Die Entscheidung ist gefallen: Upcload ist das Start-up des Jahres

Die Entscheidung ist gefallen: Das Start-up des Jahres 2011 steht fest! Der Körpervermessungsdienst Upcload (www.upcload.com) sicherte sich in diesem Jahr den begehrten Titel, den deutsche-startups.de seit 2007 alljährlich vergibt. Stattliche 11 der insgesamt […]
Die Entscheidung ist gefallen: Upcload ist das Start-up des Jahres

Die Entscheidung ist gefallen: Das Start-up des Jahres 2011 steht fest! Der Körpervermessungsdienst Upcload (www.upcload.com) sicherte sich in diesem Jahr den begehrten Titel, den deutsche-startups.de seit 2007 alljährlich vergibt. Stattliche 11 der insgesamt 39 Jurystimmen entfielen auf Upcload. Die Berliner Jungfirma landet damit mit einer guten Nasenlänge Vorsprung auf dem Siegertreppchen. Herzlichen Glückwunsch!

Zum fünften Mal suchte deutsche-startups.de in den vergangenen Wochen – gemeinsam mit allen Lesern sowie einer Jury aus Journalisten, unabhängigen Branchenexperten und Investoren – das Start-up des Jahres. Wie in den Vorjahren wollen wir mit unserer Auszeichnung noch einmal alle Gründungen in den Vordergrund schieben, die in den vergangenen (rund zwölf) Monaten den Sprung in die Webwelt gewagt haben. Gesucht wurde ein Start-up, das in den vergangenen Wochen und Monaten ein echter Hingucker war oder einen Trend gesetzt hat. Upcload ist dies gelungen.

Sollte sich das Prinzip von Upcload durchsetzen sind schlecht sitzende T-Shirts und Hosen, sowie generell falsche Größenangaben bald passé. Nutzer stellen sich vor die Webcam, erhalten Daten zu ihren Maßen und bekommen von den kooperierenden Onlinehändlern fortan nur noch perfekt passende Kleidungsstücke geliefert – so die Vision der Jungfirma. Nutzer müssen sich nur einmalig in unterschiedlichen Positionen und mit enger Kleidung von ihrer heimischen Webcam fotografieren lassen. Mit diesem Konzept hat das Start-up, welches von Asaf Moses und Sebastian Schulze gegründet wurde, das Potential, das E-Commerce-Kleidungssegment kräftig auf Trab zu bringen – weltweit.

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“Mein Mitgründer Asaf Moses und ich kaufen seit jeher Kleidung im Internet. Dabei hatten wir öfters das Problem, dass wir die falsche Größe bestellten und immer mal wieder zur Post gehen mussten, um die Kleidung zurück zu schicken. Dann kam Asaf Moses die geniale Idee, die Körpermaße von Menschen online mit einer Webcam zu erfassen und die Maße mit der Kleidung abzugleichen. UPcload war geboren”, erklärt Upcload-Mitgründer Schulze die Entstehungsgeschichte des Start-ups. Die Upcload-Macher finanzierten ihr Start-up zunächst komplett aus eigener Tasche. Es folgte eine Unterstützung durch die Berliner Humboldt-Universität. “Anschließend erhielten wir staatliche Fördergelder und diverse Mittel durch Innovationspreise. Zudem haben wir im Frühjahr eine Seed-Round mit Privatinvestoren geschlossen und upfront-Zahlungen von Kooperationspartnern erhalten”, sagt Schulze.

