Mit Mavendi, einem Haushaltsbuch, läuft Liquid Labs sich warm

Bei diesem Start-up dürften die Hintergründe spannender sein als das Start-up selbst. Mit dem neuen Start-up ist Mavendi (www.mavendi.com) gemeint, mit dem nicht wirklich irgendein Rad neu erfunden wird. Mavendi ist ein elektronisches […]
Mit Mavendi, einem Haushaltsbuch, läuft Liquid Labs sich warm

Bei diesem Start-up dürften die Hintergründe spannender sein als das Start-up selbst. Mit dem neuen Start-up ist Mavendi (www.mavendi.com) gemeint, mit dem nicht wirklich irgendein Rad neu erfunden wird. Mavendi ist ein elektronisches Haushaltsbuch, mit dem man seine Ausgaben verwalten kann. Und man muss dazusagen: Noch ein elektronisches Haushaltsbuch. Denn Anwendungen dieser Art gibt es bereits wie Sand am Meer: Mint, myGuV, shoeboxed, kontoblick, Lemon, Expensify, um nur ein paar der Anwendungen zu nennen, mit denen man online seine Finanzen verwalten kann.

Ich selbst nutze seit gefühlten 20 Jahren Quicken, das zwar keine webbasierte Anwendung ist, mit der ich dafür aber auch viel mehr kann, als nur meine Ausgaben im Blick behalten. Zum Beispiel online-banken, die Steuervoranmeldungen und -erklärungen sehr einfach vorbereiten und vieles mehr. Mavendis Innovationswert ist – zumindest mit seinen bisherigen Funktionen – also eher übersichtlich, zudem ist das Projekt noch in einem so frühen Beta-Stadium, das bisher vieles nicht richtig funktioniert, was funktionieren sollte!

Man scannt seine papiernen Ausgaben-Rechnungen ein und lädt sie in den Mavendi-Account und leitet seine per E-Mail erhaltenen Rechnungen einfach an die eigene Mavendi-E-Mail-Adresse weiter. Diese Funktion ist übrigens ziemlich praktisch, wenn sie dann zuverlässig funktioniert. Bei Mavendi werden dann alle Rechnungen ausgelesen und die Beträge samt Rechnungsempfänger ausgewiesen. Ich kann jeder Rechnung eine Kategorie zuordnen, nach und nach soll das zunehmend automatisch passieren. Soweit, so relativ unspektakulär, sollte sich bezüglich der Funktionen zukünftig nicht noch massiv etwas bewegen.

Dennoch hat man mit Mavendi hehre Ziele – es scheint sich also noch einiges in der Pipeline zu befinden: “We want to become the main platform for invoice management, where every other application that does something that requires receipts would plug into us.” Der dies sagt – zitiert aus dem gigaom-Artikel Liquid Labs launches with Mavendi receipt-tracking tool – ist einer der Gründer von Mavendi: Paul Jozefak, bis vor kurzem noch VC und Managing Partner bei Neuhaus Partners.

Auf ihn ist das mit Spannung erwartete Liquid Labs, ein neues ‘innovation laboratory’ in Hamburg eingetragen. Mit im Boot ist Michael Backes, vordem bei eVenture Capital Partners. Liquid Labs, wieder Zitat Paul Jozefak, “launches its own projects and finances them.” “It’s not an accelerator. It’s not an incubator. It’s not a venture capital fund” so zu lesen im Artikel Liquid Labs founder Paul Jozefak on his new project, abusing technology, and Moneyball bei Venturevillage.

Der Fokus von Liquid Labs, das der Otto Group gehört, wird auf Innovationen im Finanzbereich liegen – und laut dem Artikel Paul Jozefak: Liquid Labs to hire fresh talent following Mavendi release soll das nächste Produkt von Liquid Labs schon im Mai oder Juni 2012 veröffentlicht werden.

Elke Fleing aus Hamburg liefert Texte aller Art, redaktionellen Content und Kommunikations-Konzepte. Sie gibt Seminare, hält Vorträge und coacht Unternehmen. Bei deutsche-startups.de widmet sie sich vor allem Themen und Tools, die der Erfolgs-Maximierung von Unternehmen dienen.



  1. Toto

    Die Teile sehen alle totschick aus, aber machen ncith wirklich weniger Arbeit finde ich. Gleiches ist auch mit diesem Wunderkit Dingen. Total überflüssig. Letztendlich wollen eh nur alle an unsere Daten ^^.
    Da bleibe ich bei meinem oldschool Outlook oder nehme mal den Stif und Papier zu Hand. Gibt es ja auch noch…

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  3. Christian

    Habe es gerade mal getestet. Ich habe es nichtmal geschafft eine Rechnung von Aldi reinzukriegen (ohne PDF). Irgendwie versteh ich das System noch nicht…

    Sieht schick aus, aber Usability ist eher schlecht!

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