PressMatrix hievt Magazine aufs Tablet – HTGF unterstützt das Start-up

Multimedia für Verlage: Das Berliner Start-up PressMatrix (www.pressmatrix.de) bringt Printpublikationen aufs Tablet. Das System adaptiert Texte, Fotos und Links automatisch auf Endgeräte wie iPad, Android-Tablet und Smartphone. Zielgruppe sind Verlage, die ihre digitalen […]
PressMatrix hievt Magazine aufs Tablet – HTGF unterstützt das Start-up

Multimedia für Verlage: Das Berliner Start-up PressMatrix (www.pressmatrix.de) bringt Printpublikationen aufs Tablet. Das System adaptiert Texte, Fotos und Links automatisch auf Endgeräte wie iPad, Android-Tablet und Smartphone. Zielgruppe sind Verlage, die ihre digitalen Magazine zusätzlich mit interaktiven Elementen wie Bilderstrecken, 360°-Ansichten oder Shoppingfunktionen anreichern können – nebst Bookmarks, Navigation und Suchfunktion. Die „Spezialität“ von PressMatrix ist aber die Möglichkeit, Magazin-Inhalte aus der Anwendung heraus zu monetarisieren. Kurz nach dem Start schließen die Berliner nun eine erste Finanzierungsrunde ab und erhalten eine siebenstellige Summe. Beteiligt sind der High-Tech Gründerfonds, das Innovationsförderprogramm „ProFIT“ (IBB) und Business Angel Henri Kühnert (SinnerSchrader Mobile).

Mit der Software-as-a-Service-Lösung von PressMatrix hieven Verlage und Unternehmen ihre Zeitschriften und Magazine unkompliziert auf mobile Endgeräte. Größter Mitbewerber für das Berliner Start-up ist dabei die Tablet-Publishing-Software von Adobe. Eigenen Angaben zufolge bietet PressMatrix rund 80 Prozent der Funktionen von Adobe an, „aber sehr viel schneller und günstiger“, wie Mitgründer Daniel Höpfner betont. Tatsächlich kostet die Erstellung eines digitalen Magazins bei PressMatrix nur 500 Euro – ein äußerst günstiges Angebot, zumal es sich dabei tatsächlich um einen Festpreis (pro Ausgabe) handelt.

Monetarisierung durch E-Commerce-Transaktionen wie z.B. Ticketkauf

Das wirklich Besondere an PressMatrix ist aber die Möglichkeit, Magazin-Inhalte zu vermarkten. Kunden können dann aus der Anwendung heraus E-Commerce-Transaktionen vornehmen wie zum Beispiel den Kauf eines Tickets oder die One-Click-Bestellung bei Amazon. Diese Möglichkeit der Monetarisierung wird von Adobe nicht angeboten und ist sowohl für die Verlage als auch für PressMatrix selbst ein lukratives Geschäftsmodell. Vermutlich ermöglicht erst dieses zweite Standbein, dass der SaaS-Service so günstig angeboten wird, denn allein von der Magazinerstellungs-Gebühr wird das Projekt nicht (über-)leben können.

Neben Verlagen richtet sich PressMatrix auch an Agenturen, die von Verlagen mit der Digitalisierung von Printpublikationen beauftragt werden. Aus potentiellen Konkurrenten sollen also Partner werden. Mit SinnerSchrader gibt es schon einen ersten großen Partner und auch auf Seiten der Verlage existiert bereits ein bekannter Referenzkunde: Die Tagesspiegel-Verlagsgruppe bringt mit der Software von PressMatrix ihr Stadtmagazin 030 aufs Tablet.

Mit der siebenstelligen Finanzierungssummer von Hightech Gründerfonds, „ProFIT“ und Business Angel Henri Kühnert will das Gründerteam nun die Technologie weiter entwickeln, sich am Markt positionieren und zusätzliche Mitarbeiter einstellen. PressMatrix ist dabei längst nicht das erste Projekt von Daniel Höpfner, Jens Gützkow und Christian Marsch: Das Trio gründete bereits die mobile Video-Community ViiF (www.viif.de), die 2008 von Whatever Mobile übernommen wurde, und das Unternehmen BBLabs (www.bblabs.de).

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

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