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deutsche-startups.de verkündete Upcload-Mitgründer Schulze die Siegesnachricht per Telefon. Da stand der Jungunternehmer gerade am Wiener Flughafen an der Gepäckausgabe: “Mein Koffer drehte noch ein paar Extrarunden auf dem Band und ich habe meinen Mitgründer Asaf Moses angerufen und mich mit ihm über die tolle Nachricht gefreut. Der Preis ist eine große Ehre für uns, eine Bestätigung für unsere Arbeit und zugleich eine schöne Motivation. Wir sind sicher, die in Upcload gesetzten Erwartungen zu erfüllen und freuen uns, dass wir uns in einem so starken Teilnehmerfeld durchsetzen konnten”. Wie jeder erzielte Erfolg wird auch der Preis Start-up des Jahres bei Upcload mit einem “besonderen Ritual” gefeiert: Das Team kehrt beim Burgerbrater Burger King ein und feiert mit Familienmenü und Rotwein!

Die Begründungen der Jury

“Upcload hat einen sehr innovativen und smarten Ansatz, der sofort einleuchtet. Es hat das Potential international als Service im eCommerce für den Mode- und Textilhandel sehr gut skalieren, wenn es zuverlässig funktioniert. Die Lösung kann dazu beitragen, dass die sehr hohe Retourenquote und damit eine der nicht geringen Kostenfaktoren im Onlinehandel deutlich gesenkt werden kann. Die Kundenzufriedenheit kann zudem dadurch verbessert werden. Upcload könnte ein Standard-Webservice werden wie Payment. Es braucht sicher noch viel Arbeit und praktische Erprobung in größerem Maßstab für das Feintuning, um Endkunden und die Handelspartner endgültig zu überzeugen. Insgesamt hebt es sich aber von der Idee und vom Konzept wohltuend ab von allen anderen aktuellen Start-up-Ideen in Deutschland. Ich bin wirklich gespannt, was daraus wird. Upcload ist für mich eine schöne Überraschung beim Start-up des Jahres 2011!”
Cem Basman, AKRA

“Meine Wahl ist eindeutig Upcload. Warum? Weil es an der Zeit ist, fernab von umsatzgetriebenen Neuauflagen, liebevoll gestalteten Lieferdiensten und toll umgesetzten Lokalangeboten, gut vermarkteten Planungstools, einer andersartigen Lösung den Vortritt zu geben. Die Technologie von Upcload hat Potential, auf der nächsten Megatrendwelle mitzureiten.”
Ralf Belusa, Zanox

“Upcloud löst mit seiner raffinierten Technologie ein großes Übel auf Seiten der Onlinehändler und Kunden gleichermaßen. Wer managt schon gern Retouren und welcher Kunde ärgert sich gern mit nicht pasender Kleidung bzw. dessen Rückversand herum. Hier tut Technik etwas wirklich sinnvolles für die Menschen. Man darf gespannt sein wie schnell das System seine Verbreitung bzw. Akzeptanz findet.”
Tilo Bonow, piabo

“Das System kann helfen, ein Hauptproblem des Online-Modehandels – die Retouren – zu verringern. Es hat ein solides Geschäftsmodell, wenn die Akzeptanz der Onlineshops groß genug wird und ist für den Nutzer technisch einfach. Es adressiert den künftigen Multichannel-Markt und ist internationalisierbar, hat also die Chance, als technischer Dienstleister groß zu werden – oder von den üblichen Verdächtigen gekauft zu werden.”
Joachim Graf, iBusiness

“Nicht hipp, nicht trendig – aber glasklar durchdacht: Mein Favorit heißt Upcload. Eine viel versprechende Idee gepaart mit einem nachvollziehbaren Geschäftsmodell ist (mir) immer mehr wert als chic und Coolness. Die Idee von Upcload ist einfach und fokussiert: Retouren sind ein kostenintensives Problem, wer hier eine Lösung bietet, muss sich um die Refinanzierung keine Sorgen machen. Ein Konzept mit Substanz. Lediglich die Nutzer müssen sich noch überzeugen lassen, den umständlichen Scan-Prozess durchzuführen. Aber da dürfte sich ein Weg finden lassen.”
Dominik Grollmann, Internet World Business

