgruppen und die Konzeption von Umfragen. Aber wie schafft man es, dass sich auch wirklich möglichst viele Personen der angesprochenen Zielgruppe an der Umfrage beteiligen? Das ist das Thema des heutigen Artikels: Bei Befragungen von Bestandskunden oder von Mitarbeiten erreicht man die Zielgruppen natürlich ganz einfach per E-Mail. Doch zwingen kann man niemanden, sich auch tatsächlich zu beteiligen. Es gilt also, die Angesprochenen zu motivieren.

Bei Mitarbeitern kann hier die Führungsebene tätig werden und innerhalb der Belegschaft das Ziel ausrufen, dass bei dieser Umfrage eine Beteiligung von möglichst 100 Prozent erreicht werden soll.

Für die Kommunikation mit den Bestandskunden gilt, was immer in der Kommunikation mit ihnen oberste Priorität hat: Je schlüssiger der Kunde seine eigenen Vorteile aus einer Teilnahme vermittelt bekommt, desto höher wird die Rücklaufquote sein. Dass Produkte, Dienstleistungen oder Services des fragenden Unternehmens in seinem Sinn optimiert werden sollen und er daran mitwirken kann, kann durchaus ein Vorteil sein, der jemanden bewegt, sich die Zeit für eine Umfrage zu nehmen.

Allerdings hat jeder die Phrase ‘Ihre Meinung ist uns wichtig’ schon so oft gehört, dass gegenüber diesem Satz wahrscheinlich schon die gleiche ‘Ad-Blindness’ eingesetzt hat, wie gegenüber Banner-Ads auf der echten Bildschirmseite. Wenn irgend möglich, sollte das fragende Unternehmen seine Motivation über den Kundenvorteil also stark konkretisieren, anschaulich machen, in Geschichten verpacken. Damit man bei einer Teilnahme sich echte, konkrete Vorteile für sich selbst ausmalen kann.

Am schwierigsten gestaltet sich die Motivation, wenn Personen zur Teilnahme bewegt werden sollen, mit denen noch keinerlei Geschäftsverbindung besteht. Denn man darf sie nicht einfach anmailen, sondern muss sie über andere Kanäle erreichen. Und sie motivieren, mitzumachen, was ebenfalls schwieriger ist, wenn noch keinerlei Bindung zum Unternehmen besteht.

Online erreichen kann man die potenziellen Teilnehmer über die Unternehmenswebsite, das eigene Blog, den Newsletter, wenn dieser auch von Nicht-Kunden abonniert ist und natürlich über die Social Networks wie Facebook, Twitter, Google+ und Co. In Xing kann man die Statusmeldung oder Beiträge in Xing-Gruppen nutzen.

Davon, die eigenen Kontakte bei Xing direkt zu kontaktieren und um ihre Teilnahme zu bitten, ist abzuraten, das wird als Spam aufgefasst und verärgert mehr als dass es motiviert. Offline kann man natürlich den klassischen Postweg nutzen und bei Geschäftskontakten sogar das Telefon.

Motivieren kann man auch diese Personen, indem man Ihnen Vorteile für sich selbst vor Augen führt. Das können immaterielle Vorteile sein, wie das gute Gefühl, zu helfen oder wichtig genommen zu werden.

In den meisten Fällen erweist sich aber die Möglichkeit eines materiellen Gewinns bei einer Verlosung am stärksten motivierend. Und es gibt bestimmt noch ein paar iPads, die auf einen Gewinner warten [Ironiemodus off – ich fänd’s nämlich wirklich prima, wenn man sich mal andere Prämien für Gewinnspiele ausdenken könnte – so langsam müsste doch jeder irgendwo ein iPad gewonnen haben].

Auf der Website der kostenpflichtigen Umfrage-Software 2ask.de werden umfangreiche und ausgezeichnete Informationen und Tipps gratis zur Verfügung gestellt, die bei der Konzeption, Erstellung, Durchführung und Auswertung von Umfragen helfen.

Auswertung von umfangreichen Umfragen

Wenn der Service, den Sie für Ihre Umfrage zur Auswertung Ihrer Umfrage keine Bordmittel mitbringt, nutzen Sie dazu zum Beispiel

  • Excel, das inzwischen diverse und gute Möglichkeiten statistischer Auswertung mitbringt
  • SPSS von IBM, das allerdings sehr teuer ist oder
  • das kostenlose PSPP: “PSPP ist eine Software zur Analyse von statistischen Daten. Das Programm ist als freier und völlig kompatibler Ersatz für das proprietäre Programm SPSS konzipiert. Es hat eine grafische Benutzeroberfläche und die Möglichkeit der Steuerung über eine Kommandozeile.” (Zitat aus Wikipedia)

Wer sich all diese Arbeit nicht antun möchte oder es sich nicht zutraut, zielführende Umfragen zu entwickeln, kann Umfragen natürlich auch von Marktforschungsprofis entwickeln, umsetzen und auswerten lassen. Das allerdings ist ziemlich kostenintensiv und sollte nur dann in Angriff genommen werden, wenn die zu erwartenden Ergebnisse auch wirtschaftlich in gesundem Verhältnis zum Aufwand stehen.

Für alle anderen Fälle nutzt man eines der diversen Online-Tools oder -Dienste, von denen wir im nächsten und letzten Part dieses Dreiteilers einige vorstellen.

Foto: einzmedia, pixelio

Elke Fleing aus Hamburg liefert Texte aller Art, redaktionellen Content und Kommunikations-Konzepte. Sie gibt Seminare, hält Vorträge und coacht Unternehmen. Bei deutsche-startups.de widmet sie sich vor allem Themen und Tools, die der Erfolgs-Maximierung von Unternehmen dienen.