Schmutzig gegen sauber: MyDryclean.de vermittelt Textilreinigungen mit kostenlosem Lieferservice

Pizza, Pasta, Sushi – und nun auch frischgebügelte Anzüge! Mit MyDryclean.de (www.mydryclean.de) geht ein Lieferdienst für Textilreinigungen an den Start. Genau wie Lieferando.de und Co. fährt MyDryclean.de die Ware nicht selbst aus sondern […]
Schmutzig gegen sauber: MyDryclean.de vermittelt Textilreinigungen mit kostenlosem Lieferservice

Pizza, Pasta, Sushi – und nun auch frischgebügelte Anzüge! Mit MyDryclean.de (www.mydryclean.de) geht ein Lieferdienst für Textilreinigungen an den Start. Genau wie Lieferando.de und Co. fährt MyDryclean.de die Ware nicht selbst aus sondern vermittelt Reinigungen, die die Kleidung von zu Hause abholen und wieder zurückbringen – kostenlos! Kunden geben auf der Plattform ihre Postleitzahl an, wählen aus den angezeigten Dienstleistern den Service mit den passendsten Lieferzeiten aus und bezahlen bequem online. Das Motto: “Sie machen schmutzig. Wir machen sauber. Frei Haus.” Im Gegensatz zu bereits gescheiterten Wäscherei-Konzepten könnte dieses tatsächlich den Durchbruch schaffen.

Flexibilität für Kunden, sinnvolle Tourenauslastung für Reinigungen

Das Modell von MyDryclean.de ist gut durchdacht, der Mehrwert sowohl für Endkunden als auch für Textilreinigungen beachtlich: Vielbeschäftigte Kunden sparen sich das Wegbringen ihrer Kleidung und finden auf der Plattform Dienstleister, die die Kleidung nicht nur kostenlos abholen sondern je nach Wunsch auch an einen anderen Ort ausliefern als die Abholadresse. Eine Tabelle zeigt an, welche Servicepartner im gewünschten Stadtgebiet liefern und zu welchen Zeiten. Für die Textilreinigungen liegt der Vorteil darin, dass sich Routen besser planen und auslasten lassen. Bisher lohnte sich der Hol- und Bringservice höchstens für große Firmenkunden, nicht aber für Einzelpersonen. Indem über MyDryclean.de Aufträge gesammelt und gemeinsam bedient werden, lohnt sich die “Textil-Milchmanntour”. Zu einem späteren Zeitpunkt werden Kunden auch noch weitere, kostenpflichtige Lieferoptionen erhalten, zum Beispiel Express, Overnight oder individuelle Lieferzeiten.

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Laut Mitgründer Ufuk B. Topcu geht es MyDryclean.de aber nicht darum, möglichst viele Reinigungen zu aquirieren, sondern hochwertige Qualität zu gewährleisten: “Bei uns durchlaufen alle Textilreinigungen, die sich registrieren wollen, ein Bewerbungsverfahren.” Mit cleenbox (www.cleenbox.de) hat vor einiger Zeit schon einmal ein Anbieter versucht, Menschen für das In-Auftrag-Geben von Wäschewaschen zu begeistern – und ist damit gescheitert. Das süddeutsche Start-up stattete Kunden mit Boxen aus, die sie mit ihrer Wäsche befüllen und von DHL abholen lassen konnten. Zwei bis fünf Werktage später kam die Wäsche sauber und gebügelt zurück. Vielen war der Dienst jedoch zu teuer. Zwar kommt man bei MyDryclean.de je nach Waschladung nicht unbedingt günstiger weg, für die Reinigung von Hemden, Blusen und Anzügen geben Menschen aber eher Geld aus als für den ständigen Socken-Jeans-Pullover-Waschgang. Auch die Lieferzeiten waren zum Teil zu lang. Dank der Kooperation mit örtlichen Textilreinigungen umgeht MyDryclean diese Probleme geschickt und könnte sich als Wäsche-Lieferdienst durchaus durchsetzen – sofern sich genügend Servicepartner für das Konzept begeistern lassen. Betrieben wird MyDryclean.de von United Netserve, dem Unternehmen von Ufuk B. Topcu, Andreas Falkenberg und Selim Ates.

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Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.