Fünfzehn Fragen an Renata DePauli von Herrenausstatter.de

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein? Ich treibe gerne Dinge voran und setze sie zügig um. Dies wäre mir in einem anderen Konstrukt mit Sicherheit nicht in diesem Maße möglich. […]

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?
Ich treibe gerne Dinge voran und setze sie zügig um. Dies wäre mir in einem anderen Konstrukt mit Sicherheit nicht in diesem Maße möglich.

Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?
Das kann man im Nachhinein oft nicht mehr rekonstruieren. Die Idee ist aus einer Summe von Ereignissen entstanden. Unter anderem war ich selbständig als Beraterin im gehobenen Männermode-Segment tätig.

Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen?
Herrenausstatter.de und die daraus entstandene DePauli AG ist bis heute immer nur eigenfinanziert.

Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine?
Die zu dem Zeitpunkt noch weitgehend für die Kunden unbekannte Vertriebsschiene des Internethandels. Es dauerte einige Zeit, bis die deutschen User ihre Ängste und Hemmungen vor der Produktauswahl bei Modeartikeln überwunden und in die Zahlungsweise über das Internet Vertrauen gefasst hatten.
Ferner mussten wir als Start-up-Unternehmen die großen Marken vom Onlinebusiness und unserer Geschäftsidee überzeugen, zumal die Marken ja auch den stationären Handel bedient haben und keine Kanibalisierung im Handel durch die unterschiedlichen Vertriebswege heraufbeschwören wollten. Dies alles zu entkräften und zu regeln hat einige Zeit in Anspruch genommen und Überzeugungsarbeit gekostet.

Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?
Meine Pläne sind nach vorne nicht nach rückwärts gerichtet.

Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig?
Im Internet gelten eigene Marketingspielarten. Diese muss man möglichst flexibel nutzen. Was heute gilt, ist morgen veraltet.

Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?
Kaufmännisches Planen, kalkulieren, Risiken abschätzen und entscheiden zu lernen.

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen?
Eine Lockerung und Entwirrung mancher DIN Normen und Regeln sowie die steuerliche Bereinigung zur Erleichterung der Arbeit im Standort Deutschland und im internationalen Umfeld.

Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie?
Ich lebe sehr gerne in der Zeit, in der wir sind.

Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld?
Ich würde es in Jugend- und Kulturförderung investieren, wie dies bereits in den letzten Jahren geschehen ist. Wenn auch in kleinerem Umfang.

Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag?
In Ruhe. Mit Familie und Freunden.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden?
Mit Menschen, die bereits im All waren. Dies hilft bestimmt, einen anderen Blick auf die Welt zu bekommen.

Zur Person
Renata DePauli wurde 1967 in München geboren. Im Rahmen Ihres BWL-Studiums an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität absolvierte sie Auslandaufenthalte in Spanien, Russland, England und Frankreich. Bevor sie 1996 ihren Beratungs- und Lieferservice für Herrenbekleidung aufbaute, war sie in einem Unternehmen der Raumfahrttechnik in Deutschland und Italien angestellt. Im Jahr 1997 gründete die heute 43-Jährige den Onlineshop Herrenausstatter.de (www.herrenausstatter.de), zwei Jahre später die DePauli AG. Die Betreibergesellschaft DePauli AG und herrenausstatter.de sowie mehr als ein Dutzend Modeonlineshops unter Führung der DePauli AG zählen zu den erfolgreichsten Unternehmen für gehobene Mode im deutschen Internet.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.



  1. Oli

    Hallo,

    sehr allgemeines Blabla

    “Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?
    Meine Pläne sind nach vorne nicht nach rückwärts gerichtet.”

    Kann nicht über Fehler sprechen und trotzdem auf die Zukunft fixiert sein?

    Komische Antworten…



  2. Marion

    Neidisch sind wohl viele auf eine erfolgreiche Frau. Gerade Männer können oft damit nicht umgehen. Man sieht es am Kommentar. Ich plane ebenfalls die Gründung eines Onlineshops und wünsche Frau Renata DePauli viel Glück für die Zukunft!



  3. Torsten

    Naja ich muss oli da beipflichten, das ist kein Interview woraus man als Gründer irgendeinen Schluss ziehen kann.

    Journalistisch eher Dünnbrettbohrer :)

    Und mit Neid weil Frau hat das schonmal gar nix zu tun.

  4. @Torsten

    Man muss zunächst einmal unterscheiden, dass dies kein Interview ist, sondern ein standardisierter Fragebogen. Es geht darum, die Person hinter dem Unternehmen etwas kennenzulernen.



  5. JuMiFi

    pa ist das ein schlechter shop.

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