Mit Shoutify neue Locations in der Umgebung entdecken

Eine digitale Kreidetafel – so stellt sich der neue Dienst Shoutify (www.shoutify.de) selbst vor. Über die Plattform machen Gastronome, Boutiquen und andere Händler mit sogenannte „Shouts“ auf besondere Angebote, Informationen oder Neuigkeiten aufmerksam. […]
Mit Shoutify neue Locations in der Umgebung entdecken

Eine digitale Kreidetafel – so stellt sich der neue Dienst Shoutify (www.shoutify.de) selbst vor. Über die Plattform machen Gastronome, Boutiquen und andere Händler mit sogenannte „Shouts“ auf besondere Angebote, Informationen oder Neuigkeiten aufmerksam. Nutzer stoßen so auf neue Locations in ihrer Umgebung und bleiben über die Aktionen ihrer Lieblings-Orte informiert. Neu ist das Konzept nicht – es ist vor allem die Optik, über die sich Shoutify von den Mitbewerbern abhebt.

Bei Shoutify konzentriert sich alles auf die digitalen Ausrufe von lokalen Händlern und Gastronomen. Sie können „Shouts“ aussenden wie „Heute gibt es 20% auf alles“ oder „Heute Abend gibt es frische Muscheln“ – Dinge, die auch auf den stationären Kipptafeln stehen, wo sie aber nur von den Menschen gelesen werden, die daran vorbei laufen. Somit dient Shoutify als Plattform, um mit den eigenen Aktionen noch mehr Menschen zu erreichen.

Shoutify: Auch als iPhone-App

Nutzer wiederum erfahren, was in ihrer direkten Umgebung abgeht. Bei Shoutify lassen sich nicht nur Städtenamen in die Suchmaske eingeben, sondern auch einzelne Viertel und sogar Straßen. Noch mehr Vorteile gibt es für diejenigen, die sich die kostenlose iPhone-App herunterladen: Eine integrierte Navigation führt dann direkt zur gewünschten Location. Zur besseren Übersicht können Nutzer eigene Listen wie „Meine Lieblings-Restaurants“ anlegen und so die Locations ordnen. Die in den Listen gesammelten Orte erscheinen dann in einem persönlichen News Feed. Schade ist, dass beim Abgrasen der digitalen Tafeln auch zahlreiche nicht mehr aktuelle Shouts erscheinen. Für dieses Problem scheint das Start-up noch keine gute Lösung gefunden zu haben.

shoutify

Wie gesagt: Ganz neu ist das Konzept sicherlich nicht, Shoutify wird mit einigen Mitbewerbern zu kämpfen haben. Einer der ähnlichsten ist sicherlich Spoovel (www.spoovel.com), über den wir bereits im August 2011 berichteten. Auch dort stellen sich Nutzer ihren persönlichen Stream aus den lokalen Lieblingsorten zusammen. Über die abonnierten Streams können Händler dann gezielt ihre Angebote und Aktionen streuen. Während Spoovel nach wie vor nur im Hamburger Raum verfügbar ist, hat Shoutify von Anfang an ganz Deutschland im Blick. Das hoch gesteckte Ziel ist die flächendeckende Verfügbarkeit in Europa und auch die Expansion in die USA. Auch optisch dürften viele Gefallen am Bilder-Galerie-Stil finden, der spätestens seit Pinterest total in ist (wie lange noch?). Die Übersichtlichkeit leidet aber etwas darunter.

Dafür, dass Shoutify erst seit einigen Wochen online ist und sich noch in der Public Beta befindet, haben die drei Gründer David Dahmer, Frank Kacmaczyk und Daniel Kacmaczyk ein wirklich ansprechendes Produkt erstellt, das schon gut funktioniert und auch für kleinere Städte Ergebnisse liefert. Schwierig werden sie es trotzdem haben: Die Anzahl der ortsbasierten Dienste ufert einfach aus. So bringt auch Placeboard (www.placeboard.com) das „schwarze Brett“ ins Internet, bei spreet.it (www.spreet.it) werden ebenfalls „Shouts“ ausgesendet und wer sich über neue Locations informieren will, schaut nach wie vor bei Qype nach. Ein Investor, nach dem die Gründer Ausschau halten, könnte sicherlich dabei helfen, schnell zahlreiche Händler und Gastronome zu aquirieren und die ehrgeizigen Expansionspläne umzusetzen.

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Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.