Noch ein Inkubator: Check24-Gründer starten M Cube

Der Inkubatorboom im Lande geht weiter: Der neueste Firmenbrutkasten hört auf den Namen M Cube. Hinter dem Inkubator stecken Henrich Blase, Georg Heusgen, Eckhard Juls und Kostas Pyliouras, die Macher des Online-Vergleichsportal Check24 […]
Noch ein Inkubator: Check24-Gründer starten M Cube

Der Inkubatorboom im Lande geht weiter: Der neueste Firmenbrutkasten hört auf den Namen M Cube. Hinter dem Inkubator stecken Henrich Blase, Georg Heusgen, Eckhard Juls und Kostas Pyliouras, die Macher des Online-Vergleichsportal Check24 (www.check24.de). Geführt wird M Cube von pecumax- und pecupool-Gründer Jan Dzulko. “Einen Gründer kann nur jemand glaubhaft beraten, der selbst schon mal gegründet hat. Das ist wie bei Eltern: Egal wie viele Bücher man über das Elternwerden gelesen hat wie es wirklich ist, weiß nur der, der selbst Kinder hat“, sagt Dzulko. Seine Zelte hat M Cube im Umspannwerk Kreuzberg in Berlin – und somit in der deutschen Start-up-Metropole aufgeschlagen.

Gründern, die in den M Cube ziehen, verspricht Dzulko, der zuletzt knapp drei Jahre als Vorstand bei Check24 wirkte, “neben einem fertig eingerichteten Büro” auch eine komplette Infrastruktur bestehend aus Internet, Telefon, Empfangsservice, Konferenzräumen und dem obligatorischen Kickerraum”. Und: Alle Startupper bekommen einen Mentor aus dem Investorenteam zugewiesen. So sollen die jungen Gründern von den Erfahrungen des Check24-Gründerteams profitieren können. Eine erste Kapitalspritze bekommen die Jungfirmen selbstverständlich ebenfalls. Bei der Höhe der ersten finanziellen Ausstattung wollen die Hauptstädter flexibel sein und sich nach den Bedürfnissen der jeweiligen Start-up richten. Von 100.000 bis 250.000 Euro ist alles möglich. Dementsprechend ist schwankt die Höhe der Anteile, die die Gründer abgeben müssen.

“Kontakte zur Anschlussfinanzierung inklusive”

Dieser Angebotskatalog deutet schon daraufhin, dass das M Cube-Team sich für Firmen in einer sehr frühen Phase, also Unternehmen, die gerade erst gegründet wurden oder noch vor der Gründung stehen, interessiert. Damit ist M Cube mal als echter Brutkasten konzipiert. “Ziel ist es gemeinsam einen Prototypen zu entwickeln, mit dem das Start-up dann die nächste Finanzierungsrunde erreicht. M Cube hilft den jungen Unternehmen dabei sich voll auf das Produkt zu fokussieren und danach optimal auf die Finanzierungsrunde vorzubereiten – Kontakte zur Anschlussfinanzierung inklusive”, teilt der Inkubator mit. Wer diese große Finanzierungsrunde schafft, fliegt aus dem Brutkasten. Auch wenn es mittlerweile gefühlt mehr Inkubatoren als Start-ups im Lande gibt, klingt M Cube nach einer guten, weil sinnvollen und durchdachten Ergänzung zu den vielen anderen neuen Inkubatoren und Beteiligungsfirmen im Lande. Mal sehen, welche Projekte demnächst in den Inkubator einziehen. Beim einem Projekt handelt es sich um einen Anbieter im Dienstleistungssegment, ein anderes Projekt positioniert sich im Produkt- und Preisvergleichsegment.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.