Gebühren abgeschafft: Yoom treibt mit neuem Geschäftsmodell Wachstum voran

Schon wieder gibt es Veränderungen im Geschäftsmodell von Yoom (www.Yoom.de), der Plattform für Mietwohnungen: Das Hamburger Unternehmen verzichtet ab sofort auf die Nachmieter-Gebühr. Damit hat Yoom sein anfängliches Geschäftsmodell in zwei Stufen komplett […]

Schon wieder gibt es Veränderungen im Geschäftsmodell von Yoom (www.Yoom.de), der Plattform für Mietwohnungen: Das Hamburger Unternehmen verzichtet ab sofort auf die Nachmieter-Gebühr. Damit hat Yoom sein anfängliches Geschäftsmodell in zwei Stufen komplett umgekrempelt. Offen bleibt die Frage: Womit verdient das Start-up nun sein Geld? Über die Immobilien-Plattform Yoom suchen nicht Vermieter sondern die Mieter selbst nach einem Nachfolger für ihre Wohnung. So entfällt die teure Maklercourtage. Statt dessen erhält der Mieter Geld für seinen Umzug, indem er eine Abschlagssumme für nicht mehr benötigte Einrichtungsgegenstände festlegt. Ursprünglich erhielt Yoom von dieser Abschlagssummer 25 %.

Ende letzten Jahres dann die erste Änderung im Geschäftsmodell: Yoom ersetzte die Auktion durch einen Festpreis. Nachmieter zahlen nun einen festgelegten Betrag in Höhe einer Netto-Kaltmiete an den aktuellen Mieter. Von dieser Summe strich Yoom pauschal 99 Euro ein. Nun der Clou: Seit Anfang März verlangt Yoom überhaupt keine Gebühren mehr!

“Der Wegfall der Gebühren ist ein strategischer Schritt”

Pressesprecherin Ann-Kristin Jost erklärt gegenüber deutsche-startups.de: “Der Wegfall der Gebühr ist ein strategischer Schritt für das weitere Wachstum von Yoom. Wir haben im letzten Quartal sehr viel mehr Anmeldungen auf Yoom registriert und auch die Zahl der Exposés ist deutlich gestiegen. Um dieses Wachstum noch mehr voran zu treiben, verzichten wir auf die Gebühr.” Die Veränderungen dürften Yoom vor allem für Vermieter attraktiver machen. Da es nun keine Höchstbietenden mehr gibt sondern eine pauschale Abschlagsgebühr, leiten Mieter die Unterlagen aller Interessenten an ihren Vermieter weiter und nicht mehr die des Höchstbietenden. So bleibt die Entscheidungshoheit beim Vermieter. Wie in Zukunft allerdings Geld in die Kassen der Immobilien-Plattform fließen soll, bleibt ein großes Geheimnis. Man teste derzeit einige erfolgsversprechende Optionen. “Momentan verdient Yoom kein Geld. Wir setzen auf absolutes Wachstum. Wie genau die Monetarisierungoptionen aussehen, verraten wir aktuell noch nicht.” Damit behält sich Geschäftsführer Malte Niebuhr die Möglichkeit offen, zu einem späteren Zeitpunkt wieder zum ursprünglichen Gebühren-Modell zurückzukehren.

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Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.