Mit Ujam wird jeder zum Superstar – Hasso Plattner Ventures steigt beim innovativen Musik-Start-up ein

Die US-Webszene ist von Ujam (www.ujam.com) bereits begeistert. Auf der TechCrunch Disrupt fesselte das Musik-Start-up das Publikum und sicherte sich den zweiten Platz. Und auch in der deutschsprachigen Szene erntete Ujam schon viel […]
Mit Ujam wird jeder zum Superstar – Hasso Plattner Ventures steigt beim innovativen Musik-Start-up ein

ds_ujam_gruender

Die US-Webszene ist von Ujam (www.ujam.com) bereits begeistert. Auf der TechCrunch Disrupt fesselte das Musik-Start-up das Publikum und sicherte sich den zweiten Platz. Und auch in der deutschsprachigen Szene erntete Ujam schon viel Lob. Martin Weigert von Netzwertig.com lobte den Dienst wie folgt: “Das weitreichende Potenzial von Ujam, die Musikbranche (einmal mehr) zu verändern, liegt auf der Hand.” Und was kann Ujam? Mit Ujam kann jeder aus simplen Melodien, egal ob diese gesungen, gegröllt, gepiffen, gesummt, gebrummt oder gegurgelt werden, Lieder produzieren. Und diese sollen dann so klingen, als “wären sie mit einem Klavier, einer Gitarre oder einem Orchester erstellt worden”.

Das musikalische Start-up, das seinen offiziellen Sitz im Silicon Valley hat, aber in Bremen entwickelt wird, wurde im Februar 2011 von Peter Gorges, der sich in Sachen Synthesizer und Soundprogramming bestens auskennt, und Axel Hensen, ehemals Wizoo, ins Leben gerufen. Das Duo (siehe oben), welches zuvor bereits zwei Jahre an Ujam werkelte, holte zudem bereits Paul Kellett, Mark Kvamme, Partner bei Sequoia Capital, den bekannten Komponisten Hans Zimmer, den Musiker Pharrell Williams und Hasso Plattner Ventures an Bord. “Mit Hasso Plattner Ventures verband uns von Anfang an die internationale Ausrichtung,” sagt Hensen. “Wir sind überzeugt, unser angepeiltes Wachstum erreichen zu können.”

Stattliche 17 Mitarbeiter arbeiten im Hintergrund an Ujam. Das Musik-Tool ist einfach zu bedienen und bietet Hobbymusikern unzählige Möglichkeiten. Das Team denkt neben der Zielgruppe Jedermann aber schon weiter: “So werden Profi-Musiker mit Ujam andere Probleme lösen, als Menschen, die bisher in ihrem Leben wirklich noch gar keine Berührung mit Musik hatten”, sagte Mitgründer Hensen in einem Interview im artundweise-Blog. Entscheidend dabei sei eine Schnittstelle im Hintergrund: “So soll es später auch Dritten ermöglicht werden, ihre eigenen Anwendungen zu realisieren. Obwohl wir diesen Schritt erst machen können, wenn die Kernfunktionalität zuverlässig umgesetzt ist, sprechen wir schon jetzt mit verschiedenen Firmen und das Interesse an Zusammenarbeit ist hoch.”

Das Ujam-Team wird somit in den kommenden Wochen und Monaten noch viel zu berichten haben. Bisher ist Ujam “nur” in der Betaversion verfügbar. Geld dürfte bei Ujam zukünftig vor allem die Öffnung der Plattform und die Zusammenarbeit mit Unternehmen in die Kasse bringen. Allein mit Hobbymusikern, die ihrer Freundin ein Liebeslied trällern und Künstlern die schnell einen Geistesblitz einsingen möchten, dürfte Ujam nicht bestehen können.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.