Fünfzehn Fragen an Michael Nowak von jameda

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein? Viel Arbeit, viel Verantwortung – und sehr viel Spaß. Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up? In unserem Fall kam die […]

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?
Viel Arbeit, viel Verantwortung – und sehr viel Spaß.

Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?
In unserem Fall kam die Idee direkt aus dem Alltag. Meine Frau und jameda-Mitgründerin Barbara Nowak war nach einem Umzug auf der Suche nach einem neuen Hausarzt. Da ihr das örtliche Telefonbuch bei der Suche keine wirkliche Hilfe war, kam sie auf die Idee einer Online-Arztsuche mit ergänzenden Informationen wie Bewertungen anderer Patienten, Wegbeschreibung und Angabe der Sprechzeiten.

Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen?
Das Stammkapital von 25.000 EUR für die GmbH-Gründung stammte ausschließlich aus dem Privatvermögen der Gründer. Erst ein Jahr später, mit der Beteiligung der Tomorrow Focus AG und der Focus Magazin Verlag GmbH, kam neues externes Kapital hinzu.

Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine?
Anfangs war es schwierig, die Leute für unsere Seite zu begeistern, so lange noch sehr wenige Bewertungen vorlagen. Ein kleiner Teufelskreis: Wenige Bewertungen bedeuten wenig Aufmerksamkeit, wenig Aufmerksamkeit bedeutet wenige Bewertungen.

Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?
Ich würde von Anfang an auf eine hohe Adressqualität achten. Im ersten Jahr haben wir aus “Geldnot” mit einem sehr günstigen Adressanbieter zusammengearbeitet. Wie wir – und unsere User – feststellen mussten, waren die Adressen jedoch sehr veraltet. Ein Umstand, der uns damals sehr viel Ärger beschert hat.

Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig?
Bei uns spielen vor allem SEO, PR und die Kooperationen mit großen Onlineportalen eine wichtige Rolle.

Welche Person hat Sie bei der Gründung besonders unterstützt?
Unser damaliger Anwalt, Hr. Robert Niedermeier.

Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?
Sich auf viel Arbeit einstellen, stets auf Qualität achten und dafür sorgen, dass bei allem Stress für die Beteiligten der Spaß an der Arbeit nicht auf der Strecke bleibt.

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen?
Ich würde mir wünschen, dass es Gründern einfacher gemacht wird, Informationen zu möglicher Unterstützung zu finden und diese Unterstützung dann mit etwas weniger Bürokratie auch zu erhalten.

Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten?
Ich wäre selbstständig mit einer Multimedia-Agentur.

Bei welchem deutschen Start-up würden Sie gerne mal Mäuschen spielen?
DocInsider

Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie?
Zu den Dinosauriern – das würde mich interessieren. Die Zukunft wäre auch spannend, aber vermutlich zu verstörend.

Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld?
Teils ausgeben, teils anlegen – aber vor allem: mehr Anteile an jameda kaufen.

Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag?
Im Garten oder in den Bergen.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden?
Mit Stefan Raab.

Zur Person
Michael Nowak studierte Multimedia am SAE College in München mit dem Abschluss zum Bachelor of (Multimedia) Arts. Schon 1998 gründete er seine eigene Multimedia-Agentur n|media|dev, mit der er sich Anfang 2007 hauptberuflich selbständig machte. Im selben Jahr ging Nowak mit der Arztbewertungsplattform jameda (www.jameda.de) online.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

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