App-Economy: Von OutBank zu iOutBank – Mit dem iPhone kam der Erfolg für die Banking-App

Die meisten Start-ups zieht es in die In-Viertel der Metropolen. Doch Tobias Stöger hat sein Büro im beschaulichen Dachau, unweit der S-Bahn-Station. Bis nach München sind es nur fünfzehn Minuten, doch in die […]
App-Economy: Von OutBank zu iOutBank – Mit dem iPhone kam der Erfolg für die Banking-App

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Die meisten Start-ups zieht es in die In-Viertel der Metropolen. Doch Tobias Stöger hat sein Büro im beschaulichen Dachau, unweit der S-Bahn-Station. Bis nach München sind es nur fünfzehn Minuten, doch in die Bayern-Metropole muss er nur selten. Das war früher einmal anders, als er noch für Banken gearbeitet hat. Heute sitzen der gelernte Bankkaufmann, einer seiner Entwickler und ein Vertriebsspezialist am Besprechungstisch und reden über das kommende Update für iOutBank (www.ioutbank.de). Das Team besteht insgesamt aus zehn freien Entwicklern, Marketing- und Bankexperten , die über den gesamten süddeutschen Raum verteilt sind. Nur bei Bedarf kommen sie nach Dachau. Hier lebt der zweifache Vater aus familiären Gründen. „Ich bin in fünf Minuten mit dem Fahrrad daheim“, sagt er.

Begonnen hat seine Selbstständigkeit 2001, seit 2005 entwickelt sein Unternehmen Banking-Anwendungen für Handys. Zu Beginn war es für die Symbian-Plattform, die vor allem in Nokia-Geräten zum Einsatz kam. Während seiner Zeit als Berater bei der IZB Soft und CSC Ploenzke wurde Stöger klar, dass mobile Banking eine große Zukunft hat. Das Know-how, wie sich mithilfe des HBCI-Standards sensible Kontodaten auf Handys übertragen lassen, hat Stöger in der Beratung bei CSC Ploenzke als auch in seiner Zeit bei der BayernLB gelernt. „Es war an der Zeit, ein eigenes Produkt auf die Beine zu stellen“, sagt der 39-Jährige. Bei seiner Anwendung OutBank für Symbian investierte er einen sechsstelligen Euro-Betrag in die Entwicklung und Vermarktung. Mitte 2008 stand er kurz vor dem Aus. Doch dann kam das iPhone.

Über 3.000 deutsche Bankleitzahlen unterstützt die Anwendung

In der Apple-Werbung hieß es damals „das verändert alles“ und für Stöger stimmte es wortwörtlich. Er verpasste seiner App das kleine i und iOutBank kam Anfang 2009 in den App Store. Sofort eroberte die Anwendung die Top Ten der Finanz-Rubrik. Schließlich war sie eine der ersten ihrer Art. Mit der App konnte der Nutzer mehrere Konten bei unterschiedlichen Banken im Blick behalten. Über 3.000 deutsche Bankleitzahlen unterstützt die Anwendung. Daher ist iOutBank fast ununterbrochen in den Top 25 der Rubrik Finanzen zu finden. Stöger und sein Team haben in den vergangenen zwei Jahren die Funktionen kontinuierlich erweitert: TAN-Verwaltung, Überweisungen, Daueraufträge und Depotkonten-Abfrage.

Die iPhone-App kann der Anwender kostenlos testen, dann allerdings nur mit einem Bankkontakt. Neben der Pro-Version für das iPhone (6,99 Euro), gibt es auch eine spezielle iPad-Version (9,99 Euro), bei der man aufgrund der Bildschirmgröße seine persönlichen Finanzen noch besser im Überblick hat. Bislang wurde iOutBank 300.000 heruntergeladen. Den Vorteil einer Banking-App auf mobilen Geräten, haben auch die etablierten Finanzinstitute erkannt. Da Stöger mit seiner Anwendung Funktionalität, Sicherheit und Markterfolg bereits bewiesen hatte, klopften diverse Banken im Dachauer-Büro an. Mittlerweile gibt es Apps der Comdirect, der ING DiBa, der HypoVereinsbank/UniCredit sowie der deutschen Sparda Banken im „Look and Feel“ des jeweiligen Instituts, jedoch mit dem Know-how von stoeger it.

Diverse Banken klopften im Dachauer-Büro an

Vorläufiger Höhepunkt ist das TÜV-Siegel. „Als junges, bankenunabhängiges Unternehmen wird man immer wieder gefragt, wie es um die Sicherheit in der App steht“, berichtet Stöger. Um die Frage endgültig zu beantworten, investierte er viel Zeit und Geld in die Prüfung der Software. Der TÜV SÜD hat im Oktober 2010 die App iOutBank erfolgreich auf Funktionalität und Datensicherheit getestet und zertifiziert. Damit war Stöger wieder mal der erste unter den Finanz-Apps.

ds_iphonefan_mit_Claim_RGBiphone-fan.de @ deutsche-startups.de
Der Hamburger Wirtschaftsjournalist Dirk Kunde beschreibt in seinen Texten, wie das Internet Arbeit und Freizeit – eben unser Leben – verändert. Der Gadget-Guy betreibt außerdem den Blog iPhone-Fan.de. Hier testet er Apps, bietet Anleitungen und sammelt Nachrichten sowie Skurriles rund um das smarte Handy aus dem Hause Apple. Zum Thema Smartphone und Apps sind bislang drei Bücher (darunter “Auf die Schnelle: Die Besten iPhone Apps“) von ihm bei Data Becker erschienen.

  1. Schöne Story – aber die Zahl von 300.000 Downloads ist etwas irritierend. Wieviele zahlende Kunden stecken hinter dieser Zahl? Für d-s wäre es spannend die Zahlen dahinter zu erfahren – und sei es Details, was für einen Einfluss der In-App Upgrade für den Verkaufserfolg gebracht hat…

    Gruß,
    http://randolf.jorberg.de

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