Immer in Laufnähe: Mit Spoovel lokale Lieblingsorte streamen

Und es geht weiter im Trendthema “Local Media”: Mit Spoovel (www.spoovel.com) setzt ein neuer Kandidat auf das vertiefte Kennenlernen der eigenen Nachbarschaft. Statt um das Finden von Jogging-Partner, Umzugshelfer oder DVD-Ausleiher geht es […]
Immer in Laufnähe: Mit Spoovel lokale Lieblingsorte streamen

Und es geht weiter im Trendthema “Local Media”: Mit Spoovel (www.spoovel.com) setzt ein neuer Kandidat auf das vertiefte Kennenlernen der eigenen Nachbarschaft. Statt um das Finden von Jogging-Partner, Umzugshelfer oder DVD-Ausleiher geht es hier aber um Geschäfte, Bars und Restaurants: Nutzer stellen sich ihren persönlichen Stream aus ihren lokalen Lieblingsorten zusammen. Auch themenspezifische Kanäle wie zum Beispiel “Konzerte” lassen sich anlegen. Die Idee ist, sein individuelles Stadtteilmagazin zusammen zu stellen mit genau den Infos, die interessieren. So bleibt man als Nutzer auf dem Laufenden, wann die bevorzugten Händler und Gastronome im eigenen Stadtteil besondere Aktionen, Angebote oder sonstige Besonderheiten anbieten – wenn sie sich denn bei Spoovel registrieren.

Zielgerichtete Werbemöglichkeit für lokale Händler und Dienstleister

Der Mehrwert von Spoovel zielt natürlich nicht nur auf Endkunden sondern auch auf die lokalen Ladenbesitzer und Barbetreiber ab: “Händler müssen ihre Werbung nicht mehr wahllos streuen sondern können sich zielgerichtet an die Menschen wenden, die sich für ihr Angebot interessieren”, erklärt Mitgründer Maximilian Stelzl. Über die abonnierten Streams haben sie die Möglichkeit, in direkten Kontakt zu ihrem Kundenstamm zu treten. Spoovels Finanzierungsplan sieht so aus: Erstens farbig gekennzeichnete Premium-Werbeplätze, zweitens kostenpflichtige Zusatz-Tools für Händler, drittens der Verkauf von anonymisierten Nutzerdaten. Zu den kostenpflichtigen Zusatz-Tools zählt auch die Möglichkeit, als Händler seinen Abonnenten-Stamm direkt anzuschreiben.

Man ahnt es: Jetzt hängt alles an der Aquise. Die Händler und Gastronome müssen vom Angebot erfahren und mitmachen. Dabei haben viele noch nicht einmal eigene Webseiten vorzuweisen – eine große Herausforderung für das Spoovel-Team. Mit demselben Problem hatte auch Gutscheindienst donanda (www.donanda.de) zu kämpfen, bei dem Nutzer Gutscheinhefte aus unterschiedlichen regionalen Angeboten zusammenstellen. Donanda ist schon seit gut zwei Jahren am Markt und hat zumindest für bestimmte Großstädte wie Berlin, Hamburg und München bereits ein beachtliches Angebot an lokalen Partnern. Sollte Spoovel diese Hürde meistern, könnte daraus ein wirklich interessanter Dienst werden: Wäre doch toll per Stream zu erfahren, welche besondere Eissorte die Lieblings-Eisdiele heute anbietet oder wann der Fahrradladen um die Ecke Rabatt-Tag hat. Die drei Gründer Maximilian Stelzl, Simon Jacobs und Florian Eisenmenger beginnen mit dem local Service dort, wo sie leben: in Hamburg und Karlsruhe.

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* 60 Sekunden mit Spoovel

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

  1. So so… Wie sagt man so schön, Konkurrenz belebt das Geschäft ;)



  2. Christian

    das ist wie spreet.it, nur halt auf bars und restaurants beschränkt. ich glaube aber, dass es schwer wird, so viele anbieter zu überzeugen, dass es für nutzer sinn macht, neben groupon und co. sich hier auch noch anzumelden. abwarten, abwarten…



  3. Thorsten

    google macht doch nichts anderes. und wird das sicher auch noch ausbauen. Aber wenn die jungs schneller sind, wieso nicht?

    Aber der Slogan “Spoovel liebt dich”. Der ist echt na ja…



  4. Jan

    Naja das ganze beschränkt sich ja jetzt nicht nur auf Bars und Restaurants.
    Es ist ja auch möglich bestimmten Stellenangeboten, Veranstaltungen und allgemeinen Angeboten/Aktionen zu folgen.
    Der Unterschied zu Google scheint zu sein das man nicht suchen muss, sondern deine Interessen zu dir kommen.



  5. Benjamin

    @Jan:

    Auch wenn du das richtig erkannt hast, bzw. es meiner MEinung nach genau so funktioniert halte ich es für extram überflüssig. Denn wenn ich beispielsweise “Konzerte” abonniere werde ich überflutet von Konzerten aus meiner Umgebung oder aus dem Umfeld wobei ich auf 90% verzichten werde und selektiv wohl nur 1 bis 3 tatsächlich besuchen werde. Da halte ich das tatsächliche “white list” wohl extrem intelligenter und lukrativer.

  6. Pingback: Web 2.0 Sammelalbum - Web2Null - Spoovel



  7. Jan

    @Benjamin
    Wenn man es so benutzt stimmt das wohl.
    Allerdings würde ich auch eher meine Lieblingslocations (für Konzerte), eine Band direkt und/oder evtl. noch eine spezifische Musikrichtung abbonieren.
    So funktioniert ja z.B. auch “last.fm” und ich bin da mit der Musik die mir empfohlen wird recht zufrieden.



  8. Werner

    Irgendwie sind die ganzen lokalen Angebote gleich langweilig. Sehe da keinen Markt.



  9. Gaby

    Ich finde die Idee echt gut, weil ich von den Händlern in meinem Umkreis informiert werde und nicht immer auf das Wochenblatt warten muss, um zu erfahren was gerade gut und günstig ist. Ausserdem fehlt mir die Zeit um stundenlang im Internet zu surfen und Angebote herauszusuchen.



  10. Rene

    Chicken Egg Problem. Kein Traffic, Keine Nutzer / Keine Inhalte. Das geht heute nichtmehr. Restaurants werden jeden Tag von jemanden angerufen. Dinge die Sie nicht kennen haben da gar keine Chance mehr.



  11. Gaby

    Es stimmt schon, dass das ganze Projekt den Händlern auch erläutert werden muss. Ich werde mal mit meinem Friseur, Bäcker und Lieblingsteeladen darüber sprechen. Dann kann ich sie auch gleich abonnieren und brauch mich nicht mit anderen Werbungen rumzuschlagen.(Eisladen ist auch nicht schlecht).

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