“Upcload ist mein Start-up des Jahres. Da das Produkt – wie auch die Produkte der Mitbewerber – technologisch noch in den Kinderschuhen steckt, ist mir die Wahl nicht leicht gefallen. Aber es geht ja um frühphasige Start-ups, so dass ich hier gerne Vorschusslorbeeren verteile. Die Vorteile des Modells liegen auf der Hand: Nutzer bekommen Kleidung einfach und schnell in der richtigen Größe; Händler profitieren durch niedrigere Retourenquoten, höhere Konversionsraten und höhere Kundenzufriedenheit. Wie verteidigbar das Geschäftsmodell ist und wie die Margen sich entwickeln, kann nur die Zukunft zeigen. Nutzerprofile sind ein smarter Ansatz, um sich insbesondere internationalen Wettbewerbern gegenüber einen Vorteil aufzubauen.”
Fabian Hansmann, Founderslink

“Upcload ist kein fader Klon, auch nicht das hunderterste Leadgeneration-Model für Online-Handel. Upcload das ist ein E-Commerce-Startup mit dem Potential den Textil-Versandhandel international zu verändern. Ein Techplay aus Deutschland dem man nur wünschen kann, dass es den langen und mühsamen Weg des b-to-b-Vertriebs zu den Textilversendern schnell erfolgreich durchläuft und jeder schon bald nur noch perfekte Passform geliefert bekommt und die Remissionen der Retailer dramatisch abnehmen.”
Peter Kabel

“Mein Favorit heißt Upcload. Sicher haben andere Start-ups in diesem Jahr mehr Wirbel verursacht. Doch Upcload hat eine überraschende Lösung für ein spezifisches Problem entwickelt. Online-Bestellungen sind zwar sowohl im Bereich der Maßschneiderei wie der Stangenware Alltag geworden, doch ist die Frage der Passform wie zu seligen Katalog-Zeiten noch immer der größte Nerv-Faktor für Verbraucher. Upcload verspricht da Abhilfe. Das hebt die Welt nicht aus den Angeln – aber ist doch ein Stück Fortschritt für den E-Commerce. Und das mit einer echten Innovation und nicht der X-ten Variation altbekannter Dienste.”
Thomas Knüwer, kpunktnull

“Mein Favorit ist Upcload. Warum? Der E-commerce-Fashion-Markt boomt. Trotz Rückgabequoten von bis zu 50%. Es soll ja auch Frauen geben, die sich die Klamotten immer in drei Größen bestellen. Upcload löst ein echtes Problem – Conversion Killer und Margenfresser der Branche – das mangelnde Wissen des Käufers um seine Kleidergröße. Intelligent ist auch die Bereitstellung der Maße eben da, wo der Konsument einkauft: im Shop der Wahl. Mit dieser Strategie des Datenlieferanten beschränkt sich Upcload auf eine Wertschöpfungstiefe, die für ein Start-up beherrschbar ist. Modelle wie Trusted Shops zeigen mit einem anderen Segment, dass die Partnerstrategie mit Shops funktioniert. Kurzum: endlich bekommt der E-Commerce eine neue Dimension: die Dritte.”
Mark Miller, CatCap

“Die Berliner punkten vor allem im Bereich Innovation und zukunftsträchtige Technologie. Dass Nutzer ihre Klamotten (hoffentlich) bald nicht mehr in verschiedenen Größen bestellen müssen und auch Versandhäuser unzählige Retouren einsparen können, könnte eine kleine Revolution im Modeshopping-Segment auslösen. Zumal die Technologie auch auf andere Bereiche anwendbar ist.”
Yvonne Ortmann, deutsche-startups.de

“Upcload, da sie es schaffen, mit einem verblüffend einfachen Ansatz den durch Kleidung spürbar gemachten Unterschied zwischen rein virtuellem und realem Erlebnisshopping aufzuheben. Mit dieser dezenten Pfiffigkeit setzen sie sich wohltuend von ihren Mitbewerbern ab.”
Hendryk Speck, FH Kaiserslautern

